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Nachrichten

Sonntag, 14. März 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BANGKOK: Bei einer Massendemonstration in der thailändischen Hauptstadt haben Zehntausende den Rücktritt der Regierung gefordert. Die in rot gekleideten Anhänger von Ex-Ministerpräsident Thaksin Shinawatra verlangen Neuwahlen. In örtlichen Medien war von schätzungsweise 100.000 Kundgebungsteilnehmern die Rede, die vor allem aus ländlichen Gebieten nach Bangkok gekommen waren. Sie drohten damit, Regierungsgebäude blockieren zu wollen, falls ihre Forderung nicht erfüllt werde. Regierungschef Abhisit Vejjajiva, der eine Auslandsreise absagte und sich in eine Kaserne zurückzog, bekräftigte im Fernsehen, bis zum Ablauf seines Mandats im Amt bleiben zu wollen.

PEKING: Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao hat internationale Forderungen nach einer Aufwertung des Yuan zurückgewiesen. Die Volksrepublik lehne gegenseitige Schuldzuweisungen oder Druckmaßnahmen ab, sagte Wen vor Journalisten in Peking. Die USA und die Europäische Union werfen China vor, den Kurs des Yuan im Vergleich zum Dollar künstlich niedrig zu halten, um sich Vorteile für den Export zu verschaffen. Sie fordern von Peking einen stärker am Markt orientierten Wechselkurs. Zuvor hatten die knapp 3 000 Delegierten des Volkskongresses zum Abschluss ihrer jährlichen Volksversammlung den Haushalt für 2010 gebilligt. Er sieht erneut massive Staatsausgaben vor, darunter für mehr Gesundheitsfürsorge, Bildung und sozialen Wohnungsbau.

JERUSALEM: Israelische Sicherheitskräfte haben nach eigenen Angaben einen ranghohen Aktivisten der radikal-islamischen Hamas festgenommen. Maher Ouda sei für zahlreiche Anschläge in Israel verantwortlich, bei denen über 70 Menschen getötet wurden. Der 47-Jährige wurde seit Ende der 1990er Jahre von der israelischen Armee gesucht. Er sei als einer der Führer des militärischen Arms der Hamas in Ramallah im Westjordanland bekannt, heißt es in einer Mitteilung der israelischen Armee.

PARIS: In Frankreich findet an diesem Sonntag die erste Runde der Regionalwahlen statt, die als Stimmungstest für Präsident Sarkozy gelten. Gut 44 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, ihre Vertreter in den 26 Regionen Frankreichs zu bestimmen. Dem bürgerlich-rechten Regierungslager von Präsident Sarkozy droht allen Umfragen zufolge eine bittere Niederlage.

BERLIN: Bundesaußenminister Westerwelle hat der Opposition vorgeworfen, mit ihrer massiven Kritik an der Zusammensetzung seiner Begleiter bei Auslandsreisen dem Ansehen Deutschlands zu schaden. Vorwürfe, er betreibe Günstlingswirtschaft, wies der FDP-Vorsitzende im Interview mit der Zeitung "Bild am Sonntag" zurück. Die Opposition wolle damit einen Regierungswechsel bei der im Mai anstehenden Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen erreichen.

BERLIN: Der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx, hat im Missbrauchsskandal der katholischen Kirche eine umfassende Aufarbeitung der Vorfälle und Gerechtigkeit für die Opfer angekündigt. Die Linie der Kirche sei Aufklärung und Aufarbeitung. Die Täter müssten sich ihrer Verantwortung stellen, sagte Marx der "Bild am Sonntag". Den Opfern solle Gerechtigkeit widerfahren. - Der Erzbischof zeigte sich bestürzt über die bekanntgewordenen Vorfälle an katholischen Einrichtungen. Er sprach von einer "schweren Stunde" der Kirche.

KÖLN: Bundesverteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg hat die Konzeption für einen von neun auf sechs Monate verkürzten Grundwehrdienst fertiggestellt. In einem Interview des Deutschlandfunk kündigte der CSU-Politiker an, er werde seine Vorstellungen nun den Bundestagsfraktionen präsentieren. Guttenberg nannte als Ziel, einen "attraktiven Wehrdienst" anzubieten, so dass junge Männer die sechs Monate als einen "Gewinn im Leben" ansehen könnten. Damit werde ihnen erleichtert, schneller wieder ins Berufsleben einzusteigen und früher ein Studium anzutreten. Details seines Konzepts nannte der Minister noch nicht.

ZUR FUSSBALL-BUNDESLIGA: Bayern München ist durch ein 2:1 gegen Freiburg wieder an die Tabellenspitze vorgerückt. Schlußlicht Hertha BSC unterlag im "Kellerduell" gegen Nürnberg zuhause mit 1:2. --- Außerdem spielten am Samstag:

Bochum - Dortmund 1:4;
Mönchengladbach - Wolfsburg 0:4;
Mainz - Köln 1:0 und
Hannover - Frankfurt 2:1.

DAS WETTER in DEUTSCHLAND: Meist dicht bewölkt und regnerisch, nur im Südwesten länger trocken. Tageshöchstwerte zwei bis acht Grad Celsius.

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