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Nachrichten

Sonntag, 13. September 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: In der Diskussion um das deutsche Engagement in Afghanistan hat SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier erstmals ein Datum für einen Abzug der Bundeswehr ins Spiel gebracht. Der Außenminister präsentierte einen Zehn-Punkte-Plan, in dem er fordert, die deutsche Mission bis 2013 abzuschließen, wie das Magazin "Der Spiegel" berichtet. Bis 2011 soll laut dem Papier in allen 122 Distrikten des von Deutschland kontrollierten Nordens eine - wie es heißt - angemessen ausgebildete Polizei existieren. In der unruhigen Provinz Kundus sollten sofort 1.500 zusätzliche Polizisten ausgebildet werden. Steinmeier fordert weiter, bei der nächsten internationalen Afghanistan-Konferenz, die nach dem Willen von Kanzlerin Angela Merkel noch in diesem Jahr stattfinden soll, dürfe sich die Bundesregierung nicht mit vagen Konzepten begnügen.

KABUL: Bei schweren Kämpfen im Westen Afghanistans sollen nach afghanischen Angaben zahlreiche Taliban-Kämpfer getötet worden sein. Der afghanische Militärsprecher Major Abdul Bassir Ghori sagte, nach einem Hinterhalt der Aufständischen hätten Koalitionsstreitkräfte in der Provinz Farah Luftunterstützung angefordert. Ein UN-Konvoi soll unter Beschuss gekommen sein. Nach Angaben von Ghori wurden etwa 50 Taliban getötet. Aber auch drei US-amerikanische und sieben afghanische Soldaten sollen bei den Kämpfen ihr Leben verloren haben.

WASHINGTON: Zehntausende Amerikaner haben in der US-Bundeshauptstadt gegen die geplante Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama demonstriert. Der Aufmarsch von konservativen Kritikern in Washington war eine der größten Protestveranstaltungen gegen Obama seit dessen Amtsantritt zu Jahresbeginn. Die Demonstranten warnten vor einer Explosion der Staatsausgaben und einem Abdriften Amerikas in Richtung Sozialismus. Obama verteidigte nochmals sein Reformvorhaben. Vor mehr als 15.000 Menschen in Minneapolis im nördlichen Bundesstaat Minnesota warf er seinen Kritikern Angstmacherei vor.

OSLO: In Norwegen sind die Bürger aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Die Abstimmung findet an diesem Sonntag und am Montag statt. Der sozialdemokratische Ministerpräsident Jens Stoltenberg hofft darauf, die bisherige Regierungskoalition mit den Linkssozialisten und der bäuerlich-liberalen Zentrumspartei fortsetzen zu können. Hoffnung auf eine Ablösung Stoltenbergs an der Regierungsspitze machen sich die konservative Parteichefin Erna Solberg und die Rechtspopulistin Siv Jensen. Das Oppositionslager hatte in jüngsten Umfragen vorn gelegen.

SEOUL: In Nordkorea ist nach Berichten südkoreanischer Medien eine Propagandakampagne gestartet worden, in der der jüngste Sohn von Staatschef Kim Jong IL als dessen Nachfolger präsentiert wird. Der Name von Kim Jong Un werde dabei erstmals vollständig genannt und seine Qualifikationen und Verdienste über Lautsprecher in allen Häusern und Gebäuden gepriesen, meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. - Der 67-jährige Kim Jong IL hat im vergangenen Jahr vermutlich einen Schlaganfall erlitten und gilt als gesundheitlich angeschlagen.

MÜNCHEN: Die mit Steuergeld vor der Insolvenz gerettete Immobilienbank Hypo Real Estate HRE braucht nach Informationen des "Tagesspiegel am Sonntag" weit mehr Kapital aus der Staatskasse als bekannt. Der Bestand an Wertpapieren und Krediten der HRE-Gruppe enthalte unrealisierte Verluste von insgesamt mehr als 16 Milliarden Euro, schreibt die Zeitung mit Hinweis auf Berechnungen der Bundesbank. Würden diese in die Gewinn- und Verlustrechnung mit einbezogen, wären insgesamt 26 Milliarden Euro nötig, um das Münchner Geldinstitut mit ausreichend Eigenkapital zu versorgen. Bisher hat die inzwischen fast komplett verstaatlichte Bank drei Milliarden Euro frisches Kapital bekommen. Bis Ende des Jahres sind noch weitere sieben Milliarden Euro vorgesehen.

MEXIKO-STADT: Deutschland wird sich mit sechs Millionen Euro an mexikanischen Umweltprojekten beteiligen. Das Außenministerium in Mexiko-Stadt teilte mit, die Bundesregierung werde unter anderem einen Solarstrompark und ein Landschaftsschutzprojekt in der Sierra Madre im Westen des Landes fördern. Außerdem sollen Banken bei der Finanzierung nachhaltiger Energiegewinnung Unterstützung erhalten.

ALMATY: In Kasachstan sind bei einem Brand einer Klinik für Drogenabhängige mindestenes 38 Menschen ums Leben gekommen. Rettungsmannschaften konnten etwa 40 Personen aus dem Gebäude in der Stadt Taldykorgan im Südosten des Landes in Sicherheit bringen. Die Ursache des Brandes ist noch unklar.

MÜNCHEN: Zwei Jugendliche haben auf einem Münchner S-Bahnhof einen 50-jährigen Mann zu Tode geprügelt. Nach Zeugenaussagen war der Mann dazwischen gegangen, als die beiden 17 und 18 Jahre alten Täter eine Gruppe jüngerer Jugendlicher bedrohte. Die Täter konnten später von der Polizei festgenommen werden. Gegen sie wird wegen versuchten Mordes ermittelt.

HAMBURG: In der Hansestadt hat es den zweiten Tag in Folge schwere Auseinandersetzungen zwischen so genannten Autonomen und Sicherheitskräften gegeben. Nach einem zunächst friedlichen links-alternativen Straßenfest im Hamburger Schanzenviertel zündeten Randalierer in der Nacht zum Sonntag Barrikaden an, plünderten Geschäfte und schleuderten Böller und Steine gegen Polizisten. Diese setzten Wasserwerfer ein. Insgesamt waren mehr als 2.000 Sicherheitskräfte im Einsatz.

TEL AVIV: Der israelische Präsident Schimon Peres hat sich von einem Zusammenbruch erholt. Er wurde inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen. Der 86-Jährige war am Samstag während einer Veranstaltung in Tel Aviv für wenige Sekunden ohnmächtig geworden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND:

Im Südwesten und Süden anfangs noch heiter. Sonst immer mehr Wolken und vor allem im Osten und in der Mitte auch häufiger Regen. Höchstwerte zwischen 12 und 21 Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 14 Grad, leicht bewölkt;

Berlin: 12 Grad, leichter Regen;

Dresden: 13 Grad, wolkig;

Köln/Bonn: 11 Grad, Regen;

Frankfurt am Main: 13 Grad, fast wolkenlos und

München: 13 Grad, stark bewölkt.

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