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Nachrichten

Sonntag, 17. Mai 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WOLFSBURG: Der Automobil-Hersteller Volkswagen hat die Fusionsgespräche mit seinem Großaktionär Porsche unterbrochen. Ein für Montag angesetztes Treffen sei abgesagt worden, teilte eine VW-Sprecherin in Wolfsburg mit. Das Unternehmen schließe sich der Auffassung des Betriebsrats an, dass es derzeit keine Atmosphäre für konstruktive Gespräche gebe. - Die Eigentümerfamilien von Porsche hatten Anfang Mai ein Zusammengehen von VW mit dem Sportwagenhersteller beschlossen. Porsche hat sich beim Versuch, Volkswagen zu übernehmen, hoch verschuldet.

COLOMBO: Alle Zivilisten, die im Nordosten Sri Lankas in den von der Armee umstellten letzten Rückzugsgebieten der tamilischen Rebellen festsaßen, sollen inzwischen die Region verlassen haben. Rund 50.000 Menschen sei die Flucht gelungen, teilte ein Militärsprecher in Colombo mit. Unabhängige Berichte aus dem Gebiet gibt es nicht. Trotz des von Staatspräsident Mahinda Rajapakse am Samstag verkündeten militärischen Sieges über die 'Befreiungstiger von Tamil Eelam' gehen die Kämpfe offenbar weiter. Die Armee teilte mit, Soldaten hätten 70 Rebellen getötet, die versucht hätten, die Streitkräfte anzugreifen.

RANGUN: Die inhaftierte birmanische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi will in dem an diesem Montag beginnenden neuen Prozess gegen sie ihre Unschuld beteuern. Das teilte der Anwalt der Friedensnobelpreisträgerin nach einem Treffen mit seiner Mandantin im Insein-Gefängnis mit. Die Militärjunta wirft Suu Kyi einen Bruch des Hausarrests vor. Hintergrund ist ein mysteriöser Besuch eines US-Bürgers in Suu Kyis abgesperrtem Haus in Rangun. Suu Kyi hat 13 der vergangenen 19 Jahre in Haft oder Hausarrest verbracht. Nun drohen der 63-Jährigen bis zu fünf weitere Jahre in Haft.

NEU DELHI: Nach dem Sieg der Kongress-Partei bei der Parlamentswahl in Indien sind führende Parteivertreter zu Beratungen über die Bildung einer neuen Regierung zusammengekommen. Nach Angaben der Wahlkommission haben der Kongress und seine Verbündeten bis zu 260 der 543 Parlamentssitze gewonnen. Die Kongress-Partei allein erzielte mit 200 Sitzen ihr bestes Ergebnis seit fast 20 Jahren. Um die zur absoluten Mehrheit fehlenden Mandate zu erreichen, soll mit kleineren und regionalen Parteien verhandelt werden.

KUWAIT-STADT: Im Parlament von Kuwait werden künftig erstmals in der Geschichte des Öl-Emirats Frauen vertreten sein. Nach offiziellen Angaben setzten sich bei der vorgezogenen Parlamentswahl am Samstag vier Kandidatinnen durch. Frauen haben in Kuwait erst seit vier Jahren das aktive und passive Wahlrecht. - Die vorgezogene Wahl war notwendig geworden, nachdem der Emir, Scheich Sabah al Ahmed al Sabah, das 50-köpfige Parlament nach einer Regierungskrise aufgelöst hatte.

VILNIUS: Die Bürger in Litauen sind zur Wahl eines neuen Präsidenten aufgerufen. Die Abstimmung in der baltischen Republik steht ganz im Zeichen der Wirtschafts- und Finanzkrise, die das Land besonders hart getroffen hat. Nicht zuletzt deshalb gilt die parteilose bisherige EU-Haushaltskommissarin Dalia Grybauskaite als Favoritin um die Nachfolge von Präsident Valdas Adamkus, der nach zwei Amtsperioden abtreten muss.

HANNOVER: Der Bundesparteitag der FDP geht an diesem Sonntag mit der Verabschiedung des Programms zur Bundestagswahl zu Ende. Im Mittelpunkt des Programms steht die Forderung nach einer schnellen und radikalen Steuerreform. Nach dem Willen der FDP sollen Bürger und Unternehmen um etwa 35 Milliarden Euro entlastet werden. Das Konzept sieht nach Einkommen gestaffelte pauschale Steuersätze von 10, 25 und 35 Prozent vor.

BERLIN: In der unionsinternen Debatte über Steuererleichterungen nach der Bundestagswahl hat der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer seine Forderung nach schnellen Maßnahmen relativiert. Im Deutschlandfunk sagte der CSU-Vorsitzende, er möchte, was den Zeitpunkt für Steuersenkungen angehe, weniger über Jahre reden. Wichtig sei vielmehr, dass es zunächst in Deutschland wieder Wachstum gebe. - Auch Bundeswirtschaftsminister Karl Theodor zu Guttenberg, CSU, lehnte es in der "Welt am Sonntag" ab, sich auf einen Zeitplan für Steuersenkungen festzulegen.

BERLIN: Der Metro-Konzern will nach Informationen der Zeitung "Bild am Sonntag" die 121 Karstadt-Warenhäuser des angeschlagenen Konkurrenten Arcandor übernehmen und mit seinen Kaufhof-Häusern zusammenlegen. Diese Bereitschaft habe Metro-Chef Eckhard Cordes Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg in einem Brief mitgeteilt, so das Blatt. - Arcandor will Staatsbürgschaften zur Absicherung von Krediten beantragen. Metro sieht sich durch eine solche Unterstützung des Konkurrenten benachteiligt.

FRANKFURT AM MAIN: Der Einstieg des Staates bei der Commerzbank ist perfekt. Nach zweitägiger Debatte und teils harscher Kritik stimmten die Aktionäre am Samstag auf der Hauptversammlung einer milliardenschweren Kapitalspritze des Bundes zu. Im Gegenzug für die finanzielle Unterstützung erhält der Staat 25 Prozent der Anteile plus eine Aktie. Damit gehen künftig keine weitreichenden Entscheidungen des Commerzbank-Vorstands mehr an der Bundesregierung vorbei. Die zweitgrößte deutsche Bank war durch die Finanzkrise und die Übernahme der Dresdner Bank in Schwierigkeiten geraten.

MOSKAU: Der norwegische Sänger und Geiger Alexander Rybak hat mit dem Lied "Fairytales" mit großem Vorsprung den diesjährigen Eurovision Song Contest in Moskau gewonnen. Die Plätze zwei und drei des europäischen Schlagerwettbewerbs gingen an Island und Aserbaidschan, Das deutsche Duo "Alex Swings Oscar Sings" landete mit "Miss Kiss Kiss Bang" auf dem 20. Platz unter 25 Teilnehmern.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nach Osten und Süden hin sonnig oder locker bewölkt. Im Nordwesten wolkiger, vor allem vom Rheinland bis Schleswig-Holstein Schauer und Gewitter. Tagestemperaturen im Nordwesten 16 bis 22, sonst 22 bis 28 Grad Celsius.

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