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Nachrichten

Sonntag, 13. Mai 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag

BREMEN: Die Bürger in Deutschlands kleinstem Bundesland Bremen wählen ein neues Landesparlament. Die Abstimmung sei gut angelaufen, es bestünden keinerlei Probleme, hieß es beim Landeswahlamt. Zur einzigen Landtagswahl in diesem Jahr sind knapp 490.000 Bürger aufgerufen. Nach den Umfragen ist die SPD mit Regierungschef Jens Böhrnsen klarer Favorit vor der CDU. Deren Spitzenkandidat Thomas Röwekamp äußerte bei seiner Stimmabgabe die Hoffnung auf eine hohe Wahlbeteiligung. Nur dadurch könne der Einzug der Rechtsextremen ins Parlament der Hansestadt verhindert werden. Um die 83 Sitze in der Bürgerschaft bewerben sich 13 Parteien und Wählervereinigungen mit zusammen 293 Kandidaten. Das kleinste Bundesland, das unter hoher Arbeitslosigkeit und Verschuldung leidet, wird seit 1995 von einer großen Koalition aus SPD und CDU regiert.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einem gesetzlichen Mindestlohn erneut eine klare Absage erteilt. Der Zeitung 'Bild am Sonntag' sagte Merkel, bei der Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns könne man die Unterschiede von Branchen und Regionen nicht berücksichtigen. Dadurch würden möglicherweise Arbeitsplätze vernichtet. Am Montag kommen die Koalitionsspitzen im Kanzleramt zusammen, um über den Mindestlohn zu beraten. Merkel zeigte sich zuversichtlich, dass eine Einigung möglich sei. Die CDU-Chefin sprach sich dafür aus, bei Bedarf das Entsendegesetz auf weitere Branchen auszuweiten. Derzeit gilt diese Maßnahme gegen Lohndumping aus dem Ausland nur für das Baugewerbe und Gebäudereiniger.

DARMSTADT: Der deutsche Pharmakonzern Merck hat sein Geschäft mit nicht patentgeschützten Medikamenten an das amerikanische Unternehmen Mylan Laboratories verkauft. Wie beide Seiten mitteilten, zahlt die auf solche so genannte Generika spezialisierte US-Firma 4,9 Milliarden Euro. Das Geschäft mit den Generika-Medikamenten, die nicht patentgeschützt und damit meist billiger sind, macht rund ein Drittel des Geschäfts des Merck-Konzerns aus. Die Transaktion bedarf der Zustimmung der zuständigen Behörden und soll im zweiten Halbjahr 2007 abgeschlossen werden.

ISTANBUL: In der westtürkischen Stadt Izmir sind mehrere hunderttausend Menschen zusammengeströmt, um gegen die islamisch-konservative Regierung und für eine Beibehaltung der Trennung von Staat und Religion zu demonstrieren. Wie bei den vorausgegangenen Massenprotesten in Ankara und Istanbul schwenkten die Demonstranten rote Landesflaggen mit Stern und Halbmond und trugen Poster des Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk. Von zwei Sammelpunkten aus zogen die Massen zum Hauptkundgebungsplatz. Die Veranstalter erwarten zu der Kundgebung gegen eine zunehmende Islamisierung der Türkei mehr als eine Million Menschen. Der Protest hatte sich daran entzündet, dass die Regierungspartei AKP Außenminister Abdullah Gül vom Parlament zum Staatspräsidenten wählen lassen wollte.

KABUL: Der Militärchef der radikal-islamischen Taliban in Afghanistan, Mullah Dadullah, ist bei Gefechten mit Sicherheitskräften im Süden des Landes getötet worden. Das bestätigte der Gouverneur der Provinz Helmand. Journalisten wurde am Amtssitz der Gouverneurs von Kandahar eine Leiche gezeigt, bei der es sich um den Moslem-Extremisten handeln soll. Ein Taliban-Sprecher dementierte den Tod. Dadullah gehörte dem engsten Führungzirkel der Taliban an. Unklar ist, ob an den Gefechten in der Provinz Helmand auch ausländische Truppen beteiligt waren.

TEHERAN: Die Regierungen der USA und des Iran wollen nach iranischen Angaben in der kommenden Woche direkte Gespräche über die Verbesserung der Sicherheitslage im Irak führen. Ziel sei es, das Leiden der Iraker zu mindern, meldet die amtliche Nachrichtenagentur IRNA unter Berufung auf den Sprecher des iranischen Außenministeriums, Mohammed Ali Hosseini. Das Treffen soll danach in der irakischen Hauptstadt Bagdad stattfinden. Die USA haben dem Iran mehrfach vorgeworfen, schiitische Milizen im Irak mit Waffen und durch Ausbildung zu unterstützen. Die Regierung in Teheran bestreitet dies.

REYKJAVIK: Nach Auszählung fast aller Stimmen der Parlamentswahl vom Samstag, ist in Island noch ungewiss, wer künftig die Nordatlantik-Insel regieren wird. Die konservative Unabhängigkeitspartei von Ministerpräsident Geir Haarde kommt auf gut 37 Prozent der Stimmen. Ihr langjähriger Koalitionspartner, die liberale Fortschrittspartei, auf knapp elf Prozent. Noch ist unsicher, ob es der regierenden Mitte-Rechts-Koalition gelungen ist, sich eine knappe Mehrheit im Parlament zu sichern. Zweitstärkste Partei wurden mit gut 27 Prozent die oppositionellen Sozialdemokraten, die sich jetzt Hoffnung auf eine Regierungsbeteiligung machen. Rund 87 Prozent der 221.000 wahlberechtigten Isländer gaben ihre Stimme ab.

SAO PAULO: Am letzten Tag seines Brasilienbesuchs wird Papst Benedikt XVI. die Vollversammlung der Bischöfe Lateinamerikas und der Karibik eröffnen. Bei dem drei Wochen dauernden Treffen wollen 170 Kardinäle und Bischöfe über die kirchliche Zukunft des Subkontinents beraten. Von der Grundsatzrede des Papstes zum Auftakt des Treffens im Marienwallfahrtsort Aparecida nordöstlich von Sao Paulo werden Weichenstellungen für die Beratungen erwartet. In Lateinamerka lebt die Hälfte aller Katholiken weltweit. Die römisch-katholische Kirche verliert jedoch zunehmend an Einfluss in der Region. Zu einer Messe mit dem Papst vor der Basilika von Aparecida werden rund eine halbe Million Menschen erwartet.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen teils Regen und örtlich Gewitter. Sonst freundlich bei Temperaturen zwischen 19 und 22 Grad Celsius - Im Süden auch darüber.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg und Berlin: 14°, leicht bewölkt;
Dresden: 15°, leicht bewölkt;
Köln/Bonn: 15°, wolkig;
Frankfurt am Main: 14°, wolkig und
München: 18°, fast wolkenlos.

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