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Nachrichten

Sonntag, 13. Januar 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ABU DHABI: US-Präsident George W. Bush ist auf seiner Nahostreise in den Vereinigten Arabischen Emiraten eingetroffen. In einer Rede in der Hauptstadt Abu Dhabi wolle Bush vor allem über die Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern, den Atomkonflikt mit dem Iran sowie die angespannte Lage im Libanon sprechen, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Dana Perino. Bush wolle deutlich machen, dass Demokratie und Frieden im Zentrum der amerikanischen Außenpolitik stünden. Er werde den verbündeten Golfstaaten nach dem Beinahe-Schusswechsel zwischen iranischen Schnellbooten und US-Schiffen Sicherheitsgarantien geben. Die USA strebten keinen Krieg an, so Perino weiter. Bush kam aus Bahrain, wo er zum Abschluss seines zweitägigen Besuches Soldaten der dort stationierten 5. US-Flotte besucht hatte. Am Montag reist Bush nach Saudi-Arabien weiter.

PEKING: Indiens Ministerpräsident Manmohan Singh ist zu einem dreitägigen Besuch im Nachbarland China eingetroffen. Im Mittelpunkt steht der Ausbau der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen sowie Verhandlungen über die Beilegung von Grenzstreitigkeiten. Angesichts des starken wirtschaftlichen Wachstums der beiden bevölkerungreichsten Länder der Erde erwarte er eine pulsierende und dynamische Phase in den Beziehungen, sagte Singh. Für Montag und Dienstag sind Gespräche mit Regierungschef Wen Jiabao, Staatspräident Hu Jintao und Parlamentspräsident Wu Bangguo vorgesehen. Es ist der erste China-Besuch Singhs seit seinem Amtsantritt 2004.

COLOMBO: Bei den anhaltenden Gefechten zwischen Regierungstruppen und tamilischen Rebellen sind im Norden Sri Lankas mindestens 29 Menschen getötet worden. Unter den Getöteten seien 26 Separatisten der Befreiungstiger von Ealam LTTE sowie zwei Soldaten, teilte die Armee in Colombo mit. Am Freitag hatte die Militärführung 60 Tote bei Gefechten gemeldet. Die LTTE kämpft seit 1983 für einen eigenen tamilischen Staat im Norden Sri Lankas. In dem Bürgerkrieg wurden bisher mehr als 70.000 Menschen getötet. Die srilankische Regierung hatte zu Monatsbeginn den 2002 unter norwegischer Vermittlung ausgehandelten Waffenstillstand aufgekündigt, da dieser seit 2005 praktisch´ nicht mehr eingehalten wurde. Seitdem eskaliert die Gewalt in dem südostasiatischen Inselstaat.

ISLAMABAD: Bei schweren Gefechten im Nordwesten Pakistans sind nach Armeeangaben mindestens 40 Extremisten getötet worden. Bis zu 300 Aufständische, die den radikal-islamischen Taliban nahestünden, hätten im halbautonomen Stammesgebiet Süd-Wasiristan einen Armeeposten angegriffen, teilte ein Sprecher der Streitkräfte mit. Bei den anschließenden heftigen Kämpfen seien Mitte der Woche zwischen 40 und 50 der Angreifer getötet worden. Die Region im Grenzgebiet zu Afghanistan gilt als Rückzugebiet der Taliban- und der El-Kaida-Kämpfer. Nach einem Bericht der Vereinten Nationen wurden dort mehr als 80 Prozent der Selbstmordattentäter aus Afghanistan rekrutiert und ausgebildet.

HAMBURG: In der Debatte um härtere Strafen für kriminelle Jugendliche hat sich Hessens Ministerpräsident Roland Koch dafür ausgeprochen, das Jugendstrafrecht in Ausnahmefällen auch bei unter 14-jährigen anzuwenden. Er wolle keine Schnellschüsse, sagte der CDU-Politiker der Zeitung "Bild am Sonntag". Man müsse aber zur Kenntnis nehmen, dass es in der genannten Gruppe eine kleine Minderheit gebe, die durch eine sehr aggressive Kriminalität auffalle. Koch betonte, vielfach würden diese Kinder auch noch von Erwachsenen benutzt, die genau auf die Straf-Unmündigkeit der Täter setzten. - Der Streit um den richtigen Umgang mit kriminellen Jugendlichen belastet zunehmend das Klima in der großen Koalition. Die SPD wirft Koch und der CDU vor, das Thema für Wahlkampfzwecke zu instrumentalisieren.


FRANKFURT AM MAIN: Die Lokführergewerkschaft GDL berät an diesem Sonntag über ihr weiteres Vorgehen im Tarifstreit mit der Deutschen Bahn. Dazu treffen sich Hauptvorstand und Tarifkommission in Frankfurt am Main. Anschließend will der Gewerkschaftsvorsitzende Manfred Schell das Ergebnis bekannt geben. Die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn waren am Donnerstag überraschend ins Stocken gekommen. Zwar gibt es eine Einigung auf einen eigenständigen Tarifvertrag. Die GDL ist aber mit dem Bahnangebot zu Arbeitszeit und Bezahlung unzufrieden und schließt deswegen weitere Streiks nicht aus.

BERLIN: Mehrere tausend Menschen sind in Berlin zum traditionellen Gedenken an die ermordeten Sozialistenführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht zusammengekommen. Unter den Teilnehmern der Kundgebung an der Gedenkstätte der Sozialisten waren unter anderen der Vorsitzende der Partei Die Linke, Lothar Bisky, sowie Fraktionschef Gregor Gysi und Bundestags-Vizepräsidentin Petra Pau. Liebknecht und Luxemburg waren am 15. Januar 1919 von Freikorps-Soldaten ermordet worden. Zu DDR-Zeiten hatte sich die SED-Führungsspitze an der Gedenkstätte zum Stichtag versammelt.

ZAGREB: In Kroatien hat das Parlament die neue Mitte-Rechts-Koalition von Ministerpräsident Ivo Sanader bestätigt. Sieben Wochen nach der Parlamentswahl stimmten 82 Abgeordnete für Sanader und sein Kabinett, 62 dagegen. In einer Rede bekräftigte der Regierungschef sein Ziel, Kroatien in die Europäische Union und in die NATO zu führen. Zugleich kündigte er Reformen insbesondere in den Bereichen Justiz, öffentliche Verwaltung und Gesundheitswesen an. - Kroatien könnte 2010 der 28. Mitgliedstaat der EU werden.

MANAMA: Der US-Flugzeughersteller und Airbus-Konkurrent Boeing hat einen Milliardenauftrag aus Bahrain erhalten. Die Fluggesellschaft Gulf Air bestellte 16 Maschinen vom Typ Dreamliner 787 im Wert von rund vier Milliarden Dollar. Zudem wurde eine Option über acht weitere Maschinen vereinbart. Das Auftragsvolumen liegt bei etwa sechs Milliarden Dollar. Die Flugzeuge sollen bis 2016 ausgeliefert werden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend freundlich und trocken mit längeren sonnigen Abschnitten. An der Nordsee vereinzelt Regen. Höchstwerte zwei bis sieben Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: 2 Grad, leicht bewölkt;

Berlin: 1 Grad, leicht bewölkt;

Dresden: 1 Grad, fast wolkenlos;

Köln/Bonn: 2 Grad, wolkenlos;

Frankfurt am Main: minus 3 Grad, Nebel und

München: 3 Grad, bedeckt.

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