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Nachrichten

Sonntag, 20. August 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag.

NEW YORK: UN-Generalsekretär Kofi Annan hat den jüngsten israelischen Militäreinsatz im Libanon als eine Verletzung des von den Vereinten Nationen vermittelten Waffenstillstandes verurteilt. Spezialeinheiten der israelischen Armee hatten mit Unterstützung der Luftwaffe das Büro eines hochrangigen Vertreters der radikal- islamischen Hisbollah-Miliz angegriffen. Die israelische Regierung erklärte, der Einsatz habe der Selbstverteidigung gedient, wie es die UN-Resolution zulasse. Ziel sei gewesen, Waffenlieferungen an die Hisbollah aus Syrien und dem Iran zu unterbinden. Solange die libanesische Armee oder die UN-Truppe im Südlibanon noch nicht aufgestellt seien, würden Waffenlieferungen an die Hisbollah weiterhin mit militärischen Mitteln verhindert.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die geplante deutsche Beteiligung an einem Nahost-Friedenseinsatz verteidigt. Deutschland habe eine historische Verantwortung in der Region, sagte Merkel in einem Zeitungsinterview und führte aus, das Existenzrecht Israels gehöre zur deutschen Staatsräson. Es gehe darum, nicht allein auf die Gefahren zu blicken, sondern die Chance wahrzunehmen, im internationalen Verbund Frieden im Nahen Osten zu schaffen.

BERLIN: Nach der Festnahme eines Terrorverdächtigen in Kiel hat Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble die Sicherheitslage in Deutschland als ungewöhnlich ernst bezeichnet. Zugleich warnte Schäuble vor einer neuen Generation von Terroristen, die in Deutschland heranwachse. Wie viele es davon gebe, sei völlig unklar. Am Sonnabend war in Kiel einer der beiden mutmaßlichen Bombenleger festgenommen worden, die im Hauptbahnhof Köln Kofferbomben in Regionalzüge gelegt hatten. Nur wegen eines handwerklichen Fehlers war es nicht zu einer Explosion der Sprengsätze und damit zu einer Katastrophe mit vielen Toten gekommen.

PARIS: Der Internationale Luftfahrtverband -IATA- will die Regierungen an den Kosten für die zuletzt immer wieder erhöhten Sicherheitsmaßnahmen im Flugverkehr beteiligen. Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA hätten sich für die Fluggesellschaften zusätzliche Kosten in Höhe von mehr als fünf Milliarden Dollar im Jahr ergeben, sagte Generaldirektor Giovanni Bisignani der französischen Zeitung 'Le Monde'. Die meisten Sicherheitsprobleme hingen aber nicht mit dem Luftverkehr zusammen, sagte er. In der IATA sind rund 260 Fluggesellschaften vertreten.

KABUL: Bei Kämpfen mit den Taliban im Süden Afghanistans sind nach Angaben der Nato-geführten Friedenstruppe mindestens 30 Rebellen getötet worden. Afghanische Quellen berichten von mehr als 70 Toten. Die Taliban hätten einen Basar in der Provinz Kandahar angegriffen. - Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ist zu einem Besuch nach Afghanistan aufgebrochen. In Kabul will er sich über die immer schlechter werdende Sicherheitslage, die politische Stablisierung, und den Wiederaufbau informieren. - Nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit ist Afghanistan noch mindestenes 20 Jahre auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen.

TEHERAN: Der Iran hat nochmals bekräftigt, dass die Arbeiten zur Urananreichergung fortgesetzt werden. Ein Stopp des Uran-Programms bedeute eine Rückkehr in die Vergangenheit und stehe nicht auf dem Programm der Islamischen Republik. Das teilte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Hamid Resa Assefi, in Teheran mit. Der UN-Sicherheitsrat hatte in einer Resolution verlangt, dass die politische Führung im Iran die Urananreicherung spätestens am 31. August aussetzt. Die iranische Seite hatte angekündigt, sich bis zum 22. August zu äußern. Sollte der Iran sich über die Forderungen des UN-Sicherheitsrates hinwegsetzen, drohen politische und wirtschaftliche Sanktionen.

SEOUL: Trotz der heftig kritisierten nordkoreanischen Raketentests im vergangenen Monat hat Südkorea dem Nachbarland weitere Nothilfe zugesagt. Das Wiedervereinigungsministerium in Seoul teilte mit, es sollten unter anderem 100.000 Tonnen Reis, 10.000 Erste-Hilfe-Pakete und 80.000 Decken geliefert werden. Das Hilfspaket hat einen Wert von umgerechnet knapp 160 Millionen Euro. Die Lieferungen sollen Ende des Monats beginnen. Die ohnehin schlechte Versorgungslage Nordkoreas war durch verheerende Überschwemmungen im Juli weiter verschärft worden.

HAMBURG: Den Bundesbürgern drohen im kommenden Jahr durch Steuererhöhungen Mehrbelastungen von durchschnittlich 300 Euro pro Kopf. Der Wirtschaftsexperte beim Bundesverband der Verbraucherzentralen, Patrick von Braunmühl, sagte in einem Zeitungsinterview, allein die Erhöhung der Mehrwertsteuer belaste die Haushalte mit mehr als 19 Millionen Euro zusätzlich. Hinzu kämen steigende Kosten für Energie und Lebensmittel, so von Braunmühl.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Ein Mix aus Sonne und Wolken, dabei verbreitet teils kräftige Schauer und Gewitter. Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad Celsius.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 20.08.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/8z65
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