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Nachrichten

Sonntag, 18. November 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 11-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag- als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

HAMBURG: Der Generaldirektor des UN-Umweltprogramms, der deutsche Achim Steiner, sieht die Bundesregierung in einer Schlüsselrolle bei der Klimakonferenz in Bali im Dezember. Deutschland habe sich beim Thema Klimaschutz weltweit viel Respekt erarbeitet, schreibt Steiner in einem Gastbeitrag für die "Bild am Sonntag". Der Abschlussbericht des Weltklimarates mache deutlich, dass gehandelt werden müsse und könne. Voraussetzung für einen Erfolg sei jedoch, dass weltweit gemeinsam gehandelt werde. Im spanischen Valencia hatte der Weltklimarat seinen abschließenden Bericht zum Klimawandel vorgelegt. In dem Dokument wird die zunehmende Erderwärmung als ein eindeutig vom Menschen verursachtes Phänomen beschrieben. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief die Staatengemeinschaft auf, im Kampf gegen die drohende Klimakatastrophe keine Zeit mehr zu verlieren.

BERLIN: Im Tarifstreit zwischen der Bahn und der Lokführergewerkschaft -GDL- ist auch nach den Streiks der vergangenen Tage keine Annäherung in Sicht. Die Lokführergewerkschaft droht weiter mit einem unbefristeten Streik in der neuen Woche, sollte die Bahn nicht bis Montag ein deutlich verbessertes Tarifangebot vorlegen. Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung verursachte allein der 62-Stündige Ausstand im Güterverkehr einen volkswirtschaftlichen Schaden von mehr als 74 Millionen Euro. SPD-Chef Kurt Beck warnte, mit Blick auf die Forderung der GDL nach einem eigenen Tarifvertrag für die Lokführer, vor einer Gefährdung der Tarifautonomie. Wenn für die Mitarbeiter eines Betriebs unterschiedliche Tarifverträge gelten würden, führe das nach seiner Ansicht zu einer großen Unsicherheit, sagte Beck der 'Bild am Sonntag'.

ISLAMABAD: Die USA verstärken ihren Druck auf den pakistanischen Militärmachthaber Pervez Musharraf. US-Vize-Außenminister John Negroponte forderte Musharraf bei einem Gespräch in Islamabad zur Aufhebung des Ausnahmezustands auf. Das Notstandsrecht sei unvereinbar mit freien und fairen Wahlen, wie sie der Staatschef für Anfang Januar angekündigt habe, sagte Negroponte. Außerdem solle Musharraf die Gespräche mit Oppositionsführerin Benazir Bhutto wieder aufnehmen. Das Treffen am Samstag war das erste zwischen einem hochrangigen Vertreter der US-Regierung und Musharraf nach der Verhängung des Ausnahmezustands in dem südasiatischen Land am 03. November. Die 'New York Times' berichtete, die US-Regierung habe Pakistan mit einem Geheimprogramm in Höhe von 100 Millionen Dollar bei der Sicherung seines Atomprogramms unterstützt.

PRISTINA: Im Kosovo hat der frühere Anführer der albanischen Untergrundarmee UCK, Hashim Thaci, seine Partei zum Sieger der Parlamentswahl erklärt. Seine Demokratische Partei, erhielt nach den bislang vorliegenden Ergebnissen 35 Prozent der Stimmen. Die regierende Liga für ein Demokratisches Kosovo von Präsident Fatmir Sejdiu bekam demnach 23 Prozent. Thaci kündigte an, er wolle sich als künftiger Chef einer Koalitionsregierung um eine baldige Unabhängigkeit des Kosovo bemühen. - Die USA haben den friedlichen Verlauf der Parlamentswahlen in der abtrünnigen südserbischen Provinz Kosovo begrüßt und zugleich den Wahlboykott der serbischen Minderheit kritisiert. Außenamtssprecher Sean McCormack sagte in Washington, die USA würden sich weiter für die Rechte und die Sicherheit aller ethnischen Gemeinschaften im Kosovo einsetzen.

RIAD: Mit einer Warnung an die USA hat der venezolanische Präsident Hugo Chávez den dritten Gipfel der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) eröffnet. Sollten die Vereinigten Staaten den Iran oder Venezuela angreifen, könnte der Preis für ein Barrel Öl auf 200 Dollar steigen, sagte Chávez in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad. Der saudische König Abdallah mahnte, Öl dürfe nicht zum Konfliktinstrument gemacht werden. Der Monarch kündigte zugleich die Schaffung eines Umweltfonds an, mit dem auch Studien über den Klimawandel finanziert werden sollen. Die Konferenz in Riad ist das dritte Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs seit Gründung des Ölkartells im Jahr 1960.

DHAKA: In Bangladesch ist die Zahl der Todesopfer nach dem Wirbelsturm "Sidr" auf über 2.000 gestiegen. Die Behörden und Hilfsorganisationen fürchten allerdings, dass sich die Zahl noch weiter erhöht. Helfer versuchen, zehntausende Überlebende mit Lebensmitteln und Medikamenten zu versorgen. Auch zwei Tage nach dem Unwetter konnten viele betroffene Regionen von den Rettungsmannschaften noch nicht erreicht werden. Die USA haben zur Unterstützung zwei Schiffe mit Hilfsgütern in die Region entsandt. Die Bundesregierung hatte am Samstag ihre Soforthilfe für Bangladesch auf 500.000 Euro aufgestockt. Mit dem Geld sollen Lebensmittel, Medikamente und Notunterkünfte bereitgestellt werden.

TOKIO: Japan hat nach über 40 Jahren das Moratorium zur Jagd auf Buckelwale beendet. Eine japanische Walfangflotte brach in die Antarktis auf, um dort 50 Buckelwale, 50 Finnwale und mehr als 800 Zwergwale zu erlegen. Das bestätigte das Fischereiministerium in Tokio. Die Jagd auf die Buckelwale ist die erste seit Inkrafttreten des Walfangmoratoriums von 1963. Japan nutzt eine Ausnahmebestimmung, die eine begrenzte Jagd der Meeressäuger zu wissenschaftlichen Zwecken erlaubt. Greenpeace kritisierte das Vorgehen und kündigte eine Kampagne gegen die Jagd an.

BERLIN: Mit Kranzniederlegungen wird am heutigen Volkstrauertag in Deutschland an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft erinnert. Zu der traditionellen Gedenkzeremonie in der Neuen Wache in Berlin-Mitte wird unter anderen Bundespräsident Horst Köhler erwartet. Am Nachmittag ist eine Gedenkstunde im Bundestag geplant. Am Volkstrauertag wird der Toten beider Weltkriege und der Opfer des Nationalsozialismus gedacht.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten neblig trüb mit Regen oder Schnee. Im Westen im Tagesverlauf zunehmend heiter und sonnig. Höchstwerte minus ein bis plus acht Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: plus 5 Grad, leichter Regen;
Berlin: plus 6 Grad, dunstig;
Dresden: plus 3 Grad, Nebel;
Frankfurt am Main: plus 1 Grad, Nebel;
Köln/Bonn: plus 2 Grad, dunstig und
München: minus 1 Grad, dunstig.

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