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Nachrichten

Sonntag, 14. November 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

RANGUN: In ihrer ersten Rede an die Bevölkerung nach sieben Jahren Hausarrest hat sich Birmas Oppositionsführerin Suu Kyi ungebrochen kämpferisch gezeigt und zu Reformen aufgerufen. Grundlage der demokratischen Freiheit sei die Meinungsfreiheit, sagte die Friedensnobelpreisträgerin vor Tausenden jubelnden Anhängern in Rangun. Demokratie sei, wenn das Volk die Regierung kontrolliere. Zugleich appellierte die 65-Jährige an ihre Anhänger, die Hoffnung auf einen Wandel in dem von der Junta abgeschotteten Land nicht aufzugeben. Sie selbst werde in die Politik zurückkehren und dabei mit "allen demokratischen Kräften" zusammenarbeiten.

YOKOHAMA: Die USA, China und die übrigen Staaten des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums - APEC - haben sich bei ihrem Gipfeltreffen erstmals auf eine gemeinsame Wachstumsstrategie geeinigt. Ein Aktionsplan sieht unter anderem Strukturreformen vor, enthält aber keine verbindlichen Vorgaben. Protektionistische Maßnahmen, die während der Finanzkrise eingeführt wurden, sollten zurückgeführt werden, hieß es in der Abschlusserklärung im japanischen Yokohama. Die geplante riesige Freihandelszone in der mit China am schnellsten wachsenden Wirtschaftsregion wollen die Staats- und Regierungschefs nun mit konkreten Schritten vorantreiben.

PARIS: Frankreichs Präsident Sarkozy hat Francois Fillon wieder mit der Leitung der Regierungsgeschäfte betraut. Fillon war am Samstag als Premierminister zurückgetreten, um damit den Weg für ein neues Kabinett freizumachen. Sarkozy hatte im Juni angekündigt, mehrere Posten neu zu besetzen, sobald die Rentenreform durchgesetzt sei, gegen die Hunderttausende wochenlang protestiert hatten. Die Regierungsumbildung gilt als Versuch, den angeschlagenen konservativen Präsidenten aus dem Umfragetief zu holen und ihm 2012 die Wiederwahl zu sichern.

ATHEN: Der griechische Ministerpräsident Papandreou hat eine Verlängerung der Rückzahlungsfrist für seine Milliarden-Hilfskredite der Europäischen Union und des Internationalen Währungsfonds (IWF) ins Gespräch gebracht. Eine Ausdehnung der Tilgung sei "bereits auf dem Tisch", zitierte ihn die griechische Zeitung "Proto Thema". Finanzminister Papaconstantinou hatte bereits darauf hingewiesen, dass Griechenland nach dem aktuellen Tilgungsplan in den Jahren 2014 und 2015 sehr hohe Rückzahlungen zu leisten hätte - bis zu 70 Millionen Euro statt zuvor 40 bis 50 Millionen Euro. Von der Europäischen Zentralbank (EZB) kamen warnende Stimmen, da Neuverhandlungen auch die Glaubwürdigkeit der Athener Zusagen in Frage stellen könnten.

TEL AVIV: Die US-Regierung will Israel nach Berichten in der örtlichen Presse mit einem umfangreichen Paket von Anreizen zu einem 90-tägigen Siedlungsstopp im palästinensischen Westjordanland bewegen. Wie die Zeitungen "Haaretz" und "Jerusalem Post" übereinstimmend melden, stellt die Führung in Washington dabei neben politischer Unterstützung im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und umfangreichen Sicherheitsgarantien auch die Lieferung von 20 Kampfflugzeugen in Aussicht. Ziel sei die Fortsetzung der festgefahrenen Friedensgespräche mit den Palästinensern. Ministerpräsident Netanjahu stellte das Angebot inzwischen den Ministern im Sicherheitskabinett vor.

WASHINGTON: Der afghanische Präsident Karsai hat die USA aufgefordert, die Militäraktionen in seinem Land einzuschränken. Vor allem die nächtlichen Kommandoeinsätze und Hausdurchsuchungen sollten aufhören, sagte Karsai in einem Interview der "Washington Post". Die Eingriffe in den Alltag der Bevölkerung müssten nachlassen. Falls diese Einsätze in der Nacht nötig seien, dann müssten sie von den afghanischen Sicherheitskräften und nach den afghanischen Gesetzen durchgeführt werden.

MOGADISCHU: Nach mehr als einem Jahr in der Gewalt somalischer Piraten ist ein britisches Ehepaar wieder in Freiheit. Die Seeräuber übergaben die Rentner Rachel und Paul Chandler gegen Zahlung eines Lösegeldes den Behörden in der Stadt Adado. Die Piraten hatten die Segelyacht der beiden im Oktober vergangenen Jahres vor den Seychellen im Indischen Ozean gekapert.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Südosthälfte länger sonnig, sonst viele Wolken. An der Küste etwas Regen. Tageshöchstwerte zwischen neun und 19 Grad.

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