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Nachrichten

Sonntag, 20. September 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Der US-Geheimdienst CIA will seine Präsenz in Afghanistan nach einem Bericht der "Los Angeles Times" massiv ausbauen. Zusätzlich zu den bereits im Land tätigen 700 CIA-Mitarbeitern würden weitere Agenten, Analysten und Paramilitärs an den Hindukusch entsandt, berichtete das Blatt. Die CIA-Mission läuft parallel zur Verstärkung der US-Truppen, die bis zum Jahresende auf 68.000 Mann aufgestockt werden sollen. Hintergrund ist der zunehmende Einfluss der radikal-islamischen Taliban in Afghanistan. Mit Hilfe der Geheimdienstaktivitäten soll die Zahl der Anschläge verringert werden.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama hat kurzfristig ein Dreiertreffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas arrangiert. Das wurde vom Weißen Haus in Washington bekanntgegeben. Die israelische Regierung erklärte, Netanjahu habe die "Einladung" Obamas zu einem gemeinsamen Treffen mit Abbas am Dienstag angenommen. Die Verhandlungen gelten als schwierig. Der Nahost-Sondergesandte George Mitchell hatte kürzlich erfolglos versucht, Israel zum Stopp des Siedlungsbaus in den Palästinensergebieten zu bewegen. Dies hatte die palästinensische Seite als Voraussetzung für die Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen mit Israel gefordert. Die Verhandlungen sind seit Ende 2008 unterbrochen.

POTSDAM: Eine Woche vor der Bundestagswahl hat die FDP-Spitze einer Ampelkoalition mit der SPD und Grünen eine klare Absage erteilt. Präsidium und Vorstand legten sich auf eine Koalitionsaussage zugunsten der Union fest. Parteichef Guido Westerwelle erklärte, die Liberalen stünden als Mehrheitsbeschaffer für Rot-Grün nicht zur Verfügung. Der FDP-Bundesparteitag an diesem Sonntag in Potsdam werde diesen Kurs unterstützen. Nach der Absage der FDP will SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier für eine starke SPD kämpfen. Die Menschen wollten kein Schwarz-Gelb, "kein Bündnis der sozialen Kälte", sagte Steinmeier der "Bild am Sonntag".

ERFURT: Vor dem ersten rot-rot-grünen Sondierungsgespräch in Thüringen erhöht die Linkspartei den Druck auf die SPD. Deren Spitzenkandidat Bodo Ramelow verlangte von den Sozialdemokraten ein klares Bekenntnis zu einer gleichberechtigten Partnerschaft und einem gemeinsamen Vorschlag für das Amt des Ministerpräsidenten. Als stärkste der drei Parteien hätte die Linke eigentlich das Vorschlagsrecht. Man lasse sich nicht als Drohkulisse missbrauchen, nur damit die SPD in den Verhandlungen mit der CDU "mehr herausholen" könne, sagte Ramelow der "Leipziger Volkszeitung". Er zeigte sich offen für die Forderung der Grünen, die jeweilige SED- und Stasi-Vergangenheit gemeinsam zu erörtern.

BERLIN: Der österreichisch-kanadische Zulieferer Magna hat offenbar bereits genaue Pläne für den Stellenabbau bei Opel. Allein im Stammwerk in Rüsselsheim sollen mehr als 1.800 Stellen wegfallen, in Bochum 2.000, wie die Zeitung "Welt am Sonntag" berichtet. Das Blatt beruft sich auf hochrangige Verhandlungskreise. Insgesamt wollen der neue Investor und sein russischer Partner Sberbank in Europa fast 10.600 Arbeitsplätze streichen, davon 4.500 in Deutschland. Der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel warnte Magna davor, Staatsgelder zu Job-Verlagerungen oder Abfindungen zu missbrauchen.

WASHINGTON: Im Zuge von Ermittlungen zu einem möglichenTerrorangriff in den USA haben die US-Behörden drei aus Afghanistan stammende Männer festgenommen. Sie hätten der Bundespolizei FBI gegenüber Falschaussagen gemacht, teilte das US-Justizministerium mit. Ein 24 Jahre alter Busfahrer und sein Vater seien im Bundesstaat Colorado, ein weiterer Komplize in New York festgenommen worden. Die drei würden mit einer terroristischen Verschwörung in Verbindung gebracht, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf Polizeiquellen. Ziel sei möglicherweise ein Anschlag auf eine U-Bahnstation in New York gewesen.

TOKIO: Die neue japanische Regierung will nach einem Zeitungsbericht spätestens Anfang 2012 den Handel mit Emissionszertifikaten einführen. Regierungschef Yukio Hatoyama wolle die Emission von Treibhausgasen bis 2020 um 25 Prozent unter das Niveau von 1990 reduzieren, hieß es in einem Bericht der Wirtschaftszeitung "Nikkei". Wie auch in der EU sollen laut der Zeitung Firmen in Japan Emissionsquoten zugeteilt bekommen, die sie bei Nichtgebrauch verkaufen können. --- Die neue Regierung hält das im Vergleich zur Vorgängerregierung ehrgeizigere Ziel einer Emissionsreduzierung um 25 Prozent für nötig, damit Japan bei den Klima-Verhandlungen in Kopenhagen im Dezember eine größere Verhandlungsrolle spielen und Schwellenländer wie China und Indien zu Klimazielen bewegen kann.

PARIS: Im Exekutivrat der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur, UNESCO, hat es auch in der dritten Wahlrunde keine Mehrheit für einen neuen Generalsekretär gegeben. Wie das Gremium in Paris mitteilte, verfehlte der als aussichtsreichster Bewerber geltende ägyptische Kulturminister Faruk Husni mit 25 Stimmen die absolute Mehrheit um fünf Stimmen. Der 71-jährige steht wegen antiisraelischer Äußerungen in der Kritik. Am Montag wird es einen vierten Wahlgang geben.

ZUR FUSSBALL-BUNDESLIGA: Bayern München hat zum Auftakt des Oktoberfests seine Aufholjagd fortgesetzt und ist mit einem 2:1-Heimerfolg gegen Nürnberg auf Platz drei vorgerückt - zunächst hinter Spitzenreiter Hamburg und Verfolger Leverkusen. Dem bisherigen Schlusslicht Köln gelang mit einem 2:0 in Stuttgart der erste Saisonsieg. Außerdem spielten: Bochum - Mainz 2:3, Hannover - Dortmund 1:1 und Mönchengladbach - Hoffenheim 2:4.

BERLIN: Haile Gebrselassie hat zum vierten Mal in Folge den Berlin-Marathon gewonnen. Einen neuen Weltrekord stellte der 36jährige Äthiopier in diesem Jahr aber nicht auf.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordosten durchweg sonnig, sonst wolkiger und örtlich Gewitter. Maximal 18 bis 26 Grad.

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