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Nachrichten

Sonntag, 20. Juni 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KABUL: Bei einem Sprengstoffanschlag auf die Bundeswehr in Afghanistan sind drei deutsche Soldaten und ein einheimscher Übersetzer verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich am Samstagabend südlich von Feisabad, wie das Einsatzführungskommando in Potsdam mitteilte. Die Männer seien in einem Fahrzeug vom Typ "Dingo" auf Patrouille gewesen, als der Sprengsatz explodierte. Keiner der Verletzten schwebe in Lebensgefahr.

WARSCHAU: In Polen wird ein neuer Präsident gewählt. Rund zwei Monate nach dem Tod von Amtsinhaber Lech Kaczynski bei einem Flugzeugunglück in Russland bewerben sich zehn Kandidaten um die Nachfolge. Chancen auf das Amt werden aber nur dem liberalen Parlamentschef Bronislaw Komorowski und dem Zwillingsbruder des tödlich Verunglückten, Jaroslaw Kaczynski, eingeräumt. ---Wahlberechtigt sind mehr als 30 Millionen Polen. Sollte keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen erreichen, ist für den 4. Juli eine Stichwahl angesetzt.

WASHINGTON/ BRÜSSEL: US-Präsident Barack Obama und die Europäische Kommission haben die Entscheidung Chinas begrüßt, den Wechselkurs des Yuan künftig offener zu gestalten. Das Vorhaben sei ein konstruktiver Schritt, der helfen könne, die globale Erholung der Wirtschaft abzusichern und zu einer ausbalancierten Weltwirtschaft beitragen, hieß es in einer Erklärung Obamas. Die EU-Kommission verspricht sich von dem Schritt zusätzlich eine Stärkung des internationalen Währungs- und Finanzsystems. Die EU und die USA hatten China seit Jahren vorgeworfen, sich mit der Dollar-Bindung des Yuan ungerechtfertigt Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. - Experten sprachen dagegen von einer Geste des guten Willens. China habe derzeit kein Interesse an einer Aufwertung, da die Industriepolitik auf Export ausgerichtet sei.

TEL AVIV: Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel hat Kritik an der Entscheidung Israels geübt, ihm keine Einreise in den Gazastreifen zu ermöglichen. Dies sei ein großer außenpolitischer Fehler, sagte der FDP-Politiker der "Leipziger Volkszeitung ". Niebel wollte an diesem Sonntag in dem von der radikalen Palästinenser-Orgnisation Hamas beherrschten Gazastreifen ein Klärwerk besuchen, das mit deutscher Entwicklungshilfe finanziert wird. Der FDP-Politiker ist auch Vizepräsident der deutsch-israelischen Gesellschaft. Die israelische Regierung mache es ihren Freunden nicht einfach, so Niebel.

BISCHKEK: Die kirgisische Übergangsregierung hat den Ausnahmezustand in der südlichen Stadt Osch bis zum 25. Juni verlängert. Zudem sagte sie dem US-Beauftragten Robert Blake eine Untersuchung der Gewalt zu. Der für Zentralasien zuständige US-Außenamtsvertreter hatte verlangt, dass eine solche Untersuchung auch von einem internationalen Gremium begleitet werden sollte. - In der südkirgisischen Stadt Osch war es vergangene Woche zu schweren ethnisch motivierten Auseinandersetzungen gekommen, bei denen nach Einschätzung von Interimspräsidentin Rosa Otunbajewa bis zu 2000 Menschen getötet wurden. Insgesamt sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation rund eine Million Menschen auf der Flucht.

PEKING: Bei Überschwemmungen in neun südchinesischen Provinzen sind mehr als 130 Menschen ums Leben gekommen. Staatliche Medien berichten, dass fast 90 Menschen noch vermisst würden. Rund 860.000 Bewohner mussten demnach in Sicherheit gebracht werden. Seit einer Woche waren im Süden Chinas so heftige Regenfälle niedergegangen, dass Staudämme brachen und Flüsse über die Ufer traten.

ZUR FUSSBALL-WELTMEISTERSCHAFT: Die Niederlande haben sich bei der FIFA-WM in Südafrika als erstes Team für das Achtelfinale qualifiziert. In Gruppe E schlugen sie Japan mit 1:0. Kamerun unterlag Dänemark mit 1:2 und ist damit vorzeitig gescheitert. In Gruppe D spielte Ghana gegen Australien 1:1 und löste Deutschland als Tabellenführer ab. --- Die Deutschen müssen gegen die Afrikaner am Mittwoch gewinnen, um das Achtelfinale aus eigener Kraft zu erreichen.

KIEL: Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt steht wieder im Zeichen der "Kieler Woche", des wohl weltgrößten Segelereignisses und größten Sommerfestes im Norden Europas. Rund um die Förde werden fast 2.000 Veranstaltungen angeboten. --- Zu den Regatten sind etwa 5.000 Teilnehmer mit 2.000 Booten gemeldet.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselhaft, nur an den Küsten länger sonnig. Südlich der Donau regnerisch. Höchstwerte neun bis 20 Grad Celsius.

Am Morgen meldeten

Hamburg, Dresden und Frankfurt am Main: 12 Grad, bewölkt
Berlin: 13 Grad, wolkig
Köln/Bonn und München: 10 Grad, bedeckt

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