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Nachrichten

Sonntag, 13. Juni 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Hinweis: Aufgrund eines technischen Problems beginnt das Audio "Nachrichten im Originaltempo" erst nach zwei Minuten. Bitte nutzen Sie die Vorspulfunktion ihrer Audiosoftware!

KABUL: In der nordafghanischen Provinz Kundus sind bei einem Anschlag auf einen Konvoi der Bundeswehr zwei deutsche Soldaten verletzt worden, einer davon schwer. Das bestätigte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam. Den bislang vorliegenden Informationen zufolge detonierte im Unruhedistrikt Char Darah ein am Straßenrand versteckter Sprengsatz in unmittelbarer Nähe eines gepanzerten Fahrzeuges der deutschen Streitkräfte. Meldungen, wonach sich die Taliban zu dem Anschlag bekannt haben, wurden von Seiten der Bundeswehr bislang nicht bestätigt.

BISCHKEK: Nach den schweren Unruhen im Süden Kirgisistans hat die Übergangsregierung eine 24-stündige Ausgangssperre über die betroffene Region im Süden des Landes verhängt. In der Stadt Osch und zwei benachbarten Distrikten gelte rund um die Uhr ein Ausgangsverbot, erklärte das Innenministerium in Bischkek. Zuvor hatte die Regierung bereits eine Teilmobilmachung der Armee angeordnet. Übergangspräsidentin Otunbajewa machte Anhänger des im April gestürzten Staatschefs Bakijew für die blutigen Auseinandersetzungen verantwortlich. Dabei waren seit Donnerstag mindestens 80 Menschen getötet und rund 1.000 verletzt worden.

BRATISLAVA: In der Slowakei hat die Regierung unter Führung der Sozialdemokraten ihre Mehrheit verloren. Bei der Parlamentswahl vom Samstag wurde die Smer-Partei von Ministerpräsident Fico zwar erneut stärkste Kraft. Die meisten Abgeordneten wird künftig aber ein aus mehreren Mitte-Rechts-Parteien bestehendes Oppositionsbündnis stellen, wie die Statistikbehörde in Bratislava mitteilte. Ungeachtet des Ergebnisses kündigte Fico an, eine neue Regierung bilden zu wollen. Das Oppositionsbündnis könnte hingegen die Christdemokratin und frühere Sozialministerin Radicova zur Ministerpräsidentin wählen.

BRÜSSEL: Auch in Belgien sind die Bürger aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Die vorgezogene Neuwahl an diesem Sonntag wurde erforderlich, nachdem im April die Koalitionsregierung des bisherigen Ministerpräsidenten Leterme zerbrochen war. Hintergrund ist der Dauerkonflikt zwischen den niederländisch sprechenden Flamen und den französisch sprechenden Wallonen in Belgien. Umfragen zufolge dürfte in Flandern die "Neue Flämische Allianz" stärkste Kraft werden, die für eine Spaltung des Landes eintritt. In der Wallonie dürften die Sozialisten vorn liegen.

GAZA-STADT: Als Zeichen der Solidarität mit dem palästinensischen Volk ist der Generalsekretär der Arabischen Liga, Mussa, in den von Israel abgeschotteten Gazastreifen gereist. Die Blockade müsse aufgehoben werden, forderte Mussa. Auf seinem Programm stehen auch Treffen mit Repräsentanten der radikal-islamischen Hamas, die 2007 die Macht im Gazastreifen übernommen hatte.

BERLIN: Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Merkel hat die Absage der nordrhein-westfälischen SPD an eine große Koalition im bevölkerungsreichsten Bundesland scharf kritisiert. Die "Verweigerungshaltung" der SPD-Landesvorsitzenden Kraft sei unverantwortlich, sagte Merkel der Zeitung "Bild am Sonntag". Sie rate den Sozialdemokraten, die Realitäten anzuerkennen und wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Nach Sondierungsgesprächen mit allen im Landtag vertretenen Parteien hatte die SPD beschlossen, in die Opposition zu gehen. Die bisherige CDU-FDP-Regierung, die bei der Landtagswahl im Mai ihre Mehrheit verlor, bleibt vorerst geschäftsführend im Amt.

BERLIN: Das Sparpaket der schwarz-gelben Bundesregierung hat nach der Kritik aus Politik und Wirtschaft auch Proteste in der Bevölkerung ausgelöst. In Berlin und Stuttgart demonstrierten am Samstag zehntausende Menschen gegen die geplanten Kürzungen in Milliardenhöhe im Sozialbereich. Aufgerufen hatten dazu unter anderen die Gewerkschaften. Bei den Protesten in Berlin wurden durch eine Explosion zwei Polizisten schwer verletzt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Freundlicher Mix aus Sonne und Wolken. An der Nordsee sowie südlich des Mains und im Alpenvorland einzelne Schauer oder Gewitter. Die Tageshöchstwerte liegen zwischen 15 und 23 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 13 Grad, bewölkt
Berlin: 12 Grad, stark bewölkt
Dresden: 12 Grad, bedeckt
Köln/Bonn: 12 Grad, leicht bewölkt
Frankfurt am Main: 15 Grad, leicht bewölkt
München: 17 Grad, bewölkt.

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