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Nachrichten

Sonntag, 17. Oktober 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

STUTTGART: Im Streit um das Bahn-Großprojekt "Stuttgart 21" häuft sich die Kritik an den bisherigen Entscheidungsprozessen. Der als Schlichter eingesetzte CDU-Politiker Geißler sagte, staatliche Entscheidungen bei derartigen Großprojekten ohne ausreichende Beteiligung der Bürger gehörten dem vorherigen Jahrhundert an. Der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Friedrich, schloss sich der Kritik an. FDP-Chef Westerwelle warnte dagegen wegen des öffentlichen Widerstandes gegen den neuen Stuttgarter Bahnhof vor einer "Nichts-geht-mehr-Republik". Grünen-Fraktionschef Trittin kündigte an, seine Partei werde sich für einen Baustopp einsetzen, falls die Schlichtung scheitere.

PARIS: Die Deutsche Bahn hat ihren ICE-Hochgeschwindigkeitszug für künftige Tunneldurchfahrten unter dem Ärmelkanal zwischen Frankreich und Großbritannien getestet. Die Evakuierungsübung mit 300 Freiwilligen sei sehr gut verlaufen, hieß es anschließend von der Betreibergesellschaft Eurotunnel. Der Test war notwendig, damit künftig auch die von Siemens gebauten ICE 3-Züge durch die Röhre rollen können. Eurostar hatte angekündigt, einen Auftrag für neue Züge im Wert von rund 600 Millionen Euro an Siemens vergeben zu wollen. Bislang fahren nur TGV-Züge des französischen Konkurrenten Alstom durch den Tunnel. Alstom hatte gegen die Auftragsvergabe protestiert.

GAZA-STADT: Durch einen israelischen Angriff sind im Norden des Gazastreifens nach übereinstimmenden Angaben mindestens ein Mann getötet und zwei weitere Personen verwundet worden. Wie es heißt, soll es sich um militante Kämpfer der Gruppe "Islamischer Dschihad" handeln, die einen Raketenabschuss auf israelisches Gelände vorbereitet hätten. - Unterdessen ist ein für die kommende Woche in Paris geplantes Nahost-Gipfeltreffen von Israelis, Palästinensern und Ägypten nach israelischen Angaben verschoben worden.

PEKING: Die Zahl der Toten durch das Grubenunglück in der zentralchinesischen Provinz Henan hat sich auf mindestens 26 erhöht. Die Rettungsmannschaften suchen nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua weiterhin nach elf eingeschlossenen Bergleuten. Dichter Kohlenstaub und eine hohe Gas-Konzentration erschwerten dabei die Arbeit im Schacht, heißt es. Rund 240 Männer hatten sich bereits unmittelbar nach der Explosion in dem Kohlebergwerk bei Yuzhou retten können. Chiles Staatschef Pinera bot nach der spektakulären Bergung von 33 Landsleuten aus einer Mine in der Atacama-Wüste Hilfe bei der Rettung an.

NEU-DELHI: Durch eine Massenpanik vor einem Hindu-Tempel sind im Osten Indiens mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Weitere 15 Personen seien bei dem Unglück im Bundesstaat Bihar verletzt worden, teilte die Polizei mit. Zu dem alljährlichen Hindu-Fest mit ritueller Opferung waren an dem Tempel rund 200 Kilometer von der Hauptstadt Patna Zehntausende zusammengekommen. Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich demnach rund 40.000 Menschen auf dem Gelände.

SEOUL: Somalische Piraten haben vor der Küste Kenias einen südkoreanischen Fisch-Trawler mit 43 Mann Besatzung gekapert. Das bestätigt das Außenministerium in Seoul. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap meldet, das Schiff, die "Keummi 305", habe seit einem Monat nach Krabben gefischt, bevor es überfallen worden und in eine der Hochburgen der Piraten gebracht worden sei.

MANILA: Die Philippinen bereiten sich auf einen voraussichtlich extrem starken Taifun vor. Die Behörden riefen die Bevölkerung in 19 Provinzen im Norden des Landes auf, sich in Sicherheit zu bringen. Der Wirbelsturm "Megi" rase mit einer Geschwindigkeit von annähernd 200 Kilometern pro Stunde auf die Küste zu. Der Taifun wird danach am Montagmorgen Ortszeit in der Region Cagayan erwartet.

LONDON: Zwei ranghohen Funktionären des Fußball-Weltverbandes -FIFA- werden wegen der Vergabe des WM-Turniers im Jahre 2018 schwere Bestechungsvorwürfe gemacht. Nach einem Bericht der britischen Zeitung "Sunday Times" sollen die Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees aus Nigeria und Ozeanien vor verdeckt ermittelnden Reportern des Blattes angeboten haben, gegen Zahlung von bis zu 1,6 Millionen Euro für ein gewünschtes Land zu stimmen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vor allem im Süden bewölkt und regnerisch, weiter im Norden dagegen auch heitere Abschnitte möglich.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 3 Grad, fast wolkenlos;

Berlin: 5 Grad, stark bewölkt;

Dresden: 5 Grad, wolkig;

Köln/Bonn: 6 Grad, bedeckt;

Frankfurt am Main: 6 Grad, stark bewölkt sowie

München: 5 Grad, dunstig.

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