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Nachrichten

Sonntag, 21. Februar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

FUNCHAL: Nach den schweren Unwettern auf Madeira mit mindestens 36 Toten hat der portugiesische Katastrophenschutz vom Festland Rettungskräfte auf die Atlantik-Insel geschickt. Ärzte, Taucher und Bergungsexperten sollen die durch schwere Überschwemmungen und viele Erdrutsche abgeschnittenen Ortschaften wieder erreichbar machen. Der Präsident der Europäischen Kommission, der Portugiese Barroso, versprach in Brüssel, die Europäische Kommission werde die örtlichen Behörden unterstützen. Der Zivilschutz auf Madeira rief die Einwohner auf, ihre Häuser vorerst nicht zu verlassen. Die Wassermassen hatten unter anderem Autos ins Meer gespült und mehrere Brücken zerstört.

FRANKFURT AM MAIN: Im Tarifkonflikt bei der Lufthansa stehen die Zeichen weiter auf Streik. Zwar zeigten beide Seiten Gesprächsbereitschaft. Die von der Fluggesellschaft gestellten Bedingungen für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen lehnte die Pilotenvereinigung Cockpit aber ab. Der von Montag bis Donnerstag angesetzte Pilotenstreik würde nach Angaben von Lufthansa zur Streichung von zwei Dritteln der Flüge führen. Der Bundesverband der Deutschen Industrie befürchtet im Fall eines Streiks bei der Lufthansa einen enormen Schaden für die deutschen Exporte.

BERLIN: Bundeskanzlerin Merkel ist im Streit über die Laufzeiten von Atomkraftwerken auf Distanz zu Bundesumweltminister Röttgen gegangen. Es gebe eine klare Verabredung in der Koalition, wonach Umwelt- und Wirtschaftsministerium gemeinsam Szenarien zur Energieversorgung erstellten, sagte Regierungssprecher Wilhelm. Auf dieser Basis werde im Herbst entschieden, wie lange die Kernenergie als Brückentechnologie benötigt werde. Röttgen hatte am Freitag 2030 als mögliches Ausstiegsdatum genannt.

KHARTUM: In der sudanesischen Krisenregion Darfur hat die größte Rebellengruppe einer Feuerpause im Kampf mit den Regierungstruppen zugestimmt. Das unter Vermittlung von Präsident Deby aus dem Tschad zustande gekommene Abkommen solle am Dienstag im Golfstaat Katar unterzeichnet werden, hieß es von Seiten der Aufständischen. Einem dauerhaften Waffenstillstand werde man allerdings erst zustimmen, wenn die Freilassung von Kriegsgefangenen und die Lage der Flüchtlinge in der Krisenregion Darfur geklärt seien.

WASHINGTON: Im Streit um die geplante Gesundheitsreform in den USA will Präsident Barack Obama einen neuen Anlauf unternehmen, um die oppositionellen Republikaner in sein Projekt einzubinden. Obama werde am Montag überarbeitete Pläne für den Umbau des Gesundheitswesens vorlegen, kündigte ein Regierungssprecher in Washington an. Einzelheiten nannte er nicht. Der Präsident will durch die Einführung neuer Steuern die Gesundheitsversorgung von Millionen Amerikanern verbessern, die bislang nicht krankenversichert sind.

BERLIN: Auf der 60. Berlinale sind am Samstag die Filmpreise verliehen worden. Der Goldene Bär für den besten Film ging an die türkisch-deutsche Koproduktion "Bal" - Honig, in dem Regisseur Semih Kaplanoglu von einer Kindheit im ländlichen Anatolien erzählt. Den Großen Preis der Jury erhielt die rumänisch-schwedische Koproduktion "Wenn ich pfeifen will, pfeife ich" über einen jungen Mann in einer Besserungsanstalt. Als beste Schauspielerin wurde die Japanerin Shinobu Terajima mit einem Silbernen Bären für ihre Rolle in dem japanischen Nachkriegsdrama "Caterpillar" ausgezeichnet. Der Silberne Bär für den besten Schauspieler ging zu gleichen Teilen an die beiden Russen Grigori Dobrygin und Sergej Puskepalis als Hauptdarsteller in "Wie ich den Sommer verbrachte". Roman Polanski erhielt den Silbernen Bären für die beste Regie in dem Thriller "Ghost Writer".

ZUM SPORT: Bei den Olympischen Winterspielen in Kanada hat das deutsche Team eine weitere Medaille errungen. Beim Langlauf holte Thomas Angerer Silber in der Doppelverfolgung über 2x15 Kilometer. Im Eishockey-Turnier hat die deutsche Mannschaft ihre Chance auf die Teilnahme am Viertelfinale praktisch verspielt. Das Team verlor mit 3:5 gegen Weißrussland auch sein drittes Spiel.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vor allem im Westen und in der Mitte wolkig und etwas Schnee oder Schneeregen. Nach Süden hin größere Aufheiterungen. Höchsttemperaturen zwischen minus einem und plus sieben Grad.

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