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Nachrichten

Sonntag, 15. November 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

HANNOVER: Im Stadion von Hannover wird mit einer großen Trauerfeier des verstorbenen Torhüters der Fußballnationalmannschaft, Robert Enke, gedacht. Mehrere zehntausend Fußballfans, die komplette Nationalmannschaft und zahlreiche Prominente aus Sport, Politik und Gesellschaft sind bei der Zeremonie anwesend. Trauerreden halten der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff und DFB-Präsident Theo Zwanziger. Der Sarg Enkes ist im Stadion aufgebahrt. Sein Verein Hannover 96 hat die im deutschen Sport bislang einmalige Trauerfeier organisiert. Der 32-jährige, der jahrelang an Depressionen litt, hatte sich das Leben genommen.

DRESDEN: Der SPD-Parteitag berät zum Abschluss weiter über den künftigen Kurs der Sozialdemokraten. Aus Anlass des 50. Jubiläums des sogenannten Godesberger SPD-Programms hält der langjährige SPD-Vordenker Erhard Eppler eine Rede. Der neue Parteichef Sigmar Gabriel verteidigte vor Journalisten die vom Parteitag in Dresden beschlossene Forderung nach Wiedereinführung der Vermögensteuer. Die Vermögensteuer stehe sogar im Grundgesetz als Steuer, die Ländern und Kommunen zustehe, sagte Gabriel vor Journalisten. Seine Partei werde im nächsten Jahr ein Steuerkonzept vorlegen, in dem die Vermögensteuer und auch eine Börsenumsatzsteuer eine Rolle spielten. Gabriel stellte auch die derzeitige Regelung der Pendlerpauschale infrage,

BERLIN: Der Opel-Mutterkonzern General Motors kann nach den Worten von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle staatliche Hilfen zur Sanierung von Opel bestenfalls von den Bundesländern mit Opel-Standorten erwarten. Falls die betroffenen Ministerpräsidenten die finanziellen Möglichkeiten hätten, Hilfen aus ihren Haushalten zu geben, dann sei das deren freie Entscheidung, sagte der FDP-Minister der "Bild am Sonntag". Von Seiten der Bundesregierung werde es kein Geld für die Sanierung von Opel geben. Das sei die Aufgabe der US-Muttergesellschaft GM, betonte Brüderle.

SINGAPUR: Mit einem Appell zu stärkerer wirtschaftlicher Zusammenarbeit ist das Gipfeltreffen des asiatisch-pazifischen Forums -APEC- zu Ende gegangen. Die Staats- und Regierungschefs aus den USA, China, Japan, Russland und 17 weiteren Ländern sprachen sich strikt gegen protektionistische Maßnahmen aus. Die APEC-Staaten einigten sich zudem darauf, dass Wirtschaftswachstum mit Umwelt- und Klimaschutz einhergehen müsse. Der dänische Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen schlug als Gast des Treffens in Singapur vor, die bevorstehenden Klimaverhandlungen in Kopenhagen als zweistufiges Projekt zu betrachten. Zunächst solle eine politische Vereinbarung mit Zielen zum Klimaschutz verabschiedet werden, der bindende neue Klimaschutzvertrag aber erst zu einem späteren Zeitpunkt. Die Konferenz begrüßte die Pläne.

SINGAPUR: Die USA und Russland werden nach eigenen Angaben noch in diesem Jahr ein Nachfolgeabkommen zur Verringerung strategischer Atomwaffen unterzeichnen. Das bekräftigten US-Präsident Barack Obama und sein russischer Kollege Dmitri Medwedew bei einem Treffen am Rande des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums in Singapur. Das Abkommen soll den am 5. Dezember auslaufenden START-Vertrag ablösen. Geklärt werden müssten noch einige Details zur Kontrolle, hieß es. Obama und Medwedew hatten bereits vor Monaten vereinbart, die Zahl der atomaren Sprengköpfe innerhalb von sieben Jahren auf jeweils 1.500 bis 1.675 zu begrenzen.

TEGUCIGALPA: Wenige Tage vor der Wahl eines neuen Präsidenten in Honduras hat der gestürzte Staatschef des Landes, Manuel Zelaya, seinen Verzicht auf eine Rückkehr ins Präsidentenamt erklärt. Er akzeptiere kein Abkommen über eine Rückkehr ins Präsidentenamt, das den Staatsstreich vertusche, schrieb er in einem in Tegucigalpa veröffentlichten Brief an US-Präsident Barack Obama. Zelaya, der am 28. Juni dieses Jahres gestürzt worden war, hatte bisher seine Wiedereinsetzung als Voraussetzung für die Rückkehr zur demokratischen Ordnung verlangt. Die Übergangsregierung von Präsident Roberto Micheletti, erklärte, sie werde alles für eine ordnungsgemäße Wahl am 29. November tun. Der neue Präsident soll im Januar sein Amt antreten.

PRISTINA: Im Kosovo finden erstmals seit der Unabhängigkeit von Serbien im Februar 2008 Wahlen statt. Mehr als 1,5 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, in 36 Kommunen die Bürgermeister und Gemeinderäte neu zu bestimmen. Die Kommunalwahl gilt als wichtiger Test für die Demokratie in dem jungen Staat. Die serbische Minderheit im überwiegend von ethnischen Albanern bewohnten Kosovo dürfte die Wahl nach Agenturberichten mehrheitlich boykottieren.

PRAG: Mit einem Konzertabend ist in der tschechischen Hauptstadt der Massendemonstrationen von vor 20 Jahren gedacht worden, die zum Ende der kommunistischen Herrschaft führten. Auf Einladung von Ex-Präsident Vaclav Havel, der zu den Anführern der sogenannten samtenen Revolution im November 1989 gehörte, traten Stars wie Joan Baez und Lou Reed in einer ehemaligen Kirche in Prag auf. Während des live im Frnsehen übertragenen Konzerts wurden Grußworte von US-Präsident Barack Obama und des Dalai Lama übermittelt. Bundeskanzlerin Angela Merkel würdigte in einer Videobotschaft den Freiheitswillen der damaligen Demonstranten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und Osten meist aufgelockert bewölkt und überwiegend trocken. Von Westen her im Tagesverlauf zunehmend regnerisch. Höchstwerte zehn bis 16 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 10 Grad, wolkig;

Berlin und Dresden: 10 Grad, leicht bewölkt;

Köln/Bonn: 11 Grad, nach Regen;

Frankfurt am Main: 8 Grad, wolkig und

München: 7 Grad, wolkig.

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