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Nachrichten

Sonntag, 19. Juli 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

STUTTGART: Der Betriebsratschef von Porsche, Uwe Hück, hat massiven Widerstand gegen die Übernahme des Unternehmens durch Volkswagen angekündigt. Der "Bild am Sonntag" sagte Hück, die Übernahme würde die 11.000 Arbeitsplätze bei Porsche gefährden. Sie diene einzig dazu, den Traum von VW-Patriarch Ferdinand Piech zu verwirklichen. Hück hatte bis zuletzt an der Seite von Porsche-Chef Wendelin Wiedeking für die Unabhängigkeit des Unternehmens gekämpft. Nach Medienberichten planen der Betriebsrat und die IG-Metall aus Protest Besetzungen der Porsche-Standorte in Stuttgart-Zuffenhausen und Weissach sowie unbefristete Streiks. Diese Aktionen sollen so lange dauern, bis die Eigentümerfamilien Porsche und Piech auf die Forderungen eingehen, die Eigenständigkeit des Sportwagenherstellers zu erhalten. - VW will nach der Übernahme Porsche zur zehnten Marke im Konzern machen.

MAGDEBURG: Einen Tag nach dem Erdrutsch in Nachterstedt im Harzvorland von Sachsen-Anhalt gibt es kein Lebenszeichen von den drei Vermissten. Die Hoffnung, das seit Samstag vermisste Ehepaar und einen weiteren Mann lebend zu finden, ist damit weiter gesunken. Nach Angaben der Polizei sind die Bergungskräfte damit beschäftigt, das Gelände zu sichern, um weitere Erdrutsche zu verhindern. Ein Doppelhaus und Teile eines Mehrfamilienhauses waren in dem Krater des Erdrutsches versunken. Die Bewohner wurden im Schlaf überrascht. Der Erdrutsch ereignete sich an einem Tagebausee des ehemaligen Braunkohleabbau-Gebietes im Harzvorland.

NÜRNBERG: Die CSU hat ihrem Spitzenpersonal einen Denkzettel verpasst. Parteichef Horst Seehofer wurde mit rund 88 Prozent im Amt bestätigt. Im vergangenen Oktober lag sein Ergebnis noch bei über 90 Prozent. Auch Seehofers vier Stellvertreter mussten Stimmverluste in Kauf nehmen. Seehofer schwor die CSU in seiner Rede auf dem Parteitag in Nürnberg auf einen kämpferischen und selbstbewussten Wahlkampf ein. Der CDU sicherte er volle Unterstützung zu.

SAN JOSE: Die Gespräche über eine Beilegung der Staatskrise in Honduras werden an diesem Sonntag fortgesetzt. Beraten wird über einen Sieben-Punkte-Plan, den Costa Ricas Präsident Óscar Arias als zweiten Versuch der Vermittlung vorgelegt hat. Der Vermittlungsplan sieht die Bildung einer Regierung der nationalen Versöhnung unter Präsident Manuel Zelaya vor, der Ende Juni vom Militär gestürzt und außer Landes gebracht worden war. Für Vergehen im Zusammenhang mit der Staatskrise soll es eine Amnestie geben. Außerdem soll Zelaya auf eine weitere Amtszeit verzichten. Zelaya selbst hat Zustimmung zu dieser Lösung signalisiert und sich zur Teilung der Macht mit seinem Kontrahenten Roberto Micheletti bereit erklärt, der nach dem Staatstreich in dem mittelamerikanischen Land als Übergangspräsident eingesetzt worden war.--Zelaya war während seiner Amtszeit zunehmend nach links gerückt und damit in Gegnerschaft zu den Eliten in Honduras geraten.

KABUL: Die radikal-islamischen Taliban haben ein Video mit einem von ihnen in Afghanistan verschleppten US-Soldaten verbreitet. Das US-Militär bestätigte, dass es sich bei dem Mann um einen vermissten Soldaten handelt, und verurteilte die Veröffentlichung des Videos. Dass der Soldat für Propaganda-Zwecke eingesetzt werde, verstoße gegen internationales Recht.--Der Soldat war Ende Juni bei einer Patrouille in der südöstlichen Provinz Paktika verschleppt worden.

JAKARTA: Zwei Tage nach den Terroranschlägen in der indonesischen Hauptstadt geht die Polizei weiter davon aus, dass diese von Mitgliedern der Terrororganisation "Jemaah Islamiyah" verübt wurden. Inzwischen konnte auch einer der beiden mutmaßlichen Selbstmordattentäter identifiziert werden. Die beiden Attentäter hatten sieben Menschen mit in den Tod gerissen. Unter ihnen sind drei Australier, ein Neuseeländer und ein Indonesier.--Die USA haben Indonesien Hilfe bei den Ermittlungen angeboten.

BERLIN: Nach knapp drei Monaten in der Hand somalischer Piraten ist das unter der Flagge von Antigua und Barbuda fahrende deutsche Frachtschiff MS "Victoria" wieder freigegeben worden. Für die Freilassung der elf rumänischen Besatzungsmitglieder hat der Eigentümer ein Lösegeld in Millionenhöhe bezahlt. - Der einer niedersächsischen Reederei gehörende Frachter war am 5. Mai im Golf von Aden aufgebracht worden.

KAPSTADT: 5.000 Wissenschaftler und Ärzte aus aller Welt diskutieren von diesem Sonntag an im südafrikanischen Kapstadt über neue Chancen im Kampf gegen Aids. Die fünfte Konferenz der Internationalen Aids-Gesellschaft beschäftigt sich mit dem aktuellen Stand der Forschung zur Entstehung, Behandlung und Prävention der tödlichen Immunschwächekrankheit. Nach Angaben der Vereinten Nationen leben rund zwei Drittel der weltweit 33 Millionen Aidskranken im Afrika südlich der Sahara. Angesichts des chronischen Mangels an Aids-Medikamenten befürchtet die Organiation Ärzte ohne Grenzen dort eine Katastrophe. In Südafrika sterben täglich rund 1.000 Menschen an der Krankheit.

CAPE CANAVERAL: Zwei Astronauten der US-Raumfähre "Endeavour" haben in einem mehrstündigen Außeneinsatz an der Internationalen Raumstation ISS das japanische Forschungslabor "Kibo" vervollständigt. Mittels eines Roboterarms befestigten sie an dem Labor das letzte Teil, eine vier Tonnen schwere und verandaähnliche Plattform. Künftig sollen in "Kibo" Weltraumexperimente durchgeführt werden.-- Die Astronauten waren am Freitag mit der "Endeavour" an der ISS angedockt. Insgesamt soll ihr Einsatz elf Tage dauern. Derzeit sind auf der ISS 13 Menschen, so viele wie noch nie.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: wechselnd wolkig mit sonnigen Abschnitten, aber auch vermehrt Schauern von Westen und vereinzelt kurze Gewitter - im Süden freundlicher und meist trocken. Höchstwerte 16 bis 22 Grad.



Am Morgen meldeten:


Hamburg: 14 Grad, wolkig;

Berlin: 15 Grad, etwas Regen;

Dresden: 14 Grad, leichter Regen;

Köln/Bonn und Frankfurt am Main: 13 Grad und leichter Regen sowie

München: 12 Grad und wolkig .

Audio und Video zum Thema