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Nachrichten

Sonntag, 19. April 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Die USA haben ihre Teilnahme an der Anti-Rassismus-Konferenz der Vereinten Nationen in Genf abgesagt. Das Abschlussdokument enthalte weiterhin Passagen, die eine einseitige Verurteilung Israels befürchten ließen, hieß es zur Begründung vom Außenministerium in Washington. Auch Australien sagte ab. Die Europäische Union hält sich einen Boykott des am Montag beginnenden Treffens weiter offen. Eine Entscheidung soll noch an diesem Wochenende fallen. Israel und Kanada hatten ihre Teilnahme bereits vor einiger Zeit abgesagt. Die erste UN-Konferenz zur Bekämpfung von Rassismus war vor acht Jahren im südafrikanischen Durban mit Antisemitismus-Vorwürfen zu Ende gegangen.

BERLIN: Wegen der Wirtschaftskrise gerät jetzt auch der Essener Arcandor-Konzern mit Karstadt und Quelle unter Druck. Geplant sei eine Sanierung, bei der Entlassungen unter den 52.000 Beschäftigten nicht ausgeschlossen werden könnten, sagte der neue Vorstandsvorsitzende Karl-Gerhard Eick der "Bild am Sonntag". Auch Häuser der so genannten Premiumgruppe wie das KaDeWe in Berlin, das Alsterhaus in Hamburg oder der Oberpollinger in München stünden zur Disposition. Ursachen der Finanzprobleme seien die Refinanzierung von Krediten in Höhe von 650 Millionen Euro und mangelnder Profit. - Jüngst hatten bereits die Kaufhaus-Ketten Woolworth, Sinn-Leffers und Wehmeyer Insolvenz angemeldet.

BERLIN: SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier stellt heute vor mehreren tausend in Berlin erwarteten Anhängern das Programm seiner Partei für die Bundestagswahl offiziell vor. Dabei will der Außenminister auch den Anspruch auf die Übernahme der Kanzlerschaft nach der Wahl im September begründen. Der SPD-Parteivorstand hatte das Wahlkonzept am Vortag einstimmig verabschiedet. Demnach wollen die Sozialdemokraten vor allem mit Entlastungen für Geringverdiener und Familien im Wahlkampf punkten. Die Ausgaben für Bildung sollen deutlich erhöht werden. Spitzenverdiener will die SPD stärker belasten. CDU/CSU und auch die FDP hatten daraufhin eventuelle Koalitionen mit den Sozialdemokraten bereits ausgeschlossen.

TREVISO: Die Landwirtschaftsminister der sieben führenden Industriestaaten und Russlands -G8- beraten in Norditalien über einen weiteren Abbau von Handelsschranken. Ein wichtiges Gesprächsthema in Treviso ist bis einschließlich Montag auch, wie die Ernährung vor dem Hintergrund der Finanzkrise durch Steigerung der Produktion weltweit gesichert werden kann. Neben den Agrarministern der G8-Staaten sind auch Vertreter so genannter Schwellenländer wie Brasilien, China, Indien, Südafrika und Mexiko zu den Beratungen eingeladen. Im Januar hatten sich die Teilnehmer eines Agrar-Gipfeltreffens in Berlin für einen besseren Marktzugang sowie den Wegfall von Export-Subventionen eingesetzt.

PORT OF SPAIN: Die USA und Venezuela wollen ihre im vergangenen Jahr abgebrochenen diplomatischen Beziehungen wieder aufnehmen. Venezuelas Präsident Hugo Chavez kündigte an, er werde den früheren Außenminister Roy Chaderton als Botschafter in die USA schicken und so die Beziehungen beider Länder normalisieren. Die USA begrüßten den Vorstoß. Außenministerin Hillary Clinton habe mit Chavez beim Amerika-Gipfel über eine Rückkehr von Venezuelas Botschafter nach Washington und des US-Botschafters nach Caracas gesprochen, hieß es. Das Treffen in Trinidad und Tobago hatte bislang zu einer Annäherung zwischen den USA und den mehrheitlich links regierten Staaten Südamerikas geführt. US-Präsident Barack Obama sprach von einer neuen Partnerschaft.

BUJUMBURA: Nach mehr als 13 Jahren Bürgerkrieg haben die Rebellen der Nationalen Befreiungskräfte -FNL- im ostafrikanischen Burundi die Waffen niedergelegt. Rebellenführer Agathon Rwasa schwor bei einer offiziellen Zeremonie nahe der Hauptstadt Bujumbura vor mehreren tausend seiner Soldaten dem bewaffneten Kampf ab. Anwesend waren auch ausländische Diplomaten sowie Vertreter der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union. Die FNL ist die letzte von sieben Rebellenorganisationen in Burundi, die mit der Regierung Frieden schließt. Für 2010 sind Parlaments- und Präsidentschaftswahlen geplant.

MADRID: Der französischen und spanischen Polizei ist ein weiterer Schlag gegen die baskische Untergrund-Organisation ETA gelungen. Polizisten beider Länder fassten nahe der südfranzösischen Stadt Perpignan den mutmaßlichen Militärchef Jurdan Martitegi zusammen mit zwei Komplizen, wie die Regierung in Madrid mitteilte. Bei einem Einsatz im spanischen Baskenland seien zudem sechs weitere mutmaßliche ETA-Kämpfer festgenommen worden. Seit Jahresbeginn wurden damit in Frankreich und in Spanien bereits jeweils elf Mitglieder der Untergrund-Organisation gefasst. Diese hatte Anschläge auf die künftige baskische Regionalregierung angekündigt, nachdem die seit 29 Jahren regierende Baskisch-Nationalistische Partei Anfang März ihre Mehrheit verloren hatte.

WASHINGTON: Die Polizeibehörden in den USA weiten nach Informationen der 'New York Times' die Speicherung von genetischen Fingerabdrücken massiv aus. Danach werden in den Datenbanken der Ermittler nicht mehr nur die DNA-Muster verurteilter Straftäter gespeichert, sondern zunehmend auch Daten von Unschuldigen. So sei seit April etwa die Bundespolizei FBI dazu übergangen, die Profile von Angeklagten und illegalen Einwanderern zu speichern. Die Behörde verfüge mittlerweile über eine DNA-Datenbank mit 6,7 Millionen Einträgen. Derzeit wachse das Register jährlich um mindestens 80.000. Auch in immer mehr Bundesstaaten setzen danach die Ermittler auf die Massenspeicherung von genetischen Informationen.

ZUR FORMEL 1: Den Großen Preis von China hat nach einem Regenrennen in Schanghai der deutsche Sebastian Vettel vor seinem Red BulI-Teamgefährten Mark Webber aus Australien gewonnen. Dritter wurde der derzeit in der WM-Wertung führende Brite Jenson Button auf Brawn GP.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden durchweg sonnig. In der Mitte und im Süden heiter bis wolkig. Höchstwerte zwischen 15 und 20 Grad, an den Küsten deutlich kühler.


Am Morgen meldeten bei wolkenlosem Himmel:


Hamburg: 5 Grad,

Berlin: 4 Grad;

Dresden und München: 7 Grad;

Frankfurt am Main: 8 Grad und

Köln/Bonn: bei leichter Bewölkung 9 Grad.


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