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Nachrichten

Sonntag, 18. April 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

FRANKFURT AM MAIN: Nach den Sperrungen im europäischen Luftraum zeichnet sich keine Wiederaufnahme des regulären Flugbetriebes ab. Als Reaktion auf die riesige Aschewolke aus Island wurden Airports in weiten Teilen Frankreichs und Italiens bereits bis Montag geschlossen. Großbritannien verhängte ein Flugverbot bis Sonntagabend. Auch die Deutsche Flugsicherung verlängerte immer wieder die Sperrung des Luftraums, jetzt zunächst bis 20 Uhr. Meteorologen rechnen aufgrund der stabilen Wetterlage nicht damit, dass die durch den Vulkan Eyjafjallajökull ausgestoßene Aschewolke rasch ihre Position verändern wird. Außerdem bläst der Vulkan weiter Asche in die Luft. Bei den Fluggesellschaften wächst der Unmut über die Schließung des Luftraumes. Die Lufthansa ließ erklären, Testflüge bis in 8.000 Meter Höhe hätten zu keinerlei Schäden an den Maschinen geführt. Auch die niederländische KLM sprach von Testflügen ohne Probleme. Beide Airlines kritisierten, der Luftraum-Schließung lägen nur Daten einer Computersimulation zugrunde. Notwendig seien verlässliche Messungen.

KRAKAU: Der bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommene polnische Präsident Lech Kaczynski und seine Frau Maria werden an diesem Sonntag in Krakau beigesetzt. Das Präsidentenpaar findet seine letzte Ruhe auf dem Burgberg Wawel. Der Burgberg ist die traditionelle Grabstätte der polnischen Könige und damit eines der wichtigsten nationalen Symbole des Landes. Wegen der Flugverbote über Europa haben viele hochrangige Gäste ihre Teilnahme an dem Staatsbegräbnis abgesagt, darunter US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel, die in Italien festsaß. Bundespräsident Horst Köhler und Außenminister Guido Westerwelle reisten per Hubschrauber an.

BERLIN: Im Vorfeld der ISAF-Operation in Afghanistan, bei der am Donnerstag vier Bundeswehrsoldaten getötet wurden, hat es Differenzen zwischen der deutschen Einsatzleitung im Norden des Landes und dem US-geführten Hauptquartier in Kabul gegeben. Das Verteidigungsministerium bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Bild am Sonntag". Danach hatte der Kommandeur der deutschen Truppen, Brigadegeneral Frank Leidenberger, schwere Bedenken gegen den Einsatz. Er zweifelte an der Zuverlässigkeit der verbündeten afghanischen Armee und verwies darauf, dass seine Truppe erst vor kurzem komplett ausgetauscht worden sei.

BERLIN: Unter den Ausländergruppen in Deutschland haben die Türken nach einer Studie des Bundes die größten Integrationsprobleme. Polen, Griechen, Italienern und auch den Migranten aus dem früheren Jugoslawien falle es hingegen erheblich leichter, sich in die deutsche Gesellschaft und den Arbeitsmarkt einzufügen, zitiert die Zeitung "Welt am Sonntag" aus einer Untersuchung, die im Auftrag des Innenministeriums vorgenommen wurde. Weiter heißt es, jeder fünfte Türke spreche nur mangelhaft oder gar nicht Deutsch. Der Großteil der 6,8 Millionen Ausländer in Deutschland sei allerdings überraschend gut integriert.

HAMBURG: Deutschland benötigt für das Hilfspaket an das hochverschuldete Griechenland nach Einschätzung von Finanzminister Wolfgang Schäuble keinen Nachtragshaushalt. Das Paket werde aus Krediten der KfW-Förderbank bestehen und vom Bund garantiert, sagte Schäuble dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Kritik, die Sparauflagen der EU für Griechenland seien zu hart, wies er zurück. Wer über seine Verhältnisse lebe und dann sanieren müsse, bezahle dafür einen Preis, so der CDU-Politiker. Das sei auch in Irland und in Estland nicht anders gewesen. - Schäuble bekräftigte seinen Vorschlag, hochverschuldete Länder notfalls aus der Währungsunion auszuschließen.

HANNOVER: Mit Italien als Partnerland wird an diesem Sonntag die größte Industrieschau der Welt, die "Hannover Messe" eröffnet. Schwerpunkte sollen in diesem Jahr Energieeffizienz und nachhaltige Innovationen sein.

FORMEL-1: Der britische Weltmeister Jenson Button auf McLaren-Mercedes hat den Großen Preis von China gewonnen. Sein Kollege Lewis Hamilton sorgte als Zweiter bei dem Regenrennen in Shanghai für einen erneuten Doppelsieg des Teams. Auf Rang drei fuhr der Deutsche Nico Rosberg im Mercedes.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nochmals fast überall sonnig und trocken. Nur im Süden vereinzelt Schauer. Maximal 14 bis 20 Grad.

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