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Nachrichten

Sonntag, 14. Februar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KABUL: Die großangelegte Militäroffensive im Süden Afghanistans unter dem Kommando der NATO-geführten internationalen Schutztruppe ISAF kommt nach Militärangaben gut voran und stößt nur auf wenig Widerstand. Es sei gelungen, wichtige Stellungen der Taliban in den Distrikten Mardscha und Nad Ali in der Provinz Helmand zu besetzen. Von Seiten des britischen Militärs hieß es, die Hauptziele wie die Sicherung von Brücken und Straßen seien erreicht. Die Operation läuft unter dem Namen "Muschtarak", was in der Landesprache "gemeinsam" bedeutet. Beteiligt sind an dem Einsatz auch rund 2.000 afghanische Soldaten. Aber den weitaus größten Teil der rund 15.000 Mann starken Truppe stellen die USA und Großbritannien.

BAGDAD: In der irakischen Hauptstadt haben Unbekannte innerhalb einer Stunde Bombenanschläge auf fünf Wahlbüros laizitistischer Parteien verübt. Nach Angaben des Innenministeriums in Bagdad wurden mindestens acht Menschen verletzt. Am 7. März soll im Irak ein neues Parlament gewählt werden. Es wird befürchtet, dass die Gewalt bis dahin weiter zunimmt.

NEU DELHI: Die indische Regierung geht nach dem Bombenanschlag auf ein Lokal in der Stadt Pune davon aus, dass es sich um die Tat von Terroristen handelt. Alle vorliegenden Informationen deuteten darauf hin, teilte das Innenministerium in Neu Delhi mit. Bei der Explosion in dem Szene-Cafe namens "German Bakery" wurden mindestens neun Menschen getötet und mehr als 50 verletzt. Unter den Toten sei auch ein Ausländer, teilten die Behörden mit. Der Sprengsatz sei in einem Rucksack versteckt gewesen.

DRESDEN: Mehrere tausend Menschen haben in der sächsischen Landeshauptstadt am 65. Jahrestag der Bombenangriffe der Alliierten im 2. Weltkrieg einen Aufmarsch von Neonazis verhindert. Linke Gegendemonstranten blockierten über Stunden mehrere Straßen und machten so einen Demonstrationszug von etwa 6400 angereisten Neonazis unmöglich. Bei Zusammenstößen gab es nach Polizeiangaben 27 Verletzte, unter ihnen 15 Beamte. 29 Personen wurden in Polizeigewahrsam genommen. Auf der anderen Seite der Elbe bildeten rund 15.000 Bürger rund um die Dresdener Altstadt eine Menschenkette gegen Rechtsextremismus und Neonazis. - Beim Bombardement Dresdens am 13. und 14. Februar 1945 waren bis zu 25.000 Menschen ums Leben gekommen. Das Stadtzentrum wurde fast vollständig zerstört.

WASHINGTON: Die US-Finanzbranche hat Griechenland einem Pressebericht zufolge geholfen, sein massives Schuldenproblem über Jahre hinweg zu verschleiern. Die "New York Times" schreibt, US-Banken hätten dem EU-Mitglied bei der Umgehung der Stabilitätskriterien der Eurozone geholfen. So habe Athen durch ein Geschäft mit der Bank Goldman Sachs Schulden in Milliardenhöhe vor der EU geheim halten können. 2001, kurz nach Griechenlands Zulassung zur Eurozone, habe Goldman Sachs dem Land mehrere Milliarden Dollar geliehen, ohne dass dies öffentlich geworden wäre, berichtet das Blatt weiter. Das Geschäft sei als Devisenkauf und nicht als Kredit dargestellt worden. So habe Goldman Sachs dazu beigetragen, dass Griechenland dem Anschein nach die Defizitgrenze der Eurozone einhielt.

KÖLN: FDP-Chef Guido Westerwelle hat einen radikalen Neuanfang in der deutschen Sozialstaat-Politik gefordert. Insbesondere müssten diejenigen in der Gesellschaft stärker unterstützt werden, die sich selbst nicht helfen könnten, sagte Westerwelle dem Deutschlandfunk in Köln. Er denke da vor allem an die Kinder. Für ihn sei die beste Sozialpolitik immer noch die Bildungspolitik, und da gebe es in Deutschland mittlerweile geradezu dekadente Erscheinungen, meinte der Vizekanzler.

VANCOUVER: Bei den Olympischen Winterspielen hat die Biathletin Magdalena Neuner Silber im Sprint-Rennen über 7,5 Kilometer gewonnen. Es ist die erste Medaille für das deutsche Team in Vancouver. Olympiasiegerin wurde Anastazia Kuzmina aus der Slowakei, Bronze ging an Marie Dorin aus Frankreich.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Oftmals dicht bewölkt und vor allem im Westen und im Mittelgebirgsraum immer wieder Schneefall. Höchstwerte minus fünf bis plus ein Grad.

Zuletzt meldeten:

Berlin: minus 4 Grad, nach Schneefall;
Hamburg und Frankfurt am Main: minus 4 Grad, etwas Schnee;
Dresden und München: minus 5 Grad, Schneefall sowie
Köln/Bonn: minus vier Grad, Schneefall.

Hier finden Sie Wörter und Begriffe der Nachrichtensprache erklärt.

Audio und Video zum Thema