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Nachrichten

Sonntag, 17. September 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag

ROM: Nach Drohungen gegen den Papst verstärkt der Vatikan seine Sicherheitsmaßnahmen. Beim Angelusgebet Benedikts des Sechzehnten an diesem Sonntag werde es schärfere Kontrollen geben, meldet das italienische Fernsehen. Zuvor hatten mutmaßliche Islamisten aus dem Irak und Somalia mit Angriffen auf den Vatikan gedroht. Angesichts der Empörung in der islamischen Welt über die Papst-Äußerungen bemüht sich der Vatikan um Entspannung. In einer Erklärung bedauert der Papst zutiefst, dass einige Passagen seiner Rede in Regensburg die Gefühle von Muslimen verletzt haben könnten. Das Mohammed- kritische Zitat sei so interpretiert worden, wie es nicht der Absicht des Papstes entspreche. Benedikt sei es um eine Zurückweisung jeglicher religiös motivierter Gewalt gegangen. Zugleich betonte der Vatikan die Wertschätzung des Papstes für den Islam.

BERLIN: In den Bundesländern Berlin und Mecklenburg-Vorpommern werden an diesem Sonntag die Landesparlamente neu gewählt. Die Wahlen gelten als erster Stimmungstest nach der Sommerpause. Insgesamt rund 3,9 Millionen Menschen entscheiden über die Zukunft der beiden einzigen rot-roten Landesregierungen aus SPD und Linkspartei. Mit dem amtlichen Endergebnis wird am späten Abend oder erst in der Nacht gerechnet. In Berlin hat der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit von der SPD beste Aussichten, wiedergewählt zu werden. In Mecklenburg Vorpommern liefern sich SPD und CDU ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Position der stärksten Partei.

BERLIN: Bundestagspräsident Norbert Lammert rechnet schon bald mit einer Verlängerung der Legislaturperiode auf fünf Jahre. Lammert sagte dem Deutschlandfunk, er erkenne in den Fraktionsführungen stärker als früher eine Neigung, eine Vereinbarung herbeizuführen. Der CDU-Politiker verwies zugleich darauf, dass inzwischen die meisten anderen Parlamente in den Bundesländern oder in Europa auf fünf Jahre gewählt würden. Er riet der großen Koalition allerdings davon ab, eine solche Verfassungsänderung gegen den Widerstand der Opposition zu beschließen.

STOCKHOLM: In Schweden wird ein neues Parlament gewählt. Nach jüngsten Umfragen liegt die bürgerliche Opposition knapp vor der sozialdemokratischen Regierung von Ministerpräsident Göran Persson. Im Zentrum des Wahlkampfes standen die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und die Zukunft des Sozialstaates. Regierungschef Persson will den Sozialstaat weiter ausbauen. Sein Herausforderer Fredrik Reinfeldt mit seiner aus vier Parteien bestehenden Mitte-Rechts-Allianz hat hingegen angekündigt, mit Steuersenkungen und Einschnitten bei den Leistungen für Arbeitslose den Arbeitsmarkt ankurbeln zu wollen.

RAMALLAH: Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas hat seine Verhandlungen mit der radikal-islamischen Hamas über die Bildung einer Regierung unterbrochen. Grund sei, dass sich die Hamas weiterhin weigere, die bisherigen Friedensabkommen mit Israel anzuerkennen, teilte ein Sprecher von Abbas mit. Von einer Regierung der nationalen Einheit aus Hamas und der gemäßigten Fatah von Abbas erhoffen sich die Palästinenser ein Ende der internationalen Sanktionen, die nach der Regierungsübernahme der Hamas vor sechs Monaten verhängt wurden.

KABUL: US-geführten Koalitionstruppen haben im Südosten Afghanistans eine neue Offensive gegen die radikalislamischen Taliban eingeleitet. An dem Einsatz sind rund 3.000 Soldaten der Koalitionsstreitkräfte und 4.000 afghanische Soldaten beteiligt. Mit der Offensive in fünf Provinzen solle der Druck auf die zuletzt wieder erstarkte Taliban erhöht werden, teilten US-Militärs mit. Derweil dauert die Anfang diesen Monats begonnene Großoffensive der Nato-geführten Isaf-Schutztruppe in der südlichen Provinz Kandahar an. Dort sind rund 10.000 Soldaten gegen die Taliban im Einsatz.

BANGKOK: Bei einer Serie von Bombenanschlägen sind im Süden Thailands mindestens vier Menschen getötet worden, darunter auch ein kanadischer Tourist. Nach Angaben der Behörden wurden mehr als 60 Menschen verletzt. Die fünf Bomben explodierten demnach fast zeitgleich in einem Kneipenviertel und in Kaufhäusern der Stadt Hat Yai. Dort hat es in der Vergangenheit immer wieder Bombenanschläge gegeben, weil viele Regierungsbehörden ihren Sitz in der Stadt haben.

MEXIKO-STADT: Der unterlegene mexikanische Präsidentschaftskandidat Andres Lopez Obrador ist von seinen Anhängern zum Gegenpräsidenten ausgerufen worden. Dazu versammelten sich am Nationalfeiertag nach Schätzungen mehr als 750.000 Menschen im Zentrum von Mexiko-Stadt. Sie stimmten per Handzeichen für den Linkspolitiker. Bei der Massenkundgebung sprach die Opposition dem konservativen Wahlsieger Felipe Caldéron nochmals die Legitimation ab. - Calderon hatte die Wahl am 2. Juli mit knapper Mehrheit gewonnen. Sein von der Opposition angefochtener Sieg wurde vom obersten Wahlgericht bestätigt.

TOKIO: Mit heftigen Regenfällen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometern hat Taifun 'Shanshan' im Süden Japans Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. Dabei kamen mindestens drei Menschen ums Leben. Der Hurrikan "Lane" traf unterdessen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern auf die mexikanische Pazifikküste. Der Sturm wurde von heftigen Regenfällen begleitet und trieb meterhohe Wellen gegen die Küsten des Staates Sinaloa im Nordwesten Mexikos. Der Hurrikan verlor inzwischen an Wucht und wurde zu einem Tropensturm heruntergestuft.

ZUM FUSSBALL: Nürnberg hat mit einem 1:1 gegen Bochum die Tabellenführung der 1. Bundesliga vorerst verteidigt. Bayern München musste mit 1:2 in Bielefeld die erste Niederlage der Saison hinnehmen. -

Die übrigen Ergebnisse vom Samstag: Bremen - Stuttgart 2:3; Dortmund - Hamburg 1:0; Aachen - Mönchengladbach 4:2 und Cottbus - Mainz 2:0.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vom Emsland über den Harz bis zum Erzgebirge vereinzelt etwas Regen. Nördlich und südlich dieser Linie sonnig, in Bayern am Abend Regen. Höchsttemperaturen 23 bis 28 Grad Celsius.

Zuletzt meldeten bei zumeist leicht bewölktem Himmel:

Hamburg: 17°; Berlin und Köln/Bonn: 16°; Dresden: 20°; Frankfurt am Main: 15° und München: 12°.

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