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Nachrichten

Sonntag, 20. Juli 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

SYDNEY: Mit dem größten Gottesdienst in der Geschichte Australiens ist der katholische Weltjugendtag zu Ende gegangen. Vor mehreren hunderttausend Menschen rief Papst Benedikt XVI. in Sydney zu einer Erneuerung von Gesellschaft und Kirche auf. Er forderte eine 'neue Ära', in der Egoismus, Habgier und Oberflächlichkeit durch Solidarität, Respekt und Hoffnung ersetzt würden. - Zu dem fünftägigen Pilgertreffen waren Jugendliche aus aller Welt nach Australien gekommen. Der nächste Weltjugendtag wird 2011 in der spanischen Hauptstadt Madrid stattfinden.

KABUL: Der Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Barack Obama, ist in Afghanistan mit Staatspräsident Hamid Karsai zusammengekommen. Zuvor hatte er sich mit amerikanischen Soldaten getroffen, die ihn über die Sicherheitslage im Land informierten. Obama befindet sich derzeit auf einer mehrtägigen Auslandsreise, mit der er sein außenpolitisches Profil schärfen will.

KABUL: Im Westen Afghanistans sind neun Polizisten bei einem Angriff der internationalen Schutztruppe ISAF getötet worden. Nach Angaben der Behörden sollen sich beide Seiten irrtümlich für Aufständische gehalten haben. Die ISAF habe eine Polizeiwache in der Provinz Farah bombardiert, nachdem Polizisten versehentlich afghanische und ausländische Soldaten attackiert hätten, heißt es. - In der südöstlichen Provinz Paktika wurden bei einem ISAF-Angriff mindestens vier Zivilisten getötet. Wie die Schutztruppe mitteilte, hatten abgefeuerte Granaten ihr eigentliches Ziel um mehr als einen Kilometer verfehlt.

WASHINGTON: Im Konflikt um das Atomprogramm des Iran drängen die USA auf eine klare Antwort aus Teheran. Der Iran müsse sich zwischen Zusammenarbeit und Konfrontation entscheiden, erklärte das Außenministerium in Washington. Zuvor war in Genf eine neue Verhandlungsrunde über das Atomprogramm ohne greifbare Ergebnisse zu Ende gegangen. Der iranische Chefunterhändler Said Dschalili machte in Gesprächen mit Vertretern der Europäischen Union sowie der fünf UN-Vetomächte und Deutschlands deutlich, dass sein Land auf die umstrittene Uran-Anreicherung nicht verzichten wolle. Die EU hat dem Iran eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit in Aussicht gestellt, sollte die Führung in Teheran ihr Atomprogramm aufgeben.

BERLIN: Die Europäische Kommission hat die Kidnapper der drei in der Türkei verschleppten Deutschen eindringlich aufgefordert, die Männer umgehend freizulassen. Unbeteiligte friedliche Bergsteiger seien als Geisel in einem bewaffneten Konflikt genommen worden, sagte Vizepräsident Günter Verheugen. Die verbotene Kurdische Arbeiterpartei PKK schade mit solchen Aktionen lediglich den Interessen des kurdischen Volkes. Gewalt werde den Konflikt mit der Türkei nicht lösen, betonte der deutsche EU-Kommissar. Die aus Bayern stammenden Bergsteiger waren vor eineinhalb Wochen im Grenzgebiet zum Iran am Berg Ararat von einem PKK-Kommando entführt worden.

KÖLN: Innenminister Wolfgang Schäuble fordert eine entschlossenere Bekämpfung von Schleuserbanden. Es sei gewissenlose organisierte Kriminalität, wenn illegale Einwanderer auf eine ungewisse Reise über den Atlantik oder das Mittelmeer nach Europa gelockt würden, sagte Schäuble dem Deutschlandfunk in Köln. Er verteidigte zugleich das Vorgehen der Europäischen Union gegen illegale Einwanderung. Niemand wolle eine Festung Europa, aber die EU könne nicht alle aufnehmen. Umso wichtiger, so der CDU-Minister weiter, seien Entwicklungszusammenarbeit, Fortschritte bei der globalen wirtschaftlichen Entwicklung und der Kampf gegen den Klimawandel.

JERUSALEM: Der britische Premierminister Gordon Brown ist zu seinem ersten Staatsbesuch in Israel eingetroffen. Während seines zweitägigen Aufenthalts will Brown Möglichkeiten ausloten, den Friedensprozess zwischen Israel und den Palästinensern zu beschleunigen. Dazu kommt er an diesem Sonntag zu Gesprächen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zusammen.

KAIRO: Die Arabische Liga hat den Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofes, Luis Moreno Ocampo, dafür kritisiert, dass er Sudans Präsidenten Omar al Baschir wegen Völkermords den Prozess machen will. In der Krise um die sudanesischen Region Darfur müsse die Diplomatie Vorrang haben, erklärten die Außenminister der 22 Mitgliedsstaaten auf einer Sondersitzung in Kairo. Wenn Ocampo einen internationalen Haftbefehl gegen ein amtierendes Staatsoberhaupt beantrage, werde ein gefährlicher Präzedenzfall geschaffen. Nur ein sudanesisches Gericht könne den Präsidenten belangen, betonte die Arabische Liga.

PEKING: In der chinesischen Hauptstadt sind umfassende Verkehrsbeschränkungen in Kraft getreten, mit denen die Behörden eine Verbesserung der Luftqualität während der bevorstehenden Olympischen Spiele erreichen wollen. Je nach ihrem Nummernschild dürfen Fahrzeuge nur noch an Tagen mit geradem oder ungeradem Datum auf die Straßen. Zudem wurden sowohl in Peking als auch in anderen Städten zahlreiche Fabriken geschlossen. Die Maßnahmen gelten für einen Zeitraum von zwei Monaten, der die Olympischen und die darauffolgenden Paralympischen Spiele umfasst.

BOGOTA: Kolumbien und Brasilien wollen im Kampf gegen den Drogenhandel künftig enger zusammenarbeiten. Ein Abkommen sieht eine Kooperation bei Truppenübungen, der Beschaffung von Waffen und beim Austausch von Geheimdienst-Informationen vor. Ziel ist eine bessere Überwachung des brasilianisch-kolumbianischen Grenzgebietes, das als Zufluchtsort von Drogenhändlern gilt.

HAMBURG: Vor der ostfriesischen Insel Borkum in der Nordsee kann mit dem Bau des ersten deutschen Offshore-Windparks begonnen werden. Die zuständigen Behörden in Hamburg erteilten die Baufreigabe für den Testwindpark alpha ventus. Die 180 Millionen teure Anlage soll den jährlichen Strombedarf von 50.000 Haushalten decken können. Der Bund fördert das Projekt mit 50 Millionen Euro. 45 Kilometer nördlich von Borkum werden zunächst sechs Windenergieanlagen errichtet.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Abwechselnd Sonne und Wolken. Im Norden und im Mittelgebirge Schauer, an den Alpen gewittriger Regen. Höchstwerte 16 bis 23 Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: 15 Grad, bewölkt;

Berlin: 16 Grad, stark bewölkt;

Dresden: 17 Grad, leicht bewölkt;

Köln/Bonn: 15 Grad, bedeckt;

Frankfurt am Main: 15 Grad, wolkig und

München: 17 Grad, nach Regen.

Audio und Video zum Thema