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Nachrichten

Sonntag, 19. September 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NEW YORK: Ungeachtet der von Gewalttaten mit rund 50 Toten überschatteten Parlamentswahl in Afghanistan hat der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban, Mut und Entschlossenheit der dortigen Wähler gelobt. Der deutsche Außenminister Westerwelle sagte, er habe den Eindruck, dass die Stimmabgabe besser verlaufen sei, als viele befürchtet hätten. Der deutsche Wahlbeobachter Ruttig rechnet allerdings mit einer deutlich geringeren Wahlbeteiligung als noch bei der Präsidentschaftswahl im vergangenen Jahr. Auch das genaue Ausmaß von Fälschung und Betrug sei noch nicht absehbar. Die afghanische Wahlkommission hatte eine Beteiligung von rund 40 Prozent gemeldet und gleichzeitig Unregelmäßigkeiten wie etwa gefälschte Ausweise oder fehlende Wahlunterlagen gemeldet. Ergebnisse sind für Oktober angekündigt.

BAGDAD: Durch zwei nahezu zeitgleiche Terroranschläge sind in der irakischen Hauptstadt mindestens zwölf Menschen getötet worden. Nach Angaben des Innenministeriums in Bagdad wurden rund 50 Personen bei der Explosion zweier mit Sprengstoff beladener Autos verletzt. Wie es weiter hieß, detonierten die Sprengsätze mit wenigen Sekunden Zeitabstand in dem nördlichen Stadtteil El Bunuk und im östlichen Viertel Mansur.

BERLIN: Vor Beginn des Armutsgipfels der Vereinten Nationen hat Bundeskanzlerin Merkel mehr Engagement im Kampf gegen Hunger und Armut gefordert. Es sei zwar eine gute Nachricht, dass die Zahl der Hungernden weltweit im vergangenen Jahr um hundert Millionen gesunken sei, sagte Merkel in ihrer wöchentlichen Videobotschaft. Die Armutsbekämpfung gehe dennoch viel zu langsam voran. An diesem Sonntag reist die Kanzlerin zum UN-Gipfel nach New York. Bei dem dreitägigen Treffen wollen die teilnehmenden Staats- und Regierungschefs eine Zwischenbilanz der vor zehn Jahren vereinbarten Millenniumsziele zur Armutsbekämpfung ziehen.

WASHINGTON: Im Golf von Mexiko hat der britische Ölkonzern BP mit einem letzten Drucktest an seinem mittlerweile abgedichteten defekten Bohrloch begonnen. Bei einem Erfolg könne dieses voraussichtlich schon in Kürze für endgültig versiegelt erklärt werden, hieß es. Techniker hatten zuletzt Schlamm und Zement in die provisorisch verschlossene Ölquelle gepumpt. Die Katastrophe begann am 20. April mit der Explosion der Bohrinsel "Deepwater Horizon". Elf Arbeiter kamen dabei ums Leben. Seither waren geschätzte 660.000 Tonnen Rohöl ins Meer geflossen.

BRATISLAVA: In der Slowakei ist die Volksabstimmung über eine Parlamentsreform an zu geringer Beteiligung gescheitert. An dem Referendum nahmen nach Angaben des staatlichen Statistikamts nur knapp 23 Prozent der gut vier Millionen Stimmberechtigten teil. Für einen Erfolg der Abstimmung wäre eine Beteiligung von mindestens 50 Prozent notwendig gewesen. Bei dem Referendum ging es unter anderem um eine Verkleinerung des Parlaments und eine Abschaffung von Politikerprivilegien.

STOCKHOLM: In Schweden wird ein neues Parlament gewählt. Gut sieben Millionen Menschen sind aufgefordert, über die Verteilung der 349 Sitze im Reichstag zu entscheiden. Umfragen zufolge kann Ministerpräsident Reinfeldt wieder mit einer Mehrheit für seine aus Konservativen, Christdemokraten, Liberalen und Zentrumspartei bestehende Koalition rechnen.

MÜNCHEN: In der bayerischen Landeshauptstadt hat der traditionelle Trachten- und Schützenumzug zum Oktoberfest stattgefunden. Rund 8600 Musikanten, Schützen, Trachtler und Fahnenschwinger aus Deutschland und anderen europäischen Ländern zogen quer durch die Innenstadt zum Festplatz. Am Samstag hatte der Münchner Oberbürgermeister Ude die Wiesn mit dem Anstich des ersten Bierfasses eröffnet. Zum größten Volksfest der Welt werden in diesem Jahr mehr als sechs Millionen Besucher erwartet.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vor allem im Norden häufig Regen. Nach Süden hin freundlicher mit teils längeren sonnigen Abschnitten. Höchsttemperaturen 12 bis 16 Grad. Zuletzt meldeten: Hamburg und Berlin: 10 Grad, wolkig, Dresden: 9 Grad, fast wolkenlos, Köln/Bonn und Frankfurt am Main: 7 Grad, fast wolkenlos und München: 9 Grad, leicht bewölkt.

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