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Nachrichten

Sonntag, 15. April 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag

ROM: Mit einer festlichen Messe auf dem Petersplatz hat Papst Benedikt XVI. seinen 80. Geburtstag begangen. Zehntausende Gläubige nahmen daran teil, unter ihnen auch zahlreiche Pilger aus der bayerischen Heimat des Papstes. Die Feierlichkeiten wurden einen Tag vor dem eigentlichen Geburtstag des Papstes an diesem Montag begangen. Auch in Deutschland gedachten tausende Gläubige dem Geburtstag Benedikts. Bundeskanzlerin Angela Merkel gratulierte dem deutschen Kirchenoberhaupt in einem Gückwunsch-Schreiben. Darin verwies sie auf die tiefe Verbundenheit der Gläubigen in Deutschland mit dem Papst. Bundestagspräsident Norbert Lammert würdigte das Kirchenoberhaupt als, so wörtlich, 'eine der wenigen unbestrittenen Autoritäten unserer Zeit'.

KABUL: Zwei Tornados der Bundeswehr haben erste Aufklärungsflüge für die NATO in Afghanistan absolviert. Beide Maschinen kehrten nach rund 90 Minuten Flugzeit wohlbehalten auf die Basis im nordafghanischen Masar-i-Scharif zurück. Die Bundeswehr hat dort insgesamt sechs Tornados stationiert. Die Kampfflugzeuge verfügen über Hochleistungskameras und einen Infrarotsensor. Die Nato will mit dieser Technik Stellungen der aufständischen Taliban aufspüren. Wie es hieß, sind die ersten von den Tornados gelieferten Luftbilder von hoher Qualität.

JERUSALEM: Israels Regierungschef Ehud Olmert und Palästinenser- Präsident Mahmud Abbas sind zu Gesprächen über wirtschaftliche Themen und Sicherheitsfragen zusammengekommen. Nach Angaben einer Sprecherin Olmerts nehmen auf israelischer Seite auch Verteidigungsminister Amir Perez und Außenministerin Zipi Livni an den Beratungen teil. Die zentralen Fragen wie der Status Jerusalems, die Grenzen eines zukünftigen palästinensischen Staates sowie die Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge standen nicht auf der Tagesordnung. Es ist das erste Treffen in einer Reihe regelmäßiger Begegnungen, auf die sich Olmert und Abbas unter Vermittlung von US-Außenministerin Condoleezza Rice geeinigt hatten.

GAZA-STADT: Unbekannte haben in Gaza-Stadt Bombenanschläge auf einen christlichen Buchladen und zwei Internetcafés verübt. Verletzt wurde niemand. Unklar ist, wer für die Anschläge verantwortlich ist. In ähnlichen Fällen hatte sich in der Vergangenheit eine Gruppe mit dem Namen 'Schwerter der islamischen Wahrheit' zu den Taten bekannt. In den vergangenen Monaten sind mehr als zwei Dutzend Cafés und Musikläden im Gazastreifen angegriffen worden.

TEHERAN: Der Iran will in der kommenden Woche den Neubau von zwei weiteren Atomkraftwerken international ausschreiben. Das kündigte die Atomenergiebehörde in Teheran an. Die Aufträge für den Bau der beiden Anlagen mit einer Leistung von zusammen bis zu 3.200 Megawatt sollten zu 70 Prozent ins Ausland vergeben werden. Die beiden Kraftwerke werden nach den Angaben neben der mit russischer Hilfe gebauten Anlage in Buschehr im Süden des Irans gebaut. Ungeachtet der Sanktionen der internationalen Gemeinschaft hatte die Führung in Teheran zuletzt angekündigt, 50.000 Zentrifugen zur Urananreicherung in Natans im Zentraliran zu installieren.

BAGDAD: Bei zwei offenbar koordinierten Sprengstoffanschlägen auf einem Markt im Südwesten der irakischen Hauptstadt sind nach Polizeiangaben mindestens 18 Menschen getötet und mehr als 40 verletzt worden. Elf weitere Menschen starben bei der Explosion eines Sprengsatzes in einem Bus im Norden Bagdads. Mehrere Tote und Verletzte gab es auch bei Autobombenanschlägen in anderen Teilen Bagdads, sowie im nordirakischen Mossul. Zwei britische Soldaten starben beim Absturz zweier Militärhubschrauber nördlich von Bagdad. Irakische Medien hatten zuvor von zwei amerikanischen Opfern berichtet.

SANKT PETERSBURG: In der russischen Stadt hat die Polizei mehrere Menschen festgenommen, die an einer behördlich nicht genehmigten Demonstration gegen die Regierung teilnehmen wollten. Unter den Festgenommenen befand sich vorübergehend auch ein ARD-Korrespondent. Trotz der Festnahmen in Sankt Petersburg versammelten sich dort etwa 2.500 Demonstranten, umringt von hunderten Sicherheitskräften in Kampfausrüstung.--Am Samstag hatte die Polizei in der Hauptstadt Moskau bei ähnlichen Protesten des Oppositionsbündnisses 'Anderes Russland' rund 170 Demonstranten festgenommen, unter ihnen auch Ex-Schachweltmeister Garri Kasparow. Der prominente Kritiker von Präsident Wladimir Putin kam nach zehn Stunden Haft wieder frei.

STUTTGART: Baden-Württembergs CDU-Ministerpräsident Günther Oettinger hat seine Aussagen über den verstorbenen CDU-Politiker Hans Filbinger bekräftigt. Dem Südwestrundfunk sagte Oettinger, er glaube, dass Filbinger ein Gegner der Diktatur gewesen sei. Dem NS-Regime habe er kritisch gegenüber gestanden. Filbinger war 1978 als Baden-Württembergischer Ministerpräsident zurückgetreten, nachdem bekannt geworden war, dass er als NS-Marinerichter an mehreren Todesurteilen gegen Fahnenflüchtige mitgewirkt hatte. Für seine bei der Beerdigung Filbingers gemachten Äußerungen war Oettinger auch von Kanzlerin Angela Merkel getadelt worden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Sonnig und trocken. Es bleibt für die Jahreszeit ungewöhnlich warm mit Tageshöchstwerten zwischen 22 und 27 Grad. An Rhein und Main örtlich noch darüber.

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