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Nachrichten

Sonntag, 18. Februar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag

JERUSALEM: Israel und die USA wollen auch mit der künftigen Palästinenser-Regierung nur dann verhandeln, wenn diese das Existenzrecht Israels anerkennt. Die radikal-islamische Hamas müsse zudem der Gewalt abschwören und die Friedensverträge der Vergangenheit akzeptieren, sagte die israelische Außenministerin Zipi Livni nach einem Treffen mit ihrer US-Kollegin Condoleezza Rice in Jerusalem. An diesem Sonntag will Rice zu getrennten Gesprächen mit Israels Regierungschef Ehud Olmert und Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas zusammenkommen. Für Montag ist dann ein Dreier-Gipfel geplant. Mit konkreten Vereinbarungen werde allerdings nicht gerechnet, hieß es von amerikanischer Seite.

WASHINGTON: Im Streit über die Irak-Politik von Präsident George W. Bush haben die US-Demokraten eine Niederlage hinnehmen müssen. Der Senat lehnte abermals eine Debatte über eine Resolution ab, in der die geplante Aufstockung der US-Truppen im Irak kritisiert wird. Lediglich 56 Senatoren stimmten dafür, sich mit dem Thema zu befassen. Erforderlich wären mindestens 60 Stimmen gewesen. Das US-Repräsentantenhaus hatte die von den Demokraten eingebrachte Resolution am Freitag gebilligt.

SACRAMENTO: Ein US-Soldat ist von einem Militärgericht in Camp Pendleton im Bundesstaat Kalifornien wegen der Tötung eines irakischen Zivilisten zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Der 22-jährige Hauptgefreite Robert Pennington hatte sich der Entführung und Verschwörung schuldig bekannt. Dafür wurden die Anklagepunkte Mord, Diebstahl und Hausfriedensbruch fallen gelassen. Pennington und seine Einheit hatten im vergangenen April nach eigenen Aussagen den Iraker auf der Suche nach einem Attentäter versehentlich verschleppt und getötet. Als ihnen ihr Irrtum aufgefallen sei, hätten sie versucht, die Tat zu vertuschen. Vier weitere Angeklagte waren zuvor zu Haftstrafen zwischen zwölf und 21 Monaten verurteilt worden.

KABUL: Im Südosten Afghanistans ist ein Hubschrauber der US-geführten Koalitionstruppe abgestürzt. Nach amerikanischen Militär-Angaben führte ein Triebwerksschaden zu dem Absturz. Ob es Todesopfer gab, ist noch unklar.

BERLIN: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier beginnt an diesem Sonntag einen mehrtägigen Besuch im südlichen Kaukasus. Zunächst wird er in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku erwartet, um über eine Weiterentwicklung der Nachbarschaftspolitik der Europäischen Union zu sprechen. Aserbaidschan ist zudem wegen seiner Öl- und Erdgasvorräte für Deutschland interessant, das nach Möglichkeiten sucht, die Abhängigkeit von russischen Energielieferungen zu verringern. Weitere Stationen sind Georgien und Armenien.

BERLIN: Angesichts des Klimawandels hat der Direktor des UN- Umweltprogramms, Achim Steiner, eine Extra-Steuer auf Flugtickets gefordert. Dann hätte der Urlauber nicht mehr die Illusion, dass ein Flug nach Mallorca tatsächlich nur 19 Euro koste, sagte er der 'Bild am Sonntag'. Auch Benzin sei noch zu billig, betonte Steiner. Zugleich warnte er vor den dramatischen Folgen der Erderwärmung und Millionen von 'Klima-Flüchtlingen'. Ein Ansteigen des Meeresspiegels um nur einen halben Meter könne dazu führen, dass beispielsweise in Bangladesch bis zu 30 Millionen Menschen keinen Platz mehr zum Leben hätten.

BERLIN: Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee will die Kraftfahrzeugsteuer radikal umgestalten. In einem Beitrag für die "Süddeutsche Zeitung" schlägt er vor, als Berechnungsgrundlage den Schadstoff-Ausstoß insgesamt heranzuziehen, statt wie bisher vor allem den Hubraum und den Kohlendioxid-Ausstoß. Zusätzlich plädiert der Minister für die Einführung unterschiedlicher Emissionsklassen. Für besonders saubere Autos könne es Freibeträge, für ältere Fahrzeuge hingegen höhere Sätze geben. Autofahren müsse aber dennoch bezahlbar bleiben. - Überlegungen für ein Rauchverbot am Steuer erteilte Tiefensee eine Absage. Es gebe keine Hinweise darauf, dass die Verkehrssicherheit durch Rauchen am Steuer beeinflusst wäre, sagte der SPD-Politiker.

BERLIN: Bundessozialminister Franz Müntefering hat Hoffnungen auf eine Rentenerhöhung in diesem Jahr gedämpft. Entsprechende Erwartungen bezeichnete der SPD-Politiker als verfrüht. Sollte eine Rentenerhöhung möglich sein, würde die Bundesregierung diese jedoch auch beschließen, sagte Müntefering. In den vergangenen Jahren hatten die rund 20 Millionen Rentner und Rentnerinnen in Deutschland drei Nullrunden in Folge hinnehmen müssen.

BERLIN: Der Goldene Bär der 57. Berlinale geht an den Film "Tuyas Ehe" des chinesischen Regisseurs Wang Quanan. Der Streifen schildert den schweren Alltag einer nach Selbstständigkeit strebenden Frau in der Inneren Mongolei. Als beste Darstellerin wurde die Schauspielerin Nina Hoss mit einem Silbernen Bären für ihre Titelrolle in der deutschen Produktion "Yella" von Regisseur Christian Petzold ausgezeichnet. Silberne Bären für die darstellerische Leistung gingen zudem an den Argentinier Julio Chávez in dem Film 'Der Andere' und das Schauspielerensemble in Robert de Niros Film "Der gute Hirte". Der israelische Regisseur Joseph Cedar erhielt den Silbernen Bären für die beste Regie beim Film 'Beaufort'.

ZUM SPORT: In der Fußball-Bundesliga hat Tabellenführer Schalke 04 die Chance verpasst, seine Spitzenposition zu festigen. Die Schalker kamen beim VfL Wolfsburg nicht über ein 2:2 hinaus. Einen herben Rückschlag erlitt Werder Bremen durch eine 0:2-Heimpleite gegen den Hamburger SV. Außerdem spielten am Samstag: Aachen - München 1:0, Dortmund - Mönchengladbach 1:0, Leverkusen - Hannover 0:1 und Berlin - Mainz 1:2. - An diesem Sonntag trifft Bielefeld auf Bochum; Nürnberg tritt gegen Cottbus an.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vielfach sonnig und trocken. Im Tagesverlauf vom Norddeutschen Tiefland bis zur Eifel dichtere Wolken. Höchstwerte sieben bis zehn Grad, im Westen bis 15 Grad.

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