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Nachrichten

Sonntag, 18. Oktober 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TEHERAN: Bei einem Bombenanschlag im Iran sind nach Meldungen der staatlichen Medien mindestens 20 Menschen getötet worden. In einigen Berichten ist sogar von 60 Getöteten die Rede. Unter den Opfern sollen sich auch ranghohe Offiziere der Revolutionsgarden befinden. Die Tat ereignete sich im unruhigen Südosten des Landes. Genauere Informationen und Erkenntnisse über die Hintergründe liegen noch nicht vor.

FRANKFURT AM MAIN: Zum Abschluss der 61. Frankfurter Buchmesse verleiht der Börsenverein des Deutschen Buchhandels seinen Friedenspreis an den italienischen Germanisten und Schriftsteller Claudio Magris. Der 70-Jährige wird für seine literarischen Bemühungen um das Zusammenleben und Zusammenwirken verschiedener Kulturen in Europa ausgezeichnet. Auf der weltgrößten Bücherschau werden an diesem Sonntag nochmals über 50.000 Besucher erwartet.

BERLIN: Union und FDP setzen ihre Koalitionsverhandlungen in kleiner Runde fort. Verhandelt wird in Berlin vor allem zwischen den drei Parteivorsitzenden Angela Merkel, Horst Seehofer und Guido Westerwelle über Kompromisse zu besonders schwierigen Detailfragen in den Bereichen Gesundheit, Energie und Steuern. Nach Presseinformationen war es am Vorabend zu einem heftigen Streit über die künftige Steuer- und Finanzpolitik gekommen. Dabei hätten sich Niedersachsens CDU-Ministerpräsident Christian Wulff auf der einen sowie FDP-Chef Westerwelle und der CSU-Vorsitzende Seehofer auf der anderen Seite gegenübergestanden.

KÖLN: Der Industriekommissar der Europäischen Union, Günter Verheugen, sieht trotz der Bedenken seiner für den Wettbewerb zuständigen Kollegin Neelie Kroes gute Chancen für den geplanten Verkauf von Opel an den kanadisch-österreichischen Zulieferer Magna. Der Brüsseler Behörde gehe es um eine frühzeitige Klarstellung, damit keine langwierige Prüfung stattfinden müsse, sagte er dem Deutschlandfunk. Es müsse eine Lösung gefunden werden, die wirtschaftlich vernünftig sei. Im Moment, so Verheugen weiter, finde ein gefährlicher politischer Wettbewerb um die meisten Arbeitsplätze zwischen den Mitgliedsländern mit Opel- oder General-Motors-Standorten statt.

ISLAMABAD: Pakistanische Streitkräfte haben sich auch am zweiten Tag ihrer Offensive im Grenzgebiet zu Afghanistan schwere Kämpfe mit den radikal-islamistischen Taliban geliefert. Wie ein Regierungssprecher mitteilte, rückten die Truppen von drei Seiten aus auf Extremisten-Stellungen in Süd-Waziristan vor. Vier Soldaten seien getötet und zwölf weitere verletzt worden. Wie viele Menschen auf Seiten der Taliban ums Leben kamen, ist nicht bekannt. In der Region sind inzwischen mehrere zehntausend Zivilisten auf der Flucht.

MADRID: Hunderttausende haben in der spanischen Hauptstadt gegen die geplante Lockerung des Abtreibungsrechts demonstriert. Es war die größte Protestaktion seit den Demonstrationen gegen den Irak-Krieg. Die Veranstaltung, die auch von der katholischen Kirche unterstützt wurde, stand unter dem Motto "Jedes Leben zählt". Künftig soll ein Abbruch bis zur 14. Schwangerschaftswoche straffrei sein. 16-jährige sollen ohne die Zustimmung der Eltern abtreiben können. - Bislang war ein Schwangerschaftsabbruch nur nach Vergewaltigung, bei Schäden des Fötus oder bei Risiken für die Gesundheit der Mutter möglich.

ROM: In der italienischen Hauptstadt haben zehntausende Menschen gegen Rassismus und die Strafverfolgung illegaler Einwanderer protestiert. Die Demonstranten kritisierten die Verschärfung des Einwanderungsrechts unter Ministerpräsident Silvio Berlusconi. Zu der Demonstration hatten vor allem linke Parteien und Gruppen aufgerufen.

PRISTINA: Mazedonien und das Kosovo haben sich nach monatelangem Streit auf ein Abkommen über den Verlauf der gemeinsamen Grenze geeinigt. Das teilten die Regierungen in Skopje und Pristina mit. Nähere Einzelheiten wurden noch nicht bekannt. Der kosovarische Regierungschef Hashim Thaci erklärte lediglich, der Vertrag berücksichtige die Prinzipien der Souveränität, der territorialen Unabhängigkeit und der friedlichen Beilegung von Meinungsverschiedenheiten. Die Parlamente in Skopje und Pristina ratifizierten die Vereinbarung inzwischen. Damit ist der Weg frei für die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Staaten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend stark bewölkt, dabei etwas Regen. Von der Nordsee bis zum Rheinland zeitweise heiter. Höchstwerte zwischen drei Grad im Südosten Bayerns und zwölf Grad am Niederrhein.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 2 Grad, leicht bewölkt;

Berlin: 5 Grad, wolkig;

Dresden: 4 Grad, regnerisch;

Köln/Bonn: 0 Grad, bedeckt;

Frankfurt am Main: 6 Grad, regnerisch und

München: 3 Grad, regnerisch.

Audio und Video zum Thema