1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Sonntag, 14. Januar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag.

KAIRO: Angesichts des festgefahrenen Friedensprozesses im Nahen Osten hat sich der ägyptische Präsident Hosni Mubarak für eine neue 'Roadmap' ausgesprochen. Der 2003 vom Nahost-Quartett vorgestellte Friedensfahrplan habe nicht funktioniert, erklärte ein Sprecher Mubaraks in Kairo. In einem Brief an US-Präsident George W. Bush habe Mubarak daher einen eigenen Vorschlag vorgebracht. Er werde darüber am Montag auch mit US-Außenministerin Condoleezza Rice sprechen. Die bisherige Politik der einseitigen Schritte habe keine Erfolge gezeigt und es sei an der Zeit, über eine umfassende Friedensvereinbarung zwischen Israelis und Palästinensern zu verhandeln, erklärte der Sprecher, ohne Einzelheiten zu nennen. Zum Auftakt ihrer Reise hatte auch Rice in Israel für eine Wiederbelebung des Nahost-Friedensprozesses geworben.

MANILA: Die Mitglieder der Südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN haben sich für die ärmsten Länder der Welt eingesetzt. Bei ihrem Gipfeltreffen auf den Philippinen forderten die Staats- und Regierungschefs des ASEAN-Bundes die internationalen Kreditgeber auf, vorübergehend auf die Rückzahlung von Schulden zu verzichten. Die 102 ärmsten Länder könnten dann das Geld zur Armutsbekämpfung nutzen. Am Samstag hatten die Gipfelteilnehmer eine engere wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit vereinbart. Sie beschlossen, der Organisation künftig eine rechtliche Grundlage zu geben und bis 2015 eine regionale Freihandelszone zu schaffen.

CARACAS: Die erklärten US-Gegner Venezuela und Iran haben ihre so genannte strategische Allianz verstärkt. Beim zweiten
Staatsbesuch des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad in Caracas innerhalb von vier Monaten wurden weitere Verträge zur engeren Zusammenarbeit unterzeichnet. Sie betreffen unter anderem die Bereiche Energie, Industrie und Handel. Venezuelas Präsident Hugo Chavez und Ahmadinedschad sagten sich auch gegenseitige Unterstützung in der Außenpolitik zu. Beide Staatschefs plädierten zudem für eine Senkung der Förderquote des OPEC-Kartells, um die Erdölpreise zu stützen. Seit Jahresbeginn fiel der Ölpreis um 14 Prozent.

ACCRA: Bundespräsident Horst Köhler hat von der Europäischen Union mehr Gerechtigkeit im Handel mit Afrika gefordert. Der Export von subventionierten und überschüssigen Lebensmitteln überflute die afrikanischen Märkte und verhindere den Aufbau einer eigenen
Ernährungsgrundlage in Afrika, sagte Köhler in Ghana. Dort findet in der Hauptstadt Accra das von ihm initiierte Afrika-Forum statt. An dem bis zu diesem Sonntag dauernden Treffen nehmen auch die Staatschefs von Nigeria, Liberia, Benin und Botswana teil.

MÜNCHEN: In der CSU bröckelt der Rückhalt für den bayerischen Ministerpräsidenten. Landtagsfraktionschef Joachim Herrmann will eine offene Diskussion darüber, ob die Partei mit einem anderen Spitzenkandidaten als Edmund Stoiber nicht besser für die Landtagswahl 2008 gerüstet wäre. Herrmann, der bayerische Landtagspräsident Alois Glück und Stoiber wollen einem Bericht der 'Bild am Sonntag' zufolge einen gemeinsamen Fahrplan zur Lösung der Parteikrise erarbeiten. Abgestimmt werden soll darüber bei der Klausur in Wildbad Kreuth.

ROM: Zehn ehemalige SS-Angehörige sind in Italien wegen ihrer Beteiligung an einem Massaker 1944 zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein Militärgericht im norditalienischen La Spezia verhängte die Haftstrafen gegen die Angeklagten im Alter von 81 bis 88 Jahren in Abwesenheit. Sieben Angeklagte wurden freigesprochen. Die Männer waren an dem Massaker mit mindestens 700 Toten in Marzabotto nahe Bologna beteiligt. Der Hauptverantwortliche für das Blutbad, Walter Reder, war bereits 1951 von einem Militärgericht in Bologna zu lebenslanger Haft verurteilt worden und 1985 wieder freigekommen. Im April 2002 hatte der damalige Bundespräsident Johannes Rau den Ort besucht und um Vergebung gebeten.

MADRID: Mehr als 250.000 Spanier haben gegen die Gewalt der baskischen Untergrundorganisation ETA demonstriert. Die größten Demonstrationen fanden in der spanischen Hauptstadt Madrid und Bilbao im Baskenland statt. Unter den Demonstranten waren auch viele Ecuadorianer. Die beiden Todesopfer des Anschlags auf ein Parkhaus am Flughafen von Madrid am 30. Dezember stammten aus Ecuador. Die konservative Partei PP nahm erstmals nicht an einer Demonstration gegen die ETA teil. Zur Begründung hieß es, es habe keinen deutlichen Aufruf zur Bekämpfung der ETA gegeben.

PARIS: Die französischen Konservativen wollen an diesem Sonntag Innenminister Nicolas Sarkozy offiziell als Präsidentschaftskandidaten nominieren. Sarkozy ist der einzige Anwärter der bürgerlichen UMP. Bei dem Sonderparteitag in Paris soll zudem mitgeteilt werden, wie geschlossen die Basis hinter dem 51-jährigen Parteichef steht. Seit Anfang Januar stimmten die rund 340.000 Parteimitglieder in einer Urwahl über seine Kandidatur ab.
Der neue französische Präsident wird am 22. April gewählt. Amtsinhaber Jacques Chirac will erst im März mitteilen, ob er ein drittes Mal antritt. Für die Sozialisten geht die populäre Ségolène Royal ins Rennen.

OSLO: Nach dem Schiffsunglück vor der norwegischen Küste treiben mehrere hundert Tonnen Schweröl auf ein Vogelschutzgebiet zu. Die Küstenwache sprach von einer ernsten Lage. Der unter zypriotischer Flagge fahrende Frachter war am Freitag nördlich von Bergen in rauer See auf einen Felsen aufgelaufen und später auseinander gebrochen. Dabei war auch ein Schiffstank geborsten. Die 25 Mann Besatzung wurden per Hubschrauber gerettet.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Südosten Regen, sonst zunehmend freundlich und trocken. In Küstennähe Sturm- und Orkanböen. Höchstwerte sieben bis zwölf Grad.

  • Datum 14.01.2007
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/9gzk
  • Datum 14.01.2007
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/9gzk