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Nachrichten

Sonntag, 19. Februar 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten vom Sonntag.

BERLIN: Die Bundeswehr will dabei helfen, eine Ausbreitung der Vogelgrippe in Deutschland zu verhindern. Wie das Verteidigungsministerium in Berlin mitteilte, soll an diesem Sonntag über den genauen Umfang der Hilfsmaßnahmen entschieden werden. Bereits am Samstag hatte die Bundeswehr einen Voraustrupp auf die Ostseeinsel Rügen geschickt, um die Einsatzmöglichkeiten zu erkunden. Inzwischen wurde bei mehr als 40 auf Rügen verendeten Wildvögeln das gefährliche Virus "H5N1" nachgewiesen. Die Fundorte der infizierten Vögel verteilen sich über die gesamte Insel. - Spezialeinheiten der Bundeswehr sind unter anderem auf die Entgiftung und Desinfektion von Fahrzeugen und Personen spezialisiert. Außerdem könnten Soldaten beim Absperren von Fundorten und der Ausschilderung von Schutzzonen helfen.

NEU DELHI: Erstmals ist höchstwahrscheinlich auch in Indien ein Mensch an der Vogelgrippe gestorben. Wie die Behörden mitteilten, handelt es sich um einen 27-jährigen Geflügelzüchter aus dem Westen des Landes. Die Ergebnisse erster Tests müssten aber noch von einem weiteren Labor überprüft werden. - Auch in der Europäischen Union breitet sich das "H5N1"-Virus weiter aus. In Frankreich wurde der Erreger bei einer Wildente nachgewiesen, die im Departement Ain gefunden worden war.

SEOUL: Zum Auftakt seiner Asien-Reise ist Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier mit Regierungsvertretern in Südkorea zusammengetroffen. Die Führung in Seoul ist besonders interessiert an den Erfahrungen Deuschlands bei der Wiedervereinigung. Diese wird in Südkorea als Modellfall für eine mögliche Wiedervereinigung mit Nordkorea gesehen. Steinmeier besichtigte auch die entmilitarisierte Zone, die die beiden koreanischen Staaten voneinander trennt. - Am Montag fliegt der deutsche Außenminister, der von einer Wirtschaftsdelegation begleitet wird, nach Japan.

MANILA: Zwei Tage nach dem verheerenden Erdrutsch auf der philippinischen Insel Leyte gibt es für die verschütteten Dorfbewohner kaum noch Hoffnung auf Rettung. Die Schlammmassen sind an manchen Stellen bis zu 30 Meter hoch. Nach unterschiedlichen Berichten werden zwischen 1.400 und 3.000 Menschen vermisst. Bei dem Erdrutsch am Freitag wurde das Dorf Guinsaugon völlig zerstört. Nur knapp 60 Einwohner konnten sich vor der Lawine aus Schlamm und Geröll retten.

ISLAMABAD: Vor geplanten neuen Demonstrationen gegen die Mohammed-Karikaturen in Pakistan hat die Polizei zahlreiche Menschen festgenommen. Dies teilte eine islamistische Partei mit, die für diesen Sonntag zu landesweiten Protesten aufgerufen hatte. Nach ihren Angaben wurden mehr als 100 Islamisten festgenommen und einige Mitglieder der Parteiführung unter Hausarrest gestellt. Dennoch werde die in Islamabad vorgesehene Großkundgebung auf jeden Fall stattfinden, hieß es weiter. In der indonesischen Hauptstadt Jakarta demonstrierten rund 400 Menschen vor der US-Botschaft gegen die Karikaturen. Dabei wurden auch Steine auf das Gebäude geworfen. - Am Samstag waren bei Ausschreitungen in Nigeria mindestens 16 Menschen getötet worden.

ISLAMABAD: Pakistan hat erfolgreich eine atomwaffenfähige Boden-Boden-Rakete getestet. Sie ist nach Angaben der pakistanischen Armee in der Lage, Ziele im Umkreis von 200 Kilometern zu erreichen. Die Rakete könne mit nuklearen, aber auch mit anderen Sprengkörpern bestückt werden. Die indische Regierung sei vor dem Test informiert worden. - Die rivalisierenden Atommächte Indien und Pakistan hatten 2004 beschlossen, sich über Raketentests gegenseitig in Kenntnis zu setzen.

BASRA: In der südirakischen Stadt Basra sind - wie erst jetzt bekannt wurde - am Donnerstag zwei mazedonische Mitarbeiter einer deutschen Reinigungsfirma entführt worden. Nach Angaben des mazedonischen Außenministeriums fordern die Geiselnehmer Lösegeld. Laut Berichten aus Skopje ist es bereits das vierte Mal, dass Mitarbeiter der Firma entführt wurden. In den vorangegangenen Fällen habe das deutsche Unternehmen Lösegeld gezahlt.

BERLIN: Die Bundesregierung hält nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel an ihren Plänen zur Einführung eines Kombilohns für so genannte Billig-Jobs fest. In einem Zeitungsinterview sagte sie, es sei besser der Staat zahle einem Langzeitarbeitslosen für eine Stelle auf dem ersten Arbeitmarkt einen Zuschuss als erhebliche Summen fürs Zuhausebleiben. Wegen vieler ungeklärter Fragen könne der Kombilohn allerdings erst 2007 verwirklicht werden.

BERLIN: Die Internationalen Filmfestspiele gehen an diesem Sonntag nach elftägiger Dauer mit einem so genannten Publikumstag zu Ende. In allen Festivalkinos wird noch einmal eine Auswahl der Berlinalefilme gezeigt. Darunter ist auch der Gewinner des 'Goldenen Bären', das Drama 'Grbavica' der bosnischen Regisseurin Jasmila Zbanic. Die Preis war bei einer Gala von der Jury unter Vorsitz der britischen Schauspielerin Charlotte Rampling verliehen worden. Dabei gingen 'Silberne Bären' an die deutschen Schauspieler Jürgen Vogel, Moritz Bleibtreu und Sandra Hüller.

RIO DE JANEIRO: In dem bislang größten Konzert ihrer Bandgeschichte haben die Rolling Stones in Rio de Janeiro vor mehr als 1,2 Millionen Fans gespielt. Der Gratis-Auftritt der Altrocker fand an der Copacabana statt. Knapp 3.300 Polizisten und Feuerwehrleute waren an dem berühmten Strand in der brasilianischen Metropole im Einsatz. - Die Kosten für das Stones-Konzert in Höhe von 4,6 Millionen Dollar übernahmen die Stadt Rio und zwei Mobilfunkunternehmen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend wolkig, örtlich leichter Regen. Vor allem im Süden aber auch sonnige Abschnitte. Tagestemperaturen fünf bis zehn Grad, am Alpenrand bis 14 Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 1 Grad, Nebel;
Berlin: 4 Grad, stark bewölkt;
Dresden: 4 Grad, Regen;
Köln/Bonn: 4 Grad, gering bewölkt;
Frankfurt am Main: 5 Grad, wolkig und
München: 2 Grad, gering bewölkt.

  • Datum 19.02.2006
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