1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Sonntag, 16. August 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

RANGUN: Der in Birma inhaftierte US-Bürger John Yettaw ist freigelassen worden. Dies teilten Behördenvertreter in Rangun mit. Demnach hat Yettaw das Land an Bord einer US-Militärmaschine bereits verlassen. Begleitet wird er von US-Senator Jim Webb, der in Gesprächen mit der birmanischen Militärjunta die Freilassung erwirkt hatte. Yettaw, ein Mormonenpriester, war am Dienstag wegen seines unerlaubten Eindringens in das Haus von Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi zu sieben Jahren Haft und Zwangsarbeit verurteilt worden. Die Tat hatte die Junta zum Anlass genommen, auch Suu Kyi vor Gericht zu stellen und ihren Hausarrest um 18 Monate und damit bis nach der für 2010 versprochenen Parlamentswahl zu verlängern.

KANDAHAR: Erstmals haben die radikalislamischen Taliban damit gedroht, bei der Präsidentenwahl in Afghanistan am kommenden Donnerstag Wahllokale direkt anzugreifen. Dies geht aus im Süden des Landes verteilten Flugblättern hervor. Ein Taliban-Sprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, falls Bürger vor oder in den Wahllokalen verletzt würden, seien sie dafür selbst verantwortlich, weil die Taliban sie gewarnt hätten. Unterdessen kam es am nordafghanischen Bundeswehr-Standort Kundus zu weiteren Feuergefechten zwischen afghanischen Sicherheitskräften und Aufständischen. Dabei wurde ein Soldat getötet. Nach Auskunft eines Bundeswehr-Sprechers waren deutsche Soldaten an den Kämpfen nicht beteiligt.

BERLIN: Die Deutsche Welthungerhilfe übt scharfe Kritik an der Afghanistan-Strategie der Bundesregierung. Die so genannte zivil-militärische Zusammenarbeit der Bundeswehr sei ein "Sündenfall", schreibt Welthungerhilfe-Vorstandschef Wolfgang Jamann in einem Gastbeitrag für die "Bild am Sonntag". Oppositionelle Kämpfer griffen auch Entwicklungshelfer an, obwohl diese politisch neutral und nur der humanitären Hilfe verpflichtet seien. Jamann macht damit die deutsche Militärstrategie verantwortlich für die Gefährdung von Entwicklungshelfern. Als Konsequenz verlangt er daher eine strikte Trennung von Militäreinsätzen und Entwicklungshilfe. - Für Hilfsorganisationen in Afghanistan ist nach Angaben der Welthungerhilfe der Juli mit fünf Toten und 23 sogenannten Sicherheitsvorfällen der schlimmste Monat dieses Jahres gewesen.

BERLIN: SPD-Parteichef Franz Müntefering hat Bundeskanzlerin Angela Merkel scharf angegriffen und ihr Gleichgültigkeit gegenüber den Arbeitslosen in Deutschland vorgeworfen. In der "Bild am Sonntag" sagte er, die CDU-Chefin interessiere sich vor allem für die eigene Karriere. Müntefering kritisierte im Rahmen des Wahlkampfes die Union -aber auch die FDP-, weil beide sich weigerten, ein Konzept für die Schaffung von Arbeitsplätzen vorzulegen.

MÜNCHEN: Wenige Wochen vor der Bundestagswahl fehlen in etlichen deutschen Großstädten noch tausende freiwillige Wahlhelfer. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus". So fehlten zum Beispiel in Nürnberg noch fast die Hälfte der eingeplanten 3100 Kräfte. Mitarbeiter von Wahlämtern berichten nach Angaben des Magazins über ein erlahmendes Interesse an dem Ehrenamt, das mit mindestens 21 Euro vergolten wird. Theoretisch wären Zwangsverpflichtungen möglich. Die Wahlämter stützten sich aber lieber auf Karteien von Freiwilligen, die schon seit Jahren helfen.

VALETTA: Vor der Küste Maltas hat die Marine 115 afrikanische Flüchtlinge aus einem sinkenden Boot gerettet und an Land gebracht. Die Flüchtlinge kommen nach eigenen Angaben aus Somalia und traten wahrscheinlich von Libyen aus die gefährliche Flucht auf dem Seeweg nach Europa an, wie ein Behördensprecher mitteilte. - Am Mittwoch hatte die italienische Küstenwache ein Flüchtlingsboot auf dem Weg nach Malta abgefangen und zurück nach Libyen gelotst.

KUWAIT-STADT: Mindestens 41 Frauen und Kinder sind bei einem Brand während einer Hochzeitsfeier in Kuwait ums Leben gekommen. Mehr als 75 Menschen erlitten Verletzungen, wie die Behörden mitteilten. Weil viele in einem kritischen Zustand sind, wird mit einer noch steigenden Opferzahl gerechnet. Das Feuer brach in einem Festzelt aus, wo Frauen und Kinder entsprechend der kuwaitischen Tradition getrennt von den Männern feierten. Die Brandursache ist bislang nicht bekannt. Zu dem Unglück kam es in der westlich von Kuwait-City gelegenen Stadt Dschahra.

SAN FRANCISCO: Die verheerenden Waldbrände in Kalifornien bleiben außer Kontrolle. Starke Winde und das schwierige Gelände würden die Löscharbeiten weiter beeinträchtigen, teilten die Behörden des US-Bundesstaates mit. Ein Brand im Umland der Stadt Santa Cruz zwang bereits mehr als 2000 Menschen zur Flucht aus ihren Häusern. Zwei Gebäude wurden zerstört, weitere 250 sind von den Feuern bedroht. Mehr als 2700 Hektar Vegetation wurden bereits ein Raub der Flammen. Gouverneur Arnold Schwarzenegger machte sich am Samstag ein Bild von den Löscharbeiten und versprach rasche Hilfe. Ein weiterer Brand wütet im Naturpark Los Padres nahe Santa Barbara. Dort verbrannten in der vergangenen Woche schon 30.000 Hektar Wald.

MEMPHIS: Im Alter von 67 Jahren ist der legendäre amerikanische Musik-Produzent Jim Dickinson gestorben. Er erlag nach Angaben seiner Frau einem Herzleiden. Dickinson arbeitete mit Musikgrößen wie Eric Clapton, Bob Dylan, Aretha Franklin und den Rolling Stones zusammen.

ZUM SPORT: Kugelstoßer Ralf Bartels aus Neubrandenburg hat bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin die erste Medaille für Deutschland gewonnen. Mit persönlicher Bestleistung von 21-Metern-37 holte Bartels am Samstagabend Bronze. Weltmeister wurde der US-Amerikaner Christian Cantwell.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wieder überwiegend sonnig, örtlich sind kurze Schauer möglich. Die Höchstwerte liegen zwischen 20 Grad Celsius an der Nordsee und bis zu 33 Grad am Oberrhein.

Am Morgen meldeten bei zumeist fast wolkenlosem Himmel:

Hamburg: 20°;
Dresden: 21°;
Berlin und München: 22° sowie
Köln/Bonn und Frankfurt am Main: 19°.

Audio und Video zum Thema