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Nachrichten

Sonntag, 19. März 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag

KERBELA: In der südlich von Bagdad gelegenen Stadt Kerbela sind zehntausende Schiiten zu einer ihrer größten religiösen Feiern zusammengekommen. Die Gläubigen wollen am Montag das Ende der 40-tägigen Trauerzeit begehen, mit der sie in den vergangenen Wochen des Märtyrertods von Imam Hussein im Jahr 680 gedacht hatten. Iman Hussein war der Enkel des Propheten Mohammed. Tausende von Polizisten und Soldaten überwachen den Strom der schiitischen Pilger nach Kerbela. - Seit dem Sprengstoffanschlag auf die Goldene Moschee von Samarra, einem wichtigen schiitischen Heiligtum, ist das Verhältnis zwischen den Religionsgruppen der Schiiten und der Sunniten im Irak äußerst angespannt.

MINSK: In der ehemaligen Sowjetrepublik Weißrussland hat die Präsidentenwahl begonnen. Insgesamt sieben Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, sich für den autoritär regierenden Amtsinhaber Alexander Lukaschenko oder einen seiner drei Herausforderer zu entscheiden. Beobachter rechnen mit einem klaren Sieg von Lukaschenko. Er führt das Land seit zwölf Jahren. Die Behörden haben für den Wahltag sämtliche Versammlungen untersagt und ein hartes Vorgehen gegen Demonstranten angekündigt. Im Wahlkampf waren zahlreiche Lukaschenko-Gegner eingeschüchtert und zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. Die Europäische Union und die USA haben Lukaschenko in der Vergangenheit immer wieder Wahlbetrug vorgeworfen.

PARIS: Nach den neuen Massenprotesten in Frankreich haben Gewerkschaften und Studentenverbände der Regierung ein Ultimatum zum Verzicht auf die geplante Arbeitsmarktreform gestellt. Sollte die Regierung nicht bis Montagabend die Lockerung des Kündigungsschutzes für Berufseinsteiger zurücknehmen, könnte es zu einem Generalstreik kommen, hieß es in Erklärungen. Zuvor waren landesweit rund eine Million Menschen auf die Straße gegangen, um gegen das Vorhaben von Ministerpräsident Dominique de Villepin zu protestieren. Dabei kam es in Paris, Marseille, Rennes und Lille wieder zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei. - Allein in der französischen Hauptstadt wurden mehr als 100 Menschen festgenommen.

KERBELA: In der südlich von Bagdad gelegenen Stadt Kerbela sind zehntausende Schiiten zu einer ihrer größten religiösen Feiern zusammengekommen. Die Gläubigen wollen am Montag das Ende der 40-tägigen Trauerzeit begehen, mit der sie in den vergangenen Wochen des Märtyrertods von Imam Hussein im Jahr 680 gedacht hatten. Iman Hussein war der Enkel des Propheten Mohammed. Tausende von Polizisten und Soldaten überwachen den Strom der schiitischen Pilger nach Kerbela. - Seit dem Sprengstoffanschlag auf die Goldene Moschee von Samarra, einem wichtigen schiitischen Heiligtum, ist das Verhältnis zwischen den Religionsgruppen der Schiiten und der Sunniten im Irak äußerst angespannt.

RAMALLAH: Die radikal-islamische Hamas will an diesem Sonntag Palästinenserpräsident Mahmud Abbas die Liste mit den Ministern für die neue Regierung vorlegen. Ein Sprecher der Organisation zeigte sich zuversichtlich, dass Abbas die Vorschläge akzeptieren werde. Den Angaben zufolge will die Hamas alle Schlüsselpositionen mit eigenen Mitgliedern besetzen. Die USA und Israel haben für diesen Fall damit gedroht, die neue Palästinenser-Regierung zu isolieren. - Die Hamas hatte bei der Parlamentswahl am 25. Januar die absolute Mehrheit gewonnen. Abbas hatte sie daraufhin zur Regierungsbildung aufgefordert.

KINSHASA: Zur Vorbereitung eines EU-Militäreinsatzes in der Demokratischen Republik Kongo reist EU-Außenkommissar Javier Solana an diesem Sonntag nach Kinshasa. Dort will er Kongos Präsidenten Joseph Kabila treffen. Die Vereinten Nationen hatten die EU gebeten, die UN-Mission im Kongo rund um die Wahlen am 18. Juni zu unterstützen. Deutschland und Frankreich sollen je ein Drittel der 1.500 Mann starken Truppe stellen, andere EU-Staaten gemeinsam das übrige Drittel. Für den Einsatz, der nach deutschen Vorstellungen zeitlich und räumlich eng begrenzt sein soll, muss noch ein Mandat des UN-Sicherheitsrats eingeholt werden. - Im Kongo sind für Mitte Juni die ersten freien Wahlen seit dem Ende der belgischen Kolonialherrschafft 1961 geplant.

HANNOVER: Im Tarifkonflikt des Öffentlichen Dienstes droht jetzt auch der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff mit einem Austritt aus der Tarifgemeinschaft der Länder. Dem Magazin 'Focus' sagte der CDU-Politiker, für ein katastrophales Verhandlungsergebnis reiche er seine Hand nicht. Dann müsse Niedersachsen die Tarifgemeinschaft verlassen, wie Hessen und Berlin zuvor schon. Die Länder dürften nicht mehr Geld ausgeben, als sie hätten. Der Gewerkschaft Verdi warf er vor, mit dem Beharren auf einer 38,5 Stunden-Woche für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder den Stellenabbau zu beschleunigen. Auch der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck, SPD, hatte in der letzten Woche damit gedroht, sein Bundesland wolle die Tarifgemeinschaft verlassen.

BERLIN: Angesichts der niedrigen Geburtenrate in Deutschland hat sich Bundespräsident Horst Köhler für eine Verbesserung der Familienförderung ausgesprochen. Es sei richtig und wichtig, dass die Bundesregierung die Familienförderung durchgreifend verbessern wolle, sagte Köhler der 'Bild am Sonntag'. Was Eltern für ihre Kinder leisten würden, nutze der ganzen Gesellschaft. Dafür müsse es einen angemessenen Ausgleich geben.--Die Geburtenrate in Deutschland sank zuletzt auf den niedrigsten Stand seit 1945.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Pläne einiger unions-geführter Länder verteidigt, einbürgerungswillige Ausländer einem Test zu unterziehen. Die mit erheblichen Rechten verbundene Staatsbürgerschaft könne nicht "im Vorbeigehen" erworben werden, betonte die CDU-Chefin. Es sei legitim, dass Einbürgerungswillige Kenntnisse über Deutschland nachweisen müssten. Politiker der SPD wandten sich in scharfer Form gegen die geplanten Einbürgerungstests. Die Grünen sprachen von einem Wahlkampfmanöver der Union.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Nordosten bewölkt, örtlich etwas Regen. Sonst meist heiter und trocken. Tageswerte zwischen drei Grad an der Ostsee und 13 Grad am Oberrhein.

Hamburg: minus 2 Grad, Glatteisregen; Berlin: minus 3 Grad, Schneegriesel; Dresden: minus ein Grad, Nieselregen; Köln/Bonn: minus drei Grad, leicht bewölkt; Frankfurt am Main: minus zwei Grad, dunstig und München: minus drei Grad, dunstig.