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Nachrichten

Sonntag, 17. Januar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ISLAMABAD: Bei einem Angriff einer US-Drohne sind in der pakistanischen Region Süd-Waziristan bis zu 15 Menschen getötet worden. Nach pakistanischen Angaben galt der Angriff einem Gebäude im Gebiet von Shaktoi, das von ausländischen Kämpfern genutzt worden sei, die mit dem Terrornetzwerk El Kaida zusammenarbeiteten. Der Angriff war bereits der zehnte dieser Art seit Jahresbeginn in der Region. Erst am Donnerstag hatte ein Drohnen-Angriff Talibanführer Hakimullah Mehsud gegolten. Die radikal-islamischen Taliban bestritten, dass Mehsud dabei getötet worden sei. - Während die US-Regierung in den Angriffen mit unbemannten Flugkörpern eine wirksame Waffe im Kampf gegen den Terrorismus sieht, stellen sie für Pakistan eine Verletzung der nationalen Souveränität dar.

KIEW: In der Ukraine hat die Präsidentenwahl begonnen. Fünf Jahre nach der Orangenen Revolution bewerben sich 18 Kandidaten um die Nachfolge von Amtsinhaber Viktor Juschtschenko, der wegen enttäuschter Reformhoffnungen keine Chancen auf eine Wiederwahl hat. Als Favoriten gelten der pro-russische Oppositionsführer Viktor Janukowitsch und Regierungschefin Julia Timoschenko. Es gilt als unwahrscheinlich, dass einer der Bewerber bereits im ersten Wahlgang die erforderliche absolute Mehrheit erreicht. Deshalb ist für den 7. Februar eine Stichwahl angesetzt. In dem nach Russland zweitgrößten Flächenstaat Europas sind rund 36 Millionen Menschen wahlberechtigt.

SANTIAGO DE CHILE: Die Chilenen entscheiden an diesem Sonntag in einer Stichwahl über ihren neuen Präsidenten. Es wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet. Der rechtsgerichtete Multimillionär Sebastián Piñera kann nach letzten Umfragen mit einem knappen Vorsprung rechnen. Er tritt gegen den Christdemokraten Eduardo Frei an, der für das regierende Mitte-Links-Bündnis kandidiert. Frei war bereits von 1994 bis 2000 Staatspräsident. Die in der Bevölkerung äußerst beliebte Präsidentin Michelle Bachelet darf gemäß Verfassung nicht unmittelbar für eine zweite Amtszeit antreten.--Chile gilt als eine der stabilsten Demokratien Lateinamerikas. Allerdings herrscht auch zwei Jahrzehnte nach dem Ende der Pinochet-Diktatur eine tiefe Kluft zwischen Arm und Reich.

PORT-AU-PRINCE: US-Außenministerin Hillary Clinton hat bei einem Kurzbesuch in Haiti den Überlebenden des verheerenden Erdbebens die Solidarität der USA zugesichert. Gemeinsam werde man daran arbeiten, dass das Land nach der Katastrophe gestärkt dastehe, sagte Clinton nach einem Gespräch mit Haitis Präsident René Préval. Die Vereinten Nationen erklärten, das Beben sei die schlimmste Katastrophe in ihrer Geschichte. Die logistischen Probleme seien größer als die nach dem Tsunami in Asien im Jahre 2004. Die haitianische Regierung befürchtet mindestens 100.000 Todesopfer. Unterdessen laufen die Rettungsbemühungen noch immer nur schleppend. Vor allem die Verteilung von Trinkwasser und Lebensmitteln kommt wegen blockierter Straßen nur langsam voran. Am Montag beginnt in der Dominikanischen Republik eine internationale Konferenz zum Wiederaufbau Haitis, an der auch Vertreter der EU, der USA und lateinamerikanischer Staaten teilnehmen.

MADRID: Die Zahl der afrikanischen Bootsflüchtlinge in Spanien ist im vergangenen Jahr stark zurückgegangen. Wie Innenminister Alfredo Rubalcaba mitteilte, gelangten 2009 rund 7300 illegale Zuwanderer mit Booten auf spanisches Territorium, 46 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Auf den Kanarischen Inseln sank der Zustrom den Angaben nach sogar um 75 Prozent. Rubalcaba führte den Rückgang neben der Wirtschaftskrise vor allem auf die verstärkte Überwachung der Seegebiete und die bessere Zusammenarbeit Spaniens mit den Ländern Westafrikas zurück.

BAGDAD: Ein Gericht im Irak hat einem Medienbericht zufolge den als "Chemie-Ali" bekannt gewordenen Cousin des früheren Machthabers Saddam Hussein zum Tode durch Erhängen verurteilt. Die Todesstrafe gegen Ali Hassan el Madschid sei mit dessen Beteiligung am Massaker in der kurdischen Ortschaft Halabdscha begründet worden, meldete das irakische Staatsfernsehen. In Halabdscha waren im Jahre 1988 bei einem Giftgasangriff rund 5000 Menschen getötet worden. - Madschid war bereits mehrfach wegen Verbrechen während der Amtszeit Saddam Husseins verurteilt worden.

SANAA: Die schiitischen Rebellen im Norden Jemens haben jegliche Verantwortung für die fünf seit Juni verschleppten deutschen Geiseln von sich gewiesen. Vielmehr trage die jemenitische Regierung die volle Verantwortung, hieß es in einer im Internet verbreiteten Erklärung der Aufständischen. Auch wurden Medienberichte dementiert, nach denen die Rebellen Verhandlungen mit den Behörden zur Freilassung der sächsischen Familie führen. Jemens Regierung hatte anlässlich des Besuchs von Bundesaußenminister Guido Westerwelle mitgeteilt, die Geiseln befänden sich in Saada, der Hochburg der schiitischen Rebellen im Norden des Landes. Zudem habe sie Kontakt mit den Entführern aufgenommen. In deren Hand ist auch noch ein britischer Ingenieur.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen geht der Schneefall in Regen über. Sonst verbreitet Schnee oder Schneeregen. Höchstwerte zwischen minus zwei Grad im Osten und plus sechs Grad im Breisgau.

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