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Nachrichten

Sonntag, 15. Juli 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag

MOGADISCHU: In Somalia hat die seit langem geplante Versöhnungskonferenz begonnen. Es herrschen strengste Sicherheitsvorkehrungen. Aus Angst vor Anschlägen war die Konferenz in Mogadischu bereits zweimal verschoben worden. Mehr als 1.000 Stammesälteste, ehemalige Kriegsherrn und Politiker nehmen teil. Die Konferenz gilt als letzte Chance für die Übergangsregierung von Präsident Abdullah Yusuf, Somalia dauerhaft Frieden zu bringen. Es geht vor allem darum, den Konflikt mit islamistischen Extremisten im Land zu lösen. -- Mit Unterstützung äthiopischer Truppen hatte die Übergangsregierung Ende 2006 viele der Rebellen aus Mogadischu vertrieben. Dennoch wurden bei Kämpfen in den vergangenen Monaten hunderte Menschen getötet.

PJÖNGJANG: Nordkorea hat nach eigener Darstellung seinen umstrittenen Atomreaktor Yongbyon abgeschaltet. Die Führung in Pjöngjang sei außerdem bereit, ihr Nuklearprogramm offen zu legen, wenn die USA im Gegenzug Sanktionen aufheben würden, sagte ein nordkoreanischer Diplomat. Experten der Internationalen Atomenergie-Behörde wollen noch an diesem Sonntag die Stilllegung des Reaktors vor Ort überprüfen. Nach offiziellen Angaben wurde die Anlage bereits am Samstag heruntergefahren, nachdem die erste der vereinbarten Öllieferungen aus Südkorea eingetroffen war. Für die Schließung des Reaktors Yongbyon hatten die USA, China, Japan, Russland und Südkorea die Lieferung von 50.000 Tonnen Öl zugesagt.

BERLIN: Bundespräsident Horst Köhler hat Innenminister Wolfgang Schäuble zu mehr Zurückhaltung bei der Präsentation seiner Vorstellung von Terrorabwehr ermahnt. Zwar habe Schäuble als zuständiger Ressortchef die Aufgabe, sich den Kopf über geeignete Maßnahmen zu zerbrechen. Aber die Vorschläge kämen meist "in einer Art Stakkato", was der Bürger nur schwer verkrafte, beklagte Köhler im ZDF. "Persönliche Zweifel" habe er daran, dass etwa "die Tötung eines vermeintlichen Terroristen ohne Gerichtsurteil so von der leichten Hand" gemacht werden könne, so der Bundespräsident. Die Forderungen des CDU-Politikers nach einer härteren Gangart im Anti-Terror-Kampf werden zunehmend zur Belastungsprobe für die Koalition. Schäuble male ein Horrorszenario nach dem anderen an die Wand und stelle die Grundwerte der Verfassung zur Disposition, rügte SPD-Fraktionschef Peter Struck im Berliner "Tagesspiegel am Sonntag

MAINZ: Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck zeigt sich offen für eine Zusammenarbeit seiner Partei auf Bundesebene mit den Grünen, aber auch mit der FDP. Wenn die FDP Liberalität als eine freiheitliche Lebensweise verstehe und die SPD dies durch eine sozial verbindende Politik ergänze, gebe es "Schnittmengen, die nicht nur vom Machterhalt getragen" würden, sagte Beck der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Eine Kooperation mit der Linken lehnte er noch einmal ab.

JERUSALEM: Die israelische Regierung bemüht sich weiter darum, Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas im Machtkampf mit der radikal-islamischen Hamas den Rücken zu stärken. Wie ein Sprecher von Ministerpräsident Ehud Olmert mitteilte, will Israel etwa 180 gesuchte Aktivisten der gemäßigten Fatah-Organisation von den Fahndungslisten streichen. Bedingung sei allerdings, dass die Aktivisten offen dem Terror abschwörten. Unterdessen wurde bekannt, dass sich Olmert und Abbas am Montag erneut treffen wollen. Das Spitzengespräch werde voraussichtlich in Jerusalem stattfinden, hieß es aus Regierungskreisen.

JERUSALEM: Friedensnobelpreisträger Schimon Peres tritt an diesem Sonntag sein Amt als israelischer Staatspräsident an. Der 83-Jährige wird seinen Amtseid im Parlament in Jerusalem ablegen. Peres ist Nachfolger von Mosche Katzav, der wegen Vergewaltigungsvorwürfen zurückgetreten war. Papst Benedikt XVI. äußerte die Hoffnung, dass mit dem neuen Präsidenten auch der Nahost-Friedensprozess wieder in Schwung kommt.

ISLAMABAD: Bei einem Anschlag auf einen Militär- und Polizeikonvoi sind im Nordwesten Pakistans mindestens 14 Menschen getötet worden. Etliche weitere wurden verletzt. Bei den meisten Opfern handele es sich um Soldaten, teilten die Behörden mit. Nach Militär-Angaben hatten Extremisten an einer Straße mehrere Sprengsätze deponiert, die beim Vorbeifahren des Konvois explodierten. In anderen Berichten ist von einem oder zwei Selbstmord-Attentätern die Rede. Erst am Samstag waren bei einem Selbstmord-Attentat in der Nähe der afghanischen Grenze 24 pakistanische Soldaten getötet worden. Die Anschläge dürften in Zusammenhang mit der blutigen Erstürmung der Roten Moschee in Islamabad stehen.

MADRID: Der spanischen Polizei ist ein Schlag gegen die Verbreitung von Kinderpornografie im Internet gelungen. Bei einer landesweiten Aktion wurden 85 Verdächtige ermittelt und mehr als 60 von ihnen festgenommen, wie die Behörden in Madrid mitteilten. Die Fahnder stellten fast 50 Millionen Bild- und Videodateien sicher. Davon sollen viele über Internet-Server in Deutschland heruntergeladen worden sein.

ZUM RADSPORT: Bei der Tour de France fährt erstmals seit zwei Jahren wieder ein Deutscher im Gelben Trikot. Linus Gerdemann vom Team T-Mobile gewann die siebte Etappe und sicherte sich damit auch die Führung im Gesamtklassement. Zweiter der Etappe von Bourg-en-Bresse nach La Grand-Bornand wurde der Spanier Inigo Landaluze.

ZUM FUSSBALL: Mexiko hat bei der Südamerika-Meisterschaft "Copa America" den dritten Platz belegt. Die Mexikaner bezwangen in Caracas die Nationalelf Uruguays mit 3:1. --- Im Endspiel treffen an diesem Sonntag in Maracaibo wieder Titelverteidiger Brasilien und Argentinien aufeinander.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist sonnig. Im Norden leichte Schauer- und Gewitterneigung. An der Nordsee maximal 27 Grad, im Süden und Osten auch über 35 Grad Celsius.

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