1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Sonntag, 20. April 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PEKING: In mehreren chinesischen Städten sind erneut anti-westliche Proteste aufgeflammt. Die Demonstranten versammelten sich vor Supermärkten der französischen Einzelhandelskette Carrefour und riefen zum Boykott ihrer Waren auf, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Dem Unternehmen wird vorgehalten, es unterstütze die Exil-Tibeter. Protestaktionen gab es den Meldungen zufolge in der alten Kaiserstadt Xi'an, in der ostchinesischen Stadt Jinan sowie in Harbin im Nordosten des Landes. Am Samstag waren ähnliche Demonstrationen bereits aus fünf anderen Städten gemeldet worden. Vereinzelt mussten Polizisten gegen Randalierer vorgehen. Xinhua verbreitete inzwischen Aufrufe zur Mäßigung.

KUALA LUMPUR: Die Olympische Flamme ist in Malaysia eingetroffen. Rund 300 chinesische Studenten waren zugegen, als das Flugzeug mit der Fackel an Bord aus Thailand kommend auf dem Flughafen der Hauptstadt Kuala Lumpur landete. Unter der Bewachung von 1.000 Polizisten entlang einer 16 Kilometer langen Strecke soll dort am Montag der Fackellauf fortgesetzt werden. Berichte über geplante Proteste liegen nach Behördenangaben nicht vor. Der malaysische Außenminister Rais Yatim rief angesichts der bisherigen anti-chinesischen Proteste dazu auf, die Olympischen Spiele nicht zu politisieren. Der Fackellauf in Malaysia dokumentiere zugleich die engen Beziehungen des Landes zu China.

GAZA-STADT: Der Beginn des jüdischen Pessach-Festes ist von einer neuen Welle der Gewalt im Gazastreifen überschattet worden. Die Zahl der Todesopfer nach zwei israelischen Luftangriffen erhöhte sich inzwischen auf sechs. Alle gehörten palästinensischen Angaben zufolge der radikal-islamischen Hamas an. Mit den Attacken reagierte Israel vor allem auf einen schweren Sprengstoffanschlag militanter Palästinenser auf einen Grenzübergang zum Gazastreifen. Dabei wurden nach Armeeangaben 16 Soldaten verletzt. Zudem starben bei der Aktion drei Palästinenser. Das Pessach-Fest erinnert an den Auszug der Juden aus Ägypten.

NEW YORK: Papst Benedikt XVI. hat bei seinem USA-Besuch auf die Gefährdung junger Menschen durch Gewalt, Drogenmissbrauch, Armut und Rassismus hingewiesen. Dadurch könnten die Träume und Sehnsüchte dieser Menschen sehr leicht erschüttert oder zerstört werden, sagte Benedikt bei einem Treffen mit 25.000 Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Nähe von New York. Auch könnten Jugendliche im Namen einer falsch verstandenen Freiheit zu Sucht, moralischer Verwirrung, Verzweiflung und sogar in den Selbstmord getrieben werden. Die USA-Reise des Papstes geht an diesem Sonntag in New York mit einem Gebet am Ground Zero, dem Ort der Terroranschläge vom 11. September 2001, und einer Messe im Yankee-Stadion zu Ende.

DÜSSELDORF: Die Deutsche Post zeigt sich entschlossen, die von der Gewerkschaft Verdi angekündigten Streiks noch abzuwenden. Der Konzern suche das Gespräch mit Verdi, sagte ein Post-Vertreter. Zugleich appellierte er an die Gewerkschaft, den Tarifkonflikt bis zum 2. Mai lösen. Von diesem Tag an sollen die 130.000 Tarifbeschäftigten der Post unbefristet streiken. Noch in diesem Monat dürfte es zudem weitere Warnstreiks geben. Hauptstreitpunkt in dem Tarifkonflikt ist die von der Post geforderte Arbeitszeitverlängerung, die Verdi strikt ablehnt. Außerdem beharrt die Gewerkschaft auf Lohnerhöhungen um sieben Prozent. Der Konzern hatte maximal 5,5 Prozent innerhalb von zwei Jahren angeboten.

MÜNCHEN: Der ehemalige Chef des Siemens-Konzerns, Heinrich von Pierer, hat die gegen ihn erhobenen Schmiergeld-Vorwürfe zurückgewiesen. Entsprechende Anschuldigungen seien falsch, erklärte von Pierer. Zugleich bestätigte er Gespräche mit der Staatsanwaltschaft, die am Montag fortgesetzt würden. Von Pierer hatte sich an die Münchner Staatsanwaltschaft gewandt, nachdem er wegen des Korruptionsskandals bei Siemens immer stärker unter Druck geraten war. Ein Manager des Konzerns hatte ausgesagt, dass von Pierer ihn angehalten habe, fragwürdige Provisionszahlungen für einen Großauftrag in Argentinien vorzunehmen.

ASUNCION: In Paraguay wird an diesem Sonntag ein neuer Präsident gewählt. Die seit 61 Jahren regierende Colorado-Partei muss dabei um ihre Vormachtstellung fürchten. Der frühere katholische Bischof Fernando Lugo lag in jüngsten Umfragen knapp vor der Colorado-Kandidatin, der früheren Bildungsministerin Blanca Ovelar. Amtsinhaber Nicanor Duarte kann nach einer einmaligen fünfjährigen Amtszeit nicht mehr wiedergewählt werden.

BUENOS AIRES: Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner will die Verursacher der heftigen Buschfeuer im Nordwesten von Buenos Aires zur Rechenschaft ziehen. Dies teilte Kirchner mit, nachdem sie die betroffenen Gebiete mit einem Hubschrauber überflogen hatte. Die Regierung verdächtigt Landwirte, tausende Hektar Weideland angezündet zu haben, um fruchtbaren Boden zu gewinnen. Nach Angaben des Innenministeriums wurden bereits zwei mutmaßliche Brandstifter festgenommen. Insgesamt stehen rund 70.000 Hektar Land in Flammen. Dichter Rauch behinderte am Samstag den dritten Tag in Folge den Flug-, Schiffs- und Autoverkehr in der argentinischen Hauptstadt.

MALAGA: Bei einem schweren Busunglück im Süden Spaniens sind neun finnische Urlauber ums Leben gekommen. Mehr als 30 Insassen des Busses wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Wie die Polizei mitteilte, war der Bus nach der Kollision mit einem Geländewagen von der Straße abgekommen. Die Touristen aus Finnland befanden sich auf dem Weg zum Flughafen Malaga, um von dort aus die Heimreise anzutreten.

ZUM FUSSBALL: Der FC Bayern München hat zum 14. Mal den DFB-Pokal gewonnen. Der deutsche Fußball-Rekordchampion setzte sich im Berliner Olympiastadion gegen Borussia Dortmund mit 2:1 nach Verlängerung durch.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vor allem an der Küste und im Süden sonnige Abschnitte. Sonst noch teils dichte Wolkenfelder, aber kaum Regen. Höchstwerte acht bis 16 Grad, bei Sonne örtlich bis 20 Grad.

Audio und Video zum Thema