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Nachrichten

Sonntag, 2. März 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MOSKAU: Bei der russischen Präsidentenwahl haben nach den sibirischen Regionen auch die Wahllokale im europäischen Teil des Landes geöffnet. Landesweit sind rund 110 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, sich unter vier Kandidaten für einen Nachfolger von Wladimir Putin zu entscheiden. Umfragen sagen voraus, dass der vom Kreml favorisierte Vizeregierungschef Dmitri Medwedew bereits im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit der Stimmen erhält. Putin selbst will den Posten des Regierungschefs übernehmen. Oppositionspolitiker bezeichneten die Wahl als Farce.

ERIWAN: Nach den Ausschreitungen in Armenien hat das Parlament der Kaukasusrepublik die Verhängung des Ausnahmezustandes durch den scheidenden Präsidenten Robert Kotscharjan gebilligt. In der Nacht waren bei Auseinandersetzungen zwischen Oppositionsanhängern und der Polizei nach amtlichen Angaben 8 Menschen getötet und mehr als 30 verletzt worden. Die Oppositionellen warfen der Regierung Wahlbetrug vor. Die Behörden stellten den Oppositionsführer und Ex-Präsidenten Ter-Petrosjan in Eriwan unter Hausarrest.

JERUSALEM: Ungeachtet internationaler Appelle zum Gewaltverzicht will Israel seine Offensive gegen militante Palästinenser im Gazastreifen fortsetzen. Ministerpräsident Ehud Olmert sagte bei einer Kabinettssitzung, sein Land habe nicht die Absicht, das Vorgehen gegen "terroristsische Organisation" zu beenden. Die Europäische Union und der Weltsicherheitsrat kritisierten die jüngste Eskalation und riefen beide Seiten auf, die Gewalt zu stoppen. Bei neuen israelischen Angriffen wurden am Sonntag im Gazastreifen fünf Palästinenser getötet. Damit starben seit Beginn der israelischen Offensive in dem Gebiet am Samstag mindestens 66 Palästinenser, etwa die Hälfte davon Zivilisten. Auch zwei israelische Soldaten wurden getötet. Die israelische Offensive ist eine Reaktion auf den anhaltenden Raketenbeschuss durch militante Palästinenser.

ISLAMABAD: Ein Selbstmordattentäter hat sich auf einem Treffen von Stammesführern im Nordwesten Pakistans in die Luft gesprengt und viele Menschen mit in den Tod gerissen. Die Behörden und Mediziner sprachen von mindestens 35 Toten und rund 50 Verletzten. An der Konferenz in Darra Adam Khel in der Nordwestprovinz hatten insgesamt etwa 1.000 Angehörige von fünf Stämmen teilgenommen. Dabei ging es um den Kampf gegen radikal-islamische Extremisten. Der Anschlag war bereits der dritte binnen drei Tagen im unruhigen Nordwesten Pakistans.

BAGDAD: Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist zu einem Staatsbesuch in den Irak gereist. Bei seinem Abflug in Teheran hatte er gesagt, er hoffe auf eine "Verstärkung der brüderlichen Verbindungen" zwischen beiden Ländern. Zugleich wies Ahmadinedschad Vorwürfe der US-Regierung wegen einer iranischen Einmischung im Irak zurück.

BERLIN: SPD-Vize und Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat Berichte über seine angeblich verabredete Kanzler-Kandidatur vehement zurückgewiesen. Die Verabredungen hätten ganz sicher nicht stattgefunden, sagte Steinmeier. Zugleich machte er klar, dass er im Zuge des derzeitigen Richtungsstreits unter den Genossen schwierige Diskussionen über dieses Thema erwarte. Der "Spiegel" hatte berichtet, es bestehe Einvernehmen zwischen Finanzminister Peer Steinbrück und Ex-Vizekanzler Franz Münterfering, wonach Steinmeier und nicht SPD-Chef Kurt Beck Kanzlerkandidat werden soll.

MÜNCHEN: In Bayern finden am heutigen Sonntag Kommunalwahlen statt. Landesweit werden die Gemeinde- und Kreisparlamente neu bestimmt. Fast überall stehen auch die Bürgermeister und Landräte zur Wahl. Die Abstimmung gilt als erster Stimmungstest für die neue CSU-Führung unter Erwin Huber und Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein. Beide hatten im Herbst ihre Ämter angetreten. Bei den letzten Kommunalwahlen im Jahr 2002 hatte die CSU leicht zugelegt und war landesweit auf über 45 Prozent gekommen. Die SPD erreichte 25 Prozent. Drittstärkste Kraft waren vor sechs Jahren mit 15 Prozent die freien Wählergruppen - noch deutlich vor den Grünen, die 5,7 Prozent erhielten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend wechselnd bis stark bewölkt und zeitweise Regen. Nur in Küstennähe und im äußersten Südwesten freundlicher. Temperaturen zwischen sechs und 13 Grad Celsius.

Am Vormittag meldeten bei Regen:

Hamburg: 8 Grad;

Berlin und Dresden: 5 Grad;

Köln/Bonn und

Frankfurt am Main: 11 Grad sowie

München: 10 Grad.

Audio und Video zum Thema