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Nachrichten

Sonntag, 14. Oktober 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TEL AVIV: US-Außenministerin Condoleeza Rice ist zum Auftakt einer fünftägigen Nahost-Reise in Israel eingetroffen. Anders als bei früheren Besuchen in der Krisenregion stellt sie sich auf eine aufwändige Pendeldiplomatie zwischen der israelischen und der palästinensischen Seite ein. Außer ihrem Aufenthalt in Jerusalem und Ramallah im Westjordanland sind Kurzbesuche in Ägypten und Jordanien vorgesehen. Die Gespräche dienen vor allem der Vorbereitung der Nahost-Konferenz, die auf Einladung der USA Ende November in Annapolis bei Washington stattfinden soll.

FRANKFURT AM MAIN: Der israelische Historiker Saul Friedländer ist mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet worden. Der Holocaust-Forscher nahm den mit 25.000 Euro dotierten Preis bei einem Festakt in der Frankfurter Paulskirche entgegen. Friedländer lasse in seinem monumentalen Werk 'Das Dritte Reich und die Juden 1933-1945' die historischen Dokumente ungeschminkt sprechen, hieß es in der Laudatio. In seiner Dankesrede beschrieb der 75-jährige mit bislang unveröffentlichten Dokumenten das Schicksal seiner jüdischen Eltern. Sie hatten vergeblich versucht, aus dem von deutschen Truppen besetzten Frankreich in die Schweiz zu fliehen.

WIESBADEN: Der russische Präsident Wladimir Putin kommt heute zu zweitägigen politischen Gesprächen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Deutschland. In Wiesbaden treffen sich die beiden Politiker - begleitet von zahlreichen Ministern - zu den alljährlichen deutsch-russischen Regierungskonsultationen. Für Putin ist es der letzte Deutschland-Besuch in seiner regulären Amtszeit. Zuletzt hatte sich allerdings angedeutet, dass er auch darüber hinaus in Russland an der Macht bleiben will. Merkel unterstrich vor dem Treffen die strategische Partnerschaft mit Russland. Sie werde mit Putin über mehr Zusammenarbeit in Wirtschaft, Wissenschaft und Technik, aber auch in Fragen des Rechtssystems und der Außenpolitik reden. In Wiesbaden setzt zeitgleich der so genannte 'Petersburger Dialog' zu Themen der Zivilgesellschaft seine Beratungen fort.

ROM: In Italien hat die Wahl für den Vorsitz der neuen Demokratischen Partei begonnen. Diese geht aus den beiden wichtigsten Gruppierungen der beiden größten Mitte-Links-Parteien aus dem Regierungsbündnis von Ministerpräsident Romano Prodi hervor. Prodi will mit dem Zusammenschluss mehr Stabilität in seine Regierung bringen. Stimmberechtigt sind alle Italiener ab 16 Jahren und Ausländer mit einer Aufenthaltsgenehmigung. Favorit für das Amt des Parteichefs ist Roms Bürgermeister Walter Veltroni. Er wird als möglicher Nachfolger Prodis bei der nächsten Parlamentswahl gehandelt.

CANBERRA: Der australische Regierungschef John Howard hat Neuwahlen noch für dieses Jahr ausgerufen. Als Termin dafür nannte er den 24. November. Der 68-jährige Howard steht seit elf Jahren an der Regierungsspitze und bewirbt sich um eine fünfte Amtszeit. Seine Konservativen liegen in Umfragen aber deutlich hinter der oppositionellen Labour-Partei von Kevin Rudd. Der 50-jährige macht sich für den Rückzug der australischen Truppen aus dem Irak und die Unterzeichnung des Kyoto-Klimaprotokolls stark. Howard wirbt mit der positiven Wirtschaftsentwicklung des Landes unter seiner Regierung.

COLOMBO: Bei schweren Kämpfen im Norden von Sri Lanka sind mindestens elf tamilische Rebellen und ein Soldat getötet worden. Das teilte das Verteidigungsministerium in Colombo mit. Der Bürgerkrieg zwischen tamilischen Separatisten und der Armee konzentriert sich inzwischen auf die Nordprovinz der Insel, nachdem die Regierung die Rebellen im Osten bis auf wenige Widerstandszentren zurückgedrängt hat. Besorgt über die Situation in Sri Lanka äußerte sich am Samstag die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Louise Arbour. Die große Zahl von Getöteten, Entführten und Verschwundenen werfe ein deutliches Schlaglicht auf die mangelnde Achtung von Recht und Gesetz, sagte Arbour bei einem Besuch in Colombo.

RANGUN: Die Militärmachthaber in Birma haben die Ausgangssperre in der Metropole Rangun gelockert. Nach Angaben von Anwohnern verkündeten Lautsprecherwagen, dass das nächtliche Ausgangsverbot statt bisher sechs nur noch vier Stunden gelte. Auch die Präsenz der Sicherheitskräfte habe abgenommen, hieß es. In Rangun berichteten Vertreter der Opposition, die Polizei habe vier prominente Dissidenten festgenommen. Die vier gehörten einer Gruppe von Studenten an, die 1988 den Aufstand gegen das Regime angeführt hatte. Bei der Niederschlagung der von buddhistischen Mönchen angeführten Proteste gegen die Militärregierung waren im September in Birma mindestens 13 Menschen getötet und zunächst mehr als 2.000 inhaftiert worden.

BANGKOK: Durch eine Sturzflut in einer Höhle in Thailand sind sechs ausländische Touristen und zwei einheimische Reiseleiter ertrunken. Unter den Opfern ist auch ein zehnjähriger deutscher Junge. Die Gruppe war im Koh Sok-Nationalpark rund 180 Kilometer nördlich von Phuket in einen heftigen Monsunregen geraten. Die Höhle, die zu den touristischen Höhepunkten des Nationalparks gehört, füllte sich innerhalb kürzester Zeit mit Wasser.

TUNIS: Bei heftigen Regenfällen sind in Tunesien mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. In der Region Sabalet Ben Ammar nordöstlich der Hauptstadt Tunis seien acht Menschen gestorben, meldet die amtliche Nachrichtenagentur TAP. Weitere acht Personen würden seit dem Unwetter am Samstag vermisst. Sie seien in ihren Autos auf einer Straße von den Regenfällen überrascht worden. Der staatliche Rundfunk berichtet, in Tunis sei ein weiterer Mensch ums Leben gekommen, als Wassermassen sein Auto fortrissen. Das Unwetter machte im Norden des Landes viele Straßen unpassierbar und schnitt mehrere Siedlungen von der Außenwelt ab.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wolkenlos und sonnig. Die Höchsttemperaturen erreichen 12 bis 20 Grad Celsius.

Zuletzt meldeten bei fast überall wolkenlosem Himmel:

Hamburg: 9 Grad,
Berlin: 9 Grad,
Dresden: 8 Grad,
Köln/Bonn: 12 Grad,
Frankfurt am Main: 10 Grad und
München: 7 Grad,

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