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Nachrichten

Sonntag, 19. August 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien! Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KABUL: Nach der Entführung einer deutschen Entwicklungshelferin in Afghanistan ist eine groß angelegte Suchaktion angelaufen. Nach Erkenntnissen des Innenministeriums in Kabul wurde die 31-Jährige nicht von den radikal-islamischen Taliban verschleppt, sondern von einer kriminellen Bande, die keine politischen Motive verfolgt. Auch die Taliban selbst bestritten, etwas mit der Entführung zu tun zu haben. Die verschleppte Deutsche arbeitete in Kabul als Büroleiterin der christlichen Hilfsorganisation 'ora international'. Das Auswärtige Amt in Berlin erklärte, der Krisenstab sei eingeschaltet und bemühe sich in enger Abstimmung mit den afghanischen Behörden um eine Lösung. - Bereits vor einem Monat waren in Afghanistan zwei Deutsche entführt worden. Einer von ihnen wurde ermordet, das Schicksal des anderen ist ungewiss.

KABUL: Bei einer Bombenexplosion im Süden Afghanistans ist ein Nato-Soldat getötet worden. Das teilte die Internationale Afghanistan-Schutztruppe ISAF mit. Die Nationalität des Getöteten wurde nicht bekannt gegeben.

BAGDAD: In einem nördlichen Vorort der irakischen Hauptstadt Bagdad sind bei einem Granatenangriff mindestens zehn Menschen getötet und etwa 20 verletzt worden. Nach Angaben irakischer Sicherheitskräfte feuerten Aufständische Mörsergranaten auf das hauptsächlich von Schiiten bewohnte Stadtviertel Obaidi. Nach Angaben des Innenministeriums gab es zur Zeit des Angriffs in dem Gebiet Gefechte zwischen US-Soldaten und schiitischen Kämpfern.

ASTANA: In Kasachstan ist die Partei des autoritär regierenden Staatspräsidenten Nursultan Nasarbajew künftig einzige Kraft im Parlament. Nach offiziellen Angaben erzielte seine Partei 'Strahlendes Vaterland' bei der Parlamentswahl am Samstag 88 Prozent der Stimmen. Alle anderen Parteien scheiterten an der Sieben-Prozent-Hürde. Die Opposition will das Wahlergebnis nicht anerkannen. Die Zahlen seien manipuliert, erklärten die beiden größten Oppositionsparteien. Auch Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa äußerten Zweifel. Bei der Wahl seien internationale Standards nicht eingehalten worden.

BANGKOK: Eine deutliche Mehrheit der Thailänder hat sich nach ersten Prognosen für die von der Armeeführung ausgearbeitete neue Verfassung entschieden. Sie soll eine machtvolle Ein-Partei-Regierung wie die des 2006 gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra künftig verhindern. Der nach dem Militärputsch eingesetzte Regierungschef Surayud Chulanont hat Parlamentswahlen noch in diesem Jahr versprochen, sollte die Verfassung angenommen werden. Die Opposition kritisierte indessen, die Verfassung ermögliche es den Militärs, weiter die Machtverhältnisse zu bestimmen.

TOKIO: Nach der Wahlschlappe für die Regierungskoalition bei der Oberhauswahl in Japan will Ministerpräsident Shinzo Abe sein Kabinett weiter umbilden. Abe bestätigte Spekulationen, wonach eine Kabinettsumbildung für Ende August geplant ist. Abe bemüht sich um einen politischen Neuanfang, nachdem mehrere Skandale sein Ansehen beschädigt hatten.

BERLIN: Parteien in Deutschland sollen vom kommenden Jahr an erheblich mehr staatliche Zuschüsse erhalten. Nach Informationen der Zeitung 'Bild am Sonntag' ist geplant, dass die Parteienfinanzierung durch den Staat um 20 Millionen auf insgesamt 153 Millionen Euro pro Jahr aufgestockt wird. Mit dem Geld sollen die sinkenden Einnahmen aus den Mitgliedsbeiträgen der Parteien ausgeglichen werden. Der Bund der Steuerzahler bezeichnete den Plan der großen Koalition als 'kaum zu überbietende Dreistigkeit'.

BERLIN: Trotz steigener Lebensmittel- und Energiepreise hat sich Unions-Fraktionschef Volker Kauder gegen eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes II ausgesprochen. Nicht bei jeder Preisschwankung könne es eine neue Diskussion über die 'Hartz IV'-Regelsätze geben, sagte er dem Nachrichtenmagazin 'Focus'. Mancher Alleinstehende, der jeden Tag zur Arbeit gehe, habe kaum mehr Geld zur Verfügung als ein Langzeitarbeitsloser, betonte Kauder.

BERLIN: Kanzlerin Angela Merkel hat die ehrgeizigen Klimaschutzziele der Bundesregierung verteidigt. Es dürfe nicht jede Umweltschutzmaßnahme reflexartig als Belastung für die Wirtschaft bewertet werden, sagte sie der Zeitung 'Bild am Sonntag'. Nichtstun im Umweltbereich verursache enorme wirtschaftliche Schäden, betonte Merkel. - Der Klimaschutz ist auch zentrales Thema der Kabinettsklausur kommende Woche auf Schloss Meseberg. Dabei soll ein entsprechendes Maßnahmenpaket verabschiedet werden.

KINGSTON/PEKING: Im Südosten Chinas hat der Taifun 'Sepat' das Festland erreicht und fast eine Million Einwohner gezwungen, sich in Sicherheit zu bringen. In den Provinzen Zhejiang und Fujian seien mindestens neun Menschen ums Leben gekommen und viele verletzt worden, hieß es in Meldungen der amtlichen Nachrichtenagenturen. Die chinesischen Meteorologen verkündeten die höchste Alarmstufe. --- In der Karibik wurden durch den Hurrikan 'Dean' mindestens sechs Menschen in den Tod gerissen. Die Regierung Jamaikas leitete Notstandsmaßnahmen ein, in den Touristenregionen Mexikos wurde die Evakuierung der Hotels vorbereitet. Die Raumfähre 'Endeavour' soll wegen des sich nähernden Hurrikans bereits am Dienstag in den USA landen, einen Tag früher als geplant.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Heiter bis wolkig, örtlich Regen. Höchstwerte 19 bis 27 Grad.

Am Mittag meldeten:

Hamburg: 18 Grad, nach Regen;
Berlin: 22 Grad, leicht bewölkt;
Dresden: 24 Grad, leicht bewölkt;
Köln/Bonn: 19 Grad, wolkig;
Frankfurt am Main: 20 Grad, wolkig
und München: 21 Grad, leicht bewölkt.

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