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Nachrichten

Sonntag, 2. August 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TEHERAN: Der frühere iranische Präsident Mohammed Chatami hat den Prozess gegen etwa einhundert Teilnehmer der jüngsten regierungskritischen Proteste verurteilt. Das Verfahren vor dem so genannten Revolutionsgericht in Teheran verstoße gegen Verfassung und Bürgerrechte, ließ der Reformpolitiker durch sein Büro erklären. Es stütze sich auf ungültige Geständnisse und habe zudem nicht öffentlich stattgefunden. Den Angeklagten werden unter anderem Angriffe auf die nationale Sicherheit, Störung der öffentlichen Ordnung und Vandalismus vorgeworfen. Während des Prozesses hatten nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars mehrere Angeklagte die Betrugsvorwürfe zurückgewiesen. Sollten sie von den Richtern dennoch als so genannte "Feinde Gottes", eingestuft werden, droht ihnen mindestens mehrjährige Haft, im schlimmsten Fall sogar die Todesstrafe.

HAVANNA: Kuba wird nach den Worten von Präsident Raul Castro sein kommunistisches System nicht für eine Verbesserung der Beziehungen zu den USA aufgeben. Die Führung in Havanna sei bereit, über alles zu reden. Das politische und soziale System stehe dabei nicht zur Debatte, sagte der Bruder und Nachfolger von Fidel Castro während einer Rede vor der kubanischen Nationalversammlung. Er bezog sich direkt auf US-Außenministerin Hillary Clinton, die wiederholt Veränderungen von Kuba gefordert hatte. Castro räumte allerdings ein, dass sich das Verhältnis zu den Vereinigten Staaten seit dem Amtsantritt von US-Präsident Barack Obama entspannt habe.

CARACAS: Venezuelas Präsident Hugo Chavez hat die umstrittene Schließung von 34 privaten Radiosendern verteidigt. Die Stationen hätten sich außerhalb des Gesetzes bewegt, sagte der linksgerichtete Präsident im staatlichen Fernsehen. Jetzt gehörten die Sender dem Volk. Die Opposition warf der Regierung vor, mit der Schließung der Rundfunkstationen die Meinungsfreiheit weiter einzuschränken. Der Bürgermeister von Caracas, Antonio Ledezma, rief zu Demonstrationen für die Radios auf.

TEL AVIV: Bei einem Angriff auf einen vor allem von Homosexuellen besuchten Nachtclub hat in der israelischen Metropole ein Bewaffneter nach Polizeiangaben mindestens zwei junge Menschen getötet und mehr als zehn verletzt, einige von ihnen schwer. Ein schwarz gekleideter Mann habe vor dem Lokal das Feuer eröffnet, berichten israelische Medien. Tausende Menschen demonstrierten anschließend gegen die Bluttat.

BRÜSSEL: Der neue NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat sich dafür ausgesprochen, die Partnerschaft und Zusammenarbeit des Bündnisses mit islamischen Ländern zu stärken. In einem Interview der 'Deutschen Welle' kündigte Rasmussen dazu konkrete Initiativen an. - In einem Zeitungsinterview sprach sich der ehemalige dänische Ministerpräsident zudem für Verhandlungen mit gemäßigten Taliban-Anführern in Afghanistan aus. - Rasmussen hat am Samstag das Amt des NATO-Generalsekretärs vom Niederländer Jaap de Hoop Scheffer übernommen.

ISLAMABAD: Bei Ausschreitungen in der pakistanischen Provinz Punjab haben radikale Moslems sechs Angehörige der christlichen Minderheit getötet. Wie die Polizei weiter mitteilte, wurden bei den Unruhen in der Stadt Gojra zudem zwei Kirchen zerstört und rund 40 Häuser von Christen in Brand gesetzt. Der für Minderheiten zuständige Punjab-Minister Shahbaz Bhatti sagte, die Moslems in Gojra seien von Extremisten aufgehetzt worden. Anlaß der Ausschreitungen seien haltlose Gerüchte gewesen, Christen hätten den Koran, das heilige Buch der Moslems, entweiht.

PEKING: Nach dem Ausbruch von Lungenpest haben die Behörden im Nordwesten Chinas eine ganze Stadt unter Quarantäne gestellt. In Ziketan, einem Ort mit rund 10.000 Einwohnern, war danach ein Hirte an der hochgefährlichen Infektionskrankheit gestorben. Elf weitere Menschen -zumeist Verwandte des Toten- hätten sich angesteckt, heißt es. Wie lange die Quarantäne dauern soll, ist bislang nicht bekannt. Die Lungenpest verbreitet sich durch Tröpfchen-Infektion. Sie gilt als eine der tödlichsten Krankheiten, die Menschen schon innerhalb von 24 Stunden nach der Infektion sterben lässt.

HAMBURG: Nach der Sperrung kinderpornographischer Internet-Seiten will Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen die Kontrollen ausweiten. Die CDU-Ministerin sagte dem "Hamburger Abendblatt", es gehe ihr vorrangig um den Kampf gegen die Verbreitung von Bildern vergewaltigter Kinder. Danach müsse aber grundsätzlich darüber diskutiert werden, wie Meinungsfreiheit, Demokratie und Menschenwürde im Internet im richtigen Maß gehalten werden könnten. Sonst drohe das Internet ein rechtsfreier Chaosraum zu werden, in dem man hemmungslos mobben, beleidigen und betrügen könne, sagte von der Leyen.

ZUM SPORT: In den Samstagsspielen des Fußball-DFB-Pokals haben die beteiligten acht Bundesliga-Vereine ihre Spiele gegen unterklassige Gegner gewonnen. Hertha BSC Berlin musste für den 3:1-Sieg bei Preußen Münster in die Verlängerung. - Die deutsche 4 x 100 Meter-Lagenstaffel der Frauen holte bei der Schwimm-Weltmeisterschaft in Rom in Europarekordzeit Bronze. Das Quartett um Schwimm-Star Britta Steffen musste sich nur China und Australien geschlagen geben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Westhälfte gewittriger und teilweise ergiebiger Regen. Richtung Osten zunächst noch heiter, später auch hier Schauer und Gewitter. Höchstwerte 26 bis 33 Grad.


Zuletzt meldeten:


Hamburg: 20 Grad, leicht bewölkt;

Berlin und Dresden: 21 Grad, leicht bewölkt;

Köln/Bonn und

Frankfurt am Main: 18 Grad, bedeckt und

München: 22 Grad, leicht bewölkt.

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