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Nachrichten

Sonntag, 2. April 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag.

DRESDEN: Die Hochwasserlage an der Elbe hat sich etwas stabilisiert, bleibt aber angespannt. Vielerorts in Sachsen steigen die Pegel derzeit nur noch sehr langsam oder gar nicht mehr. In etlichen Gebieten herrscht jedoch weiter Katastrophenalarm. Betroffen sind unter anderem Teile Dresdens, die Stadt Meißen und der Landkreis Sächsische Schweiz. Hunderte Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Nach Angaben der Behörden kommt auf Sachsen ein lang gestreckter Hochwasserscheitel zu, der etwa zwei bis drei Tage anhält.

BERLIN: Die Mitglieder der 'Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit' haben sich mit großer Mehrheit für die Fusion mit der Linkspartei ausgesprochen. Wie der WASG-Vorstand in Berlin mitteilte, befürworteten mehr als 78 Prozent den Zusammenschluss. Knapp 20 Prozent votierten mit 'Nein'. An der Urabstimmung hatte sich etwa die Hälfte der rund 12.000 Mitglieder beteiligt. Die Fusion soll 2007 vollzogen werden. Allerdings gibt es Widerstände in einigen Landesverbänden. So will die WASG bei den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern gegen die Linkspartei antreten.

BERLIN: Nach Bekanntwerden der umstrittenen Staatsbürgschaft für den Bau der Ostsee-Pipeline wächst die Kritik an Altkanzler Gerhard Schröder. Politiker von Union, FDP, Grünen und Linkspartei forderten Schröder auf, von seinem Aufsichtsratsposten bei der Pipeline- Betreibergesellschaft zurückzutreten. Am Samstag hatte das Wirtschaftsministerium in Berlin bestätigt, dass die frühere Schröder-Regierung dem russischen Energie-Konzern Gasprom eine Milliarden-Bürgschaft zugesichert hatte. Die Entscheidung fiel im Oktober 2005, also kurz vor dem Regierungswechsel. Schröder hatte von dem Vorgang nach eigenen Worten 'keinerlei Kenntnis'.

BERLIN: Bundesbildungsministerin Annette Schavan hat ein 'Bündnis für Integration' angeregt, um Gewalt an Schulen mit einem hohen Ausländeranteil einzudämmen. Lehrer an so genannten Brennpunkt- Schulen bräuchten künftig stärkere Unterstützung, betonte die CDU- Ministerin. Zugleich verlangte Schavan eine 'neue Pädagogik', die selbstbewusst mit der deutschen Kultur und Identität umgehe. In der Vergangenheit habe Toleranz zu oft Ignoranz bedeutet. Angesichts der Vorfälle an der Berliner Rütli-Hauptschule kündigte Bildungssenator Klaus Böger die Einstellung neuer Lehrer an. Er werde umgehend mindestens 50 Lehrer-Stellen für Schulen an sozialen Brennpunkten ausschreiben, sagte der SPD-Politiker.

BERLIN: Bundespräsident Horst Köhler startet an diesem Sonntag zu einer zehntägigen Reise nach Afrika. Erste Station ist Mosambik, wo unter anderem Gespräche mit Staatspräsident Armando Guebuza und Parlamentsvertretern auf dem Programm stehen. Ein Schwerpunkt soll dabei das Thema Bildung sein, das auch in Mosambik als Schlüssel für die künftige Entwicklung des Landes gilt. Außerdem wird Köhler Madagaskar und Botswana besuchen.

BAGDAD: US-Außenministerin Condoleezza Rice und ihr britischer Kollege Jack Straw sind zu einem unangekündigten Besuch im Irak eingetroffen. Die Minister wollten Regierungschef Ibrahim al Dschaafari und Präsident Dschalal Talabani zu Gesprächen über die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit treffen, so die britische Botschaft in Bagdad. Dschaafari ist aus seiner eigenen Partei, der schiitischen Allianz, mit Rücktrittsforderungen konfrontiert. Der auch für die nächste Regierung als Ministerpräsident designierte Politiker soll den Weg für eine Beteiligung sunnitischer Kräfte frei machen.

BANGKOK: In Thailand ist vorzeitig ein neues Parlament gewählt worden. Nach wochenlangen Protesten gegen Regierungschef Thaksin Shinawatra galt die Abstimmung für den umstrittenen Ministerpräsidenten als Richtungswahl. Die drei bisher im Parlament vertretenen Oppositionsparteien, die Thaksin Korruption und Machtmissbrauch vorwerfen, hatten zum Boykott aufgerufen. Damit ist unklar, ob die Wahl überhaupt ein funktionsfähiges neues Parlament erbringen wird. Vor allem im moslemischen Süden Thailands und in den Städten dürfte die Wahlbeteiligung gering gewesen sein.

PARIS: In Frankreich hat die von Staatspräsident Jacques Chirac angeordnete Entschärfung der Arbeitsmarktreform bislang nicht zu einer Beilegung der Krise geführt. Gewerkschaften und mehrere linke Parteien erklärten, die Arbeitsmarktreform müsse nicht nur in einzelnen Punkten, sondern komplett zurückgenommen werden. Anderenfalls würden die nun seit zwei Monaten andauernden Proteste fortgesetzt. Der französische Premierminister Dominique de Villepin räumte unterdessen Fehler bei der Durchsetzung der Reform ein.

ROM: Katholiken in aller Welt erinnern an diesem Sonntag an den Tod von Papst Johannes Paul dem Zweiten vor einem Jahr. In Rom werden zu einer feierliche Zeremonie auf dem Petersplatz mindestens 120.000 Gläubige erwartet. In vielen anderen Ländern - vor allem auch in der polnischen Heimat von Johannes Paul - finden Gedenkgottesdienste statt.

ZUM SPORT: Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso hat den Großen Preis von Australien gewonnen. Der Renault-Pilot aus Spanien siegte vor dem Finnen Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes. Ralf Schumacher im Toyota wurde Dritter vor Nick Heidfeld im BMW-Sauber. Rekordweltmeister Michael Schumacher prallte mit seinem Ferrari gegen eine Begrenzungsmauer und musste das Rennen in Melbourne vorzeitig beenden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vom Niederrhein breitet sich Regen in Richtung Elbe aus. Sonst anfangs locker bewölkt, später verbreitet Schauer und kurze Gewitter. Die Höchstwerte liegen zwischen acht und 17 Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 7°, wolkig;
Berlin: 8°, fast wolkenlos;
Dresden: 9°, wolkig;
Köln/Bonn: 10°, wolkig;
Frankfurt am Main: 9°, stark bewölkt und
München: 10°, wolkig.

  • Datum 02.04.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/8BmV
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