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Nachrichten

Sonntag, 21. Dezember 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PRAG: Der künftige Ratspräsident der Europäischen Union, Mirek Topolanek, will dafür sorgen, dass die Maßnahmen der EU-Mitgliedsstaaten zur Ankurbelung der Wirtschaft nicht ausufern. Die Konjunkturprogramme müssten zeitlich begrenzt bleiben und sich an die Regeln des Marktes und des Stabilitätspakts halten, sagte der tschechische Regierungschef in einem Interview der Nachrichtenagentur AFP. Topolanek wird am 1. Januar für ein halbes Jahr den EU-Ratsvorsitz übernehmen. Als weitere Schwerpunkte seiner Amtszeit nannte der konservative Politiker die Energie- und Außenpolitik. Neben einem verbesserten Verhältnis zu den USA strebe er vor allem eine rasche Heranführung von Balkanstaaten wie Kroatien und Serbien an die EU an. Die Rettung des EU-Reformvertrags von Lissabon sieht Topolanek dagegen nicht als vordringlich an.

WASHINGTON: Der designierte US-Vize-Präsident Joe Biden hat vor der Gefahr eines - so wörtlich - totalen Absturzes der Wirtschaft der Vereinigten Staaten gewarnt. In einem Fernsehinterview, das an diesem Sonntag ausgestrahlt wird, sagte Biden, die US-Wirtschaft sei in einem weit schlechteren Zustand als zunächst gedacht. Um sie aus der Krise zu bringen sei ein kühnes Konjunkturprogramm in einer Größenordnung von 600 bis 700 Milliarden Dollar nötig, erklärte Biden.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Bürger in Deutschland angesichts der Wirtschaftskrise zu einer gemeinsamen Kraftanstrengung aufgerufen. Zur Lösung der Probleme bedürfe es der Mitwirkung aller, sagte Merkel in ihrer wöchentlichen Video-Botschaft im Internet. Die Kanzlerin kündigte an, bei dem für Anfang 2009 geplanten zweiten Konjunkturpaket werde der Schwerpunkt auf Investitionen in die Zukunft liegen. - Nach Medienberichten soll das Konjunkturpaket ein Volumen von bis zu 40 Milliarden Euro haben. Unter anderem sei geplant, den Krankenkassen einen Zuschuss von zehn Milliarden Euro zur Senkung der Beiträge zu geben, hieß es.

BERLIN: SPD-Kanzlerkandidat und Außenminister Frank-Walter Steinmeier hält es für möglich, dass seine Partei bei der Hessenwahl im Januar und bei der Bundestagswahl im September stärkste Partei wird. Der "Bild am Sonntag" sagte Steinmeier, die Zeit rufe nach sozialdemokratischen Antworten. Die Marktradikalen hätten die gegenwärtige Krise eingebrockt, jetzt gehe es um eine gerechte neue Wirtschaftsordnung, in der auch der Staat handlungsfähig sei. Diese Aufgabe könne die SPD am besten lösen.

BERLIN: Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat Städte und Gemeinden aufgefordert, Tagesmütter besser zu bezahlen. Die Kommunen würden gut qualifizierte Tagesmütter benötigen und sollten auch deshalb überlegen, die Gehälter zu erhöhen, sagte von der Leyen der 'Welt am Sonntag'. Der Beruf der Tagesmutter müsse aus der Nebenjobecke geholt werden, so die Ministerin. In Deutschland gibt es rund 30.000 staatlich geförderte Tagesmütter. Sie müssen ab Januar ihr Einkommen erstmals versteuern und Sozialabgaben zahlen.

ATHEN: In der griechischen Hauptstadt ist es erneut zu Zusammenstößen zwischen Hunderten Jugendlichen und der Polizei gekommen. Nach einer Gedenkfeier für einen 15-Jährigen, der am 6. Dezember von einer Polizeikugel getötet worden war, warfen Jugendliche Steine und Brandsätze auf Polizisten. Die Beamten setzten Tränengas gegen die Randalierer ein. - In Hamburg kam es am Rande bei einer Solidaritätsdemonstration für die Demonstranten in Griechenland zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Nach Polizeiangaben wurden vier Beamte verletzt und zehn Demonstranten festgenommen.

PEKING: China beteiligt sich mit drei Kriegsschiffen am internationalen Einsatz gegen Piraten vor der Küste Somalias. Die Schiffe - zwei Zerstörer und ein Versorgungsschiff - würden Ende Dezember auslaufen, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua Verteidigungsminister Liu Jianchao. Damit nehmen die Streitkräfte der Volksrepublik erstmals an einer internationalen Militärmission teil. - Der Bundestag hat am Freitag der Mitwirkung der Bundesmarine an dem Einsatz am Horn von Afrika zugestimmt.

DENVER: Bei einem Flugzeugunglück auf dem Airport von Denver im US-Bundesstaat Colorado sind 38 Menschen verletzt worden. Die Boeing 737 der Fluggesellschaft Continental Airlines war nach Behördenangaben von der Startbahn abgekommen und hatte Feuer gefangen. Experten vermuten, dass die Maschine noch nicht abgehoben hatte, weil die Zahl der Opfer sonst weit höher wäre. Die Boeing mit insgesamt 112 Menschen an Bord sollte nach Houston fliegen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nur nordöstlich der Elbe anfangs noch etwas Sonne. Später auch dort viele Wolken und Regen. Es ist für die Jahreszeit zu mild mit Tagestemperaturen zwischen vier und elf Grad.

Am Morgen meldeten:

Berlin: vier Grad wolkig;

Dresden: vier Grad, stark bewölkt;

Hamburg: vier Grad, heiter;

Köln/Bonn: sieben Grad, Regen;

Frankfurt am Main: sechs Grad, Nieselregen sowie

München: sechs Grad, Regen.

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