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Nachrichten

Sonntag, 15. Februar 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ROM: Auch in der schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten wollen die sieben führenden Industriestaaten keine einseitigen Schutzmaßnahmen auf Kosten anderer ergreifen. Die Finanzminister der G-7 erteilten bei ihrem Treffen in Rom dem Protektionismus eine klare Absage. Zugleich bekannten sie sich zu einer engen Zusammenarbeit, um die Konjunktur in ihren Ländern wieder anzukurbeln und das Bankensystem zu stärken. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück sagte, die Teilnehmer hätten sich zu konkreten Resultaten für den G-20-Gipfel verpflichtet, der im April in London stattfindet. Dort sind neben den G-7-Staaten auch wichtige Schwellenländer wie China und Indien vertreten.

CARACAS: Die Bürger Venezuelas stimmen an diesem Sonntag über eine Verfassungsänderung ab, die dem Präsidenten Hugo Chavez erlauben würde, sich beliebig oft zur Wiederwahl zu stellen. In Meinungsumfragen liegen Anhänger und Gegner des linksnationalistischen Staatschefs Kopf an Kopf. Das Parlament hat der Neuregelung bereits zugestimmt, die generell die Begrenzung der Amtszeiten gewählter Beamter aufhebt. Ohne die Änderung darf Chavez bei der nächsten Präsidentenwahl 2012 nicht mehr kandidieren. Der 54-Jährige ist seit 1998 im Amt. Gegner werfen ihm vor, zu viel Macht an sich gerissen zu haben. Chavez ist vor allem bei ärmeren Venezolanern sehr populär.

MOSKAU: In Russland und anderen Ex-Sowjetrepubliken haben die Gedenkfeiern zum Abzug der letzten sowjetischen Truppen aus Afghanistan vor 20 Jahren begonnen. In Moskau erinnerten Kriegsveteranen mit einem Trauermarsch an die etwa 15.000 in Afghanistan getöteten Soldaten. Hinterbliebene legten am Grabmal des unbekannten Soldaten am Kreml Blumen und Kränze nieder. Am Nachmittag findet im Kremlpalast ein Konzert statt, zu dem auch die Staatsführung erwartet wird. - Am 15. Februar 1989 hatten die letzten von insgesamt etwa einer halben Million Sowjetsoldaten nach fast zehn Jahren Krieg Afghanistan verlassen.

ISLAMABAD: Pakistanische Islamisten haben einen Chinesen nach fast sechs Monaten Geiselhaft wieder freigelassen. Dies teilte die chinesische Botschaft in Islamabad mit. Der Telekomingenieur war zusammen mit einem chinesischen Kollegen Ende August im Swat-Tal im Nordwesten Pakistans verschleppt worden. Über die genauen Umstände der Freilassung wurde nichts bekannt. Die Entführer hatten als Gegenleistung von Pakistan die Haftentlassung zahlreicher Gesinnungsgenossen gefordert. Der chinesische Kollege war bereits zuvor freigekommen.

PRISTINA: Kurz vor dem ersten Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo hat ein Anschlag die nördliche Stadt Mitrovica erschüttert. Nach Angaben der Polizei warfen unbekannte Täter eine Handgranate in einem von Albanern und Serben gleichermaßen bewohnten Stadtviertel. Es sei niemand verletzt worden. Im Kosovo stellen Albaner die Bevölkerungsmehrheit, die Region Mitrovica ist dagegen mehrheitlich von Serben bewohnt. - Am Dienstag jährt sich die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo zum ersten Mal. Serbien betrachtet das Land aber weiter als eine seiner Provinzen.

POTSDAM: Im Tarifkonflikt für den öffentlichen Dienst der Länder haben die Gewerkschaften neue Warnstreiks angekündigt. Ver.di-Chef Frank Bsirske bezeichnete das Angebot der Arbeitgeber als nicht akzeptabel. Bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 28. Februar werde es weitere Arbeitsniederlegungen geben. Die Verhandlungen waren am Samstag in Potsdam ergebnislos vertagt worden. Die Länder hatten 4,2 Prozent mehr Lohn ab Mitte 2009 geboten. Ver.di und der Beamtenbund hatten für die rund 700.000 Beschäftigten zuletzt noch rund 7,5 Prozent mehr Geld gefordert.

BERLIN: In Deutschland werden wieder mehr Kinder geboren. Besonders bei Frauen zwischen 30 und 40 habe die Zahl der Kinder zugenommen, sagte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen in einem Interview der 'Bild am Sonntag'. Am Montag will die Ministerin den Familienreport vorstellen. Von Januar bis September 2008 stieg die Zahl der Geburten um 3.400 auf knapp 518.000, wie die Zeitung unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes berichtet. Im Gesamtjahr könne die Zahl der Geburten auf bis zu 690.000 steigen, nach knapp 685.000 in Jahr zuvor.

BOGOTÁ: Im Südosten Kolumbiens ist erneut der Vulkan Galeras ausgebrochen. Nach Angaben der Behörden in der betroffenen Provinz Nariño wurden 8.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Auf die rund neun Kilometer entfernte Provinzhauptstadt Pasto sei ein Ascheregen niedergegangen. Der 4.276 Meter hohe Galeras gilt als einer der aktivsten Vulkane Lateinamerikas. Seit 1989 wurden fast 20 Ausbrüche gezählt, beim schwersten im Jahr 1993 waren neun Menschen ums Leben gekommen. Zuletzt war der Galeras im Januar 2008 aktiv.

BERLIN: Der Hauptpreis der Internationalen Filmfestspiele Berlin, der Goldene Bär, geht erstmals nach Peru. Die Jury der 59. Berlinale zeichnete den Film "La Teta Asustada", zu deutsch: "Die Milch des Leids" der Regisseurin Claudia Llosa aus. Erzählt wird von einer jungen Frau, die an den Folgen des früheren Terrorsystems in Peru leidet. -- Es ist das zweite Mal in Folge, das ein Film aus Lateinamerika den Berlinale-Hauptpreis erhält. 2008 war der Brasilianer José Padilha für "Tropa de Elite" ausgezeichnet worden.


DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nach Süden ziehender Schneefall. Südlich des Mains teils heiter, meist trocken. Tageshöchstwerte minus sechs bis plus drei Grad.


Zuletzt meldeten:


Hamburg: 0 Grad, etwas Schnee;

Berlin: minus 2, nach Schnee;

Dresden: minus 4, stark bewölkt;

Köln/Bonn: minus 5, leicht bewölkt;

Frankfurt am Main: minus fünf, wolkig;

München: minus 6, bedeckt.

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