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Nachrichten

Sonntag, 14. Mai 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag.


BERLIN: Auf einem Sonderparteitag will die SPD am heutigen Sonntag den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck zum neuen Parteivorsitzenden wählen. Sein Vorgänger, Matthias Platzeck, war Anfang April aus Gesundheitsgründen zurückgetreten. Er will zum Auftakt des eintägigen Kongresses zu den Delegierten sprechen. Die Nachfolge Becks als Parteivize soll Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn antreten. Zur Abstimmung steht auch ein Leitantrag, mit dem die Parteispitze den weiteren Kurs der Sozialdemokraten in der großen Koalition mit der Union abstecken will.

ROSTOCK: Die FDP setzt ihren Bundesparteitag mit Beratungen über die Umweltpolitik fort. In dem Leitantrag des Vorstandes plädiert die Partei für Grenzen staatlichen Handelns. Außerdem plädieren die Liberalen für längere Laufzeiten der bestehenden Kernkraftwerke. Zum Auftakt der Tagung in Rostock hatte Parteichef Guido Westerwelle die schwarz-rote Regierung am Vortag scharf attackiert. Der Staat vergeude Geld durch Subventionen in Bereichen, aus denen er sich besser heraushalten sollte, so Westerwelle. Die geplante Erhöhung der Mehrwertsteuer bezeichnete der Liberalen-Chef als unsozial.

BERLIN: Politiker aus Union und SPD haben eine Generalüberholung der Hartz-Arbeitsmarktreformen gefordert. Hartz-IV sei ein von Rot-Grün zusammengeschustertes Flickwerk, das korrigiert werden müsse, sagte Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger der 'Bild am Sonntag'. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers sagte der gleichen Zeitung, die Hartz-Reform biete keine echte Hilfe für Langzeitarbeitslose. Ihnen müsse besser geholfen werden. Noch deutlicher äußerte sich SPD-Bundesvorstandsmitglied Ottmar Schreiner. Die Hartz-Gesetze müssten komplett weg, so der Chef
des SPD-Arbeitnehmerflügels.

BERLIN: Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt will die Arbeitgeber nicht aus ihrer Mitverantwortung für das Gesundheitswesen entlassen. Wenn der Arbeitgeberbeitrag zur Krankenversicherung eingefroren würde, könnte ein wichtiger Bündnispartner bei der Bezahlbarkeit des Gesundheitswesens verloren gehen, so Schmidt im Deutschlandfunk.

SANTA CRUZ: Die spanische Küstenwache hat vor der Kanaren-Insel Teneriffa sechs Boote mit insgesamt mehr als 450 Flüchtlingen abgefangen. Wie das Innenministerium in Madrid mitteilte, wurden damit seit Jahresbeginn fast 6.000 Menschen bei der Überfahrt von Afrika zu den Kanarischen Inseln aufgegriffen. Das sind mehr als im gesamten vergangenen Jahr, in dem 4.750 Flüchtlinge gezählt wurden. - Bislang setzten die meisten Afrikaner von Marokko aus zum spanischen Festland über, um nach Europa zu gelangen. Marokko hat seine Kontrollen im vergangenen Jahr jedoch verschärft, so dass jetzt immer mehr Afrikaner den weitaus längeren und gefährlicheren Weg von Mauretanien oder der Westsahara zu den Kanaren wählen.

BRASILIA: Mindestens 31 Menschen sind in Brasilien bei einer Serie von Anschlägen auf Sicherheitsbeamte getötet worden. Zur gleichen Zeit brachen in mehreren Gefängnissen der Wirtschaftsmetropole Sao Paulo sowie in anderen Gemeinden des gleichnamigen Bundeslandes Revolten aus. Nach Einschätzung der Behörden handelt es sich vermutlich um eine Reaktion krimineller Gruppen auf die Zwangsverlegung von mehreren Hundert Gefangenen, darunter ranghohe Mafiabosse.

SEOUL: UN-Generalsekretär Kofi Annan ist zu Beginn eines zweiwöchigen Asien-Besuchs nach Südkorea gereist. Im Mittelpunkt seines Aufenthalts stehen Gespräche mit der Regierung in Seoul über den internationalen Streit um das umstrittene nordkoreanische Atomprogramm sowie die politische Situation in Nordostasien. Zugleich will Annan in der Region für Unterstützung seiner Reform der Vereinten Nationen werben. Weitere Stationen seiner Reise sind China, Vietnam und Thailand.

ZUM FUSSBALL: Kaiserslautern ist der 3. Absteiger aus der 1. Liga. In Wolfsburg kamen die Lauterer am letzten Spieltag der Saison nicht über ein 2:2 hinaus. Bremen sicherte sich mit einem 2:1-Sieg gegen Hamburg den zweiten Platz hinter München. Die Bayern feierten in München ihre 20. Deutsche Meisterschaft. Das 3:3-unentschieden gegen Dortmund spielte keine Rolle mehr.

Und hier die weiteren Ergebnisse:
Hannover - Leverkusen 2:2; Frankfurt - Mönchengladbach 0:2; Nürnberg - Berlin 2:1; Schalke - Stuttgart 3:2;
Duisburg - Mainz 0:0 und Köln - Bielefeld 4:2.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Westen heiter bis wolkig, meist trocken. Von Bayern bis Sachsen teils kräftige Schauer oder Gewitter. Höchstwerte 15 bis 20 Grad.

Am Vormittag meldeten:

Berlin, Dresden, Köln/Bonn und Frankfurt am Main: 13 Grad bedeckt;
Hamburg: 9 Grad bewölkt; und
München: 10 Grad Niesel.