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Nachrichten

Sonntag, 18. Juli 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

HAMBURG: In der Hansestadt läuft der mit Spannung erwartete Volksentscheid über die Zukunft der dortigen Schulen. Die rund 1,3 Millionen Wahlberechtigten können darüber abstimmen, ob es vom kommenden Jahr an Primarschulen geben soll, in denen die Kinder von der ersten bis zur sechsten Klasse gemeinsam lernen. Eine entsprechende Reform des Hamburger Schulsystem war von der schwarz-grünen Koalition in der Bürgerschaft beschlossen worden. Die Gegner des Vorhabens um die Initiative "Wir wollen lernen" möchten dagegen die vierjährige Grundschule erhalten. Beobachter rechnen mit einem äußerst knappen Ausgang des Referendums. Nach Medienberichten wird noch vor Schließung der Wahllokale Hamburgs Erster Bürgermeister von Beust seinen Rücktritt erklären. Laut "Hamburger Abendblatt" hat der 55-Jährige private Gründe für den geplanten Amtsverzicht. Von Beust gilt seit längerem als amtsmüde. Er wäre der sechste Regierungschef eines CDU-geführten Bundeslandes, der innerhalb eines Jahres zurücktritt.

ASTANA: Bundeskanzlerin Merkel ist nach ihrem Besuch in China nach Kasachstan weitergereist. Das zentralasiatische Land ist die letzte Station ihrer fünftägigen Asienreise. In der Hauptstadt Astana trifft die deutsche Regierungschefin zu Gesprächen mit Ministerpräsident Massimow und Staatschef Nasarbajew zusammen. Dabei geht es unter anderem die Lage im benachbarten Kirgistan nach den blutigen Unruhen im Juni. Später nimmt Merkel an einem Wirtschaftsforum teil. Kasachstan ist ein wichtiger Erdöllieferant Deutschlands. Das Land hat derzeit den Vorsitz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa -OSZE- inne.

BERLIN: Der SPD-Vorsitzende Gabriel hat sich dagegen ausgesprochen, aus der Bundeswehr eine reine Freiwilligenarmee zu machen. Er sei kein Anhänger einer Abschaffung der Wehrpflicht, sagte Gabriel der Online-Ausgabe des "Hamburger Abendblatts". Die Bundeswehr sei auch deshalb eine demokratische Armee geworden, weil sie ihren Führungsnachwuchs aus der Breite der Gesellschaft gewonnen habe. Der SPD-Chef plädierte zugleich für eine Stärkung der "freiwilligen Elemente" in der Armee. Dadurch bekäme die Bundeswehr die qualifizierten Soldaten, die sie benötige. Bundesaußenminister Westerwelle hatte vor kurzem ein baldiges Ende der Wehrpflicht gefordert und erklärt, er halte die Umwandlung in eine Freiwilligenarmee noch in der laufenden Legislaturperiode für möglich.

RAMALLAH: Unmittelbar vor einem Besuch im von Israel abgeriegelten Gazastreifen hat die Außenbeauftragte der Europäischen Union, Ashton, auf eine vollständige Öffnung der Grenzen gedrängt. Die Übergänge müssten sowohl für die Bevölkerung als auch für Konsumgüter in beide Richtungen passierbar sein, sagte sie nach einem Treffen mit dem palästinensischen Ministerpräsidenten Fajad in Ramallah. Ashton deutete an, dass die Europäer bei der Abwicklung des Grenzverkehrs behilflich sein könnten. Palästinenser-Präsident Abbas hat unterdessen von den USA vorgeschlagene direkte Friedensverhandlungen mit Israel zum jetzigen Zeitpunkt abgelehnt. Zu Vorbedingungen machte er eine unabhängige Grenzüberwachung eines künftigen Palästinenserstaates sowie einen Landtausch für israelische Siedlungen im Westjordanland.

WASHINGTON: Im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko kann auch drei Monate nach Ausbruch der Umweltkatastrophe noch keine Entwarnung gegeben werden. Der britische Energiekonzern BP, der für die Ölpest verantwortlich ist, betonte, die neue Abdichtkappe über dem defekten Bohrloch müsse in Tests für weitere 24 Stunden überprüft werden. Endgültig gestoppt werde der Ölfluss erst durch Entlastungsbohrungen am Förderschacht und eine Versiegelung der Quelle mit Zement.--Bislang strömten Schätzungen der Internationalen Energieagentur zufolge mindestens 2,3 Millionen Barrel Öl ins Meer. Die durch den Untergang einer von BP betriebenen Förderplattform verursachte Ölpest ist die bislang mit Abstand größte Umweltkatastrophe in der US-Geschichte.

BAGDAD: Bei einem Selbstmordanschlag auf sunnitische Sicherheitskräfte sind in der Nähe der irakischen Hauptstadt mindestens 39 Menschen getötet worden. Das bestätigte die Polizei in Bagdad. Nach ihren Angaben sprengte sich der Attentäter inmitten der Sicherheitskräfte in die Luft, als diese gerade auf ihre Bezahlung warteten.--Der Irak befindet sich derzeit in einer politischen Sackgasse. Seit den Wahlen im März ist es nicht gelungen, eine Regierung zu bilden. Radikale Gruppen versuchen, das Land mit Anschlägen zu destabilisieren.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten und Süden zum Teil noch dichtere Wolken, örtlich auch etwas Regen. Sonst überwiegend sonnig und trocken. Die Höchstwerte erreichen 20 bis 29 Grad Celsius.

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