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Nachrichten

Sonntag, 14. September 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MOSKAU: Bei dem Flugzeugabsturz in Russland mit 88 Toten sind möglicherweise doch auch ausländische Passagiere ums Leben gekommen. Die Gesellschaft 'Aeroflot' korrigierte erste Angaben und teilte mit, unter den Insassen der Maschine seien auch Fluggäste aus Aserbaidschan, der Ukraine und jeweils ein Passagier aus Frankreich, der Schweiz, Lettland, USA, Deutschland, der Türkei und Italien gewesen. Das Flugzeug vom Typ Boeing 737 kam aus Moskau und war nach bisherigen Erkenntnissen unmittelbar vor der Landung in der russischen Stadt Perm in etwa 1.800 Meter Höhe explodiert. Die Unglücksursache ist unklar.

KABUL: Im Süden Afghanistans sind bei einem neuen Bombenanschlag zwei einheimische Mitarbeiter der Vereinten Nationen getötet worden. Nach Polizeiangaben hatte sich der Attentäter in der Provinz Kandahar mit seinem Wagen neben einem UN-Konvoi in die Luft gesprengt. Es habe auch eine ganze Reihe von Verletzten gegeben. Zu der Tat bekannten sich die radikal-islamischen Taliban.

ISLAMABAD: Bei ihrer Offensive gegen Rebellen im Grenzgebiet zu Afghanistan haben pakistanische Sicherheitskräfte nach eigenen Angaben weitere 30 Aufständische getötet. Außerdem seien bei dem Einsatz im Stammesgebiet Bajaur zahlreiche Verstecke der Rebellen zerstört worden, teilte ein Militärsprecher in Islamabad mit. Seit Beginn der pakistanischen Offensive vor wenigen Tagen sollen nach offizieller Darstellung bereits mehrere hundert Aufständische getötet worden sein. Die Grenzregion gilt als Rückzugsgebiet der radikal-islamischen Taliban.

ASCHGABAT: In der zentralasiatischen Republik Turkmenistan ist es nach Angaben der Opposition zu heftigen Gefechten zwischen Sicherheitskräften und Islamisten gekommen. Dabei seien in der Hauptstadt Aschgabat an diesem Wochenende mindestens 20 Polizisten getötet worden, berichtet die Internetseite des im Exil lebenden Oppositionsführers Boris Schichmuradow.

KARLSRUHE: Der Bundesgerichtshof hat Haftbefehl gegen einen mutmaßlichen Helfer des Terror-Netzwerkes El Kaida erlassen. Der 30-jährige Türke soll auf Anweisung eines inzwischen inhaftierten Deutschen pakistanischer Herkunft Bargeld und Ausrüstungsgegenstände für Kämpfer der Radikalislamisten beschafft haben. Zudem soll der Beschuldigte in seinem Bekanntenkreis Kämpfer für die El Kaida angeworben haben.

BANGKOK: In Thailand hat die Regierung den Ausnahmezustand in der Hauptstadt Bangkok wieder aufgehoben. Die Gewalt habe nachgelassen und deshalb gebe es keine Rechtfertigung mehr, die Maßnahme aufrecht zu erhalten, teilte der amtierende Ministerpräsident Somchai Wongsawat mit. Die Behörden hatten nach Ausschreitungen zwischen Anhängern der Regierung und der Opposition vor zwölf Tagen den Ausnahmezustand über Bangkok verhängt.

NIZZA: Mit einem größeren Angebot günstiger Kredite wollen die Finanzminister der Europäischen Union kleine Unternehmen vor den Auswirkungen der Bankenkrise abschirmen. Bei ihrer Tagung im südfranzösischen Nizza beschlossen die Ressortchefs der 27 Mitgliedsländer, dass die Europäische Investitionsbank ihren Finanzierungsrahmen für diese Klientel in den kommenden drei Jahren auf 30 Milliarden Euro verdoppeln soll. Damit hätten die Firmen eine Alternative zu den Krediten der Geschäftsbanken. Eine Senkung der Mehrwertsteuer bei personalintensiven Dienstleistungen scheiterte am Widerstand Deutschlands und anderer EU-Staaten.

LOURDES: Mit einer Messe im südfranzösischen Wallfahrtsort Lourdes hat Papst Benedikt XVI. der dortigen Marienerscheinungen vor 150 Jahren gedacht. An dem Gottesdienst unter freiem Himmel nahmen 200.000 Menschen teil. Die Feier war ein Hauptanlass der viertägigen Frankreichreise des Papstes und ein Höhepunkt des Jubiläumsjahres von Lourdes. Auf dem Programm des Oberhaupts der katholischen Kirche an diesem Sonntag steht auch ein Treffen mit den französischen Bischöfen.

HOUSTON: Der Hurrikan 'Ike' hat sich nach schweren Verwüstungen in Texas inzwischen stark abgeschwächt. Er wurde von den Behörden zu einem tropischen Tief heruntergestuft. Es zieht derzeit über den US-Bundesstaat Arkansas hinweg. In Texas lief unterdessen eine großangelegte Rettungsaktion an. Einsatzkräfte brachten hunderte Menschen aus überfluteten Gegenden in Sicherheit. US-Präsident George W. Bush erklärte fast 30 Landkreise zum Katastrophengebiet. Die Behörden dort hatten auch von einigen Todesopfern berichtet.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Mitte und im Norden überwiegend heiter und trocken. In der Osthälfte und ganz im Süden meist bewölkt und vereinzelte Schauer, vor allem in Alpennähe. Höchsttemperaturen elf bis 18 Grad.

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