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Nachrichten

Sonntag, 13. August 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag.

BEIRUT/NEW YORK: Im Konflikt zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah sollen von Montagmorgen an die Waffen schweigen. Dies erklärte UN-Generalsekretär Kofi Annan in New York nach Gesprächen mit den Regierungschefs in Israel und im Libanon. Der Waffenstillstand soll um sieben Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit in Kraft treten. Inzwischen hat Israel seine Bodenoffensive im Nachbarland ausgeweitet. Soldaten stießen bis zum strategisch wichtigen Fluss Litani vor. Generalstabschef Dan Halutz teilte mit, die Zahl der eingesetzten Truppen sei fast verdreifacht worden. Nach neuen Presseberichten wurden am Samstag im Südlibanon insgesamt 24 israelische Soldaten getötet.

JERUSALEM: Nach der UN-Vereinbarung zur Beendigung der Feindseligkeiten erwartet Israel die Entsendung libanesischer Streitkräfte in den Süden des Landes in ein oder in zwei Wochen. Die Vereinbarung besage, dass die israelischen Soldaten solange blieben, bis die Stationierung der libanesischen Armee beginne, sagte der israelische Kabinettsminister Jisrael Maimon. Am Samstag hatte die libanesische Regierung die UN-Resolution einstimmig akzeptiert.

LONDON: Im Zusammenhang mit den vereitelten Anschlägen auf Flugzeuge haben die Ermittler in Großbritannien nach Medienberichten angeblich den regionalen Chef des Terrornetzwerks Al Kaida gefasst. Wie die 'Sunday Times' unter Berufung auf Sicherheitsbeamte berichtet, soll er einer der 23 Verdächtigen sein, die in Großbritannien in Haft sitzen. Er soll auch in andere Terrorpläne in den vergangenen Jahren verwickelt gewesen sein. Sein Name wurde nicht genannt. Nach anderen Berichten sind immer noch Verdächtige auf der Flucht.

COLOMBO: Nach einer neuen Eskalation der Gewalt im Norden Sri Lankas will die Regierung des südasiatischen Inselstaats Friedensgespräche mit den Rebellen führen. Man werde das Angebot der tamilischen Aufständischen annehmen, erklärte ein Regierungsvertreter in Colombo. Auf Sri Lanka toben derzeit schwere Kämpfe um die nördliche Halbinsel Jaffna, die sich seit mehr als einem Jahrzehnt in der Hand der Regierungstruppen befindet. Nach Regierungsangaben wurden mehr als 200 Rebellen und 27 Soldaten bisher getötet.

MEXIKO-STADT: Die Proteste gegen den Ausgang der mexikanischen Präsidentenwahl weiten sich aus. Anhänger des bei der Abstimmung unterlegenen Kandidaten Andres Manuel Lopez Obrador besetzten am Samstag Hauptverkehrsstraßen in Mexiko-Stadt, Guadalajara und Monterrey. Auch Autobahnen nach Acapulco an der Pazifikküste waren betroffen. Die Demonstranten forderten eine Neuauszählung aller Wahlzettel. Bei der Wahl Anfang Juli war Lopez Obrador dem konservativen Kandidaten Felipe Calderon nach dem offiziellen Ergebnis nur knapp unterlegen.

TORONTO: Zur bislang größten Welt-Aids-Konferenz kommen an diesem Sonntag in Toronto 20.000 Wissenschaftler, Ärzte, Politiker und Aktivisten zusammen, um über den Kampf gegen die Immunschwäche- Krankheit zu beraten. Rund 40 Millionen Menschen tragen zur Zeit das tödliche Virus im Blut. Allerdings hat sich die weltweite Ausbreitung verlangsamt. Hoffnungen auf eine vollständige Heilung der Krankheit sind jedoch nach Angaben von Experten verfrüht.

HAVANNA: Entgegen früheren Planungen feiern die Kubaner den Geburtstag ihres erkrankten Revolutionsführers Fidel Castro, der an diesem Sonntag 80 Jahre alt wird. Auf Einladung der Union der Jungen Kommunisten kamen am Samstagabend Tausende von Menschen auf einem Platz in Havanna zusammen, um ein Konzert anzuhören. Aus Anlass des Geburtstages wollen 100.000 Landarbeiter eine Sonderschicht einlegen, um die Zuckerernte einzubringen. Als Staatsgast sagte sich zudem der venezolanische Präsident Hugo Chávez an, der Castro am Krankenbett besuchen will. Der kubanische Präsident selbst hatte die Feierlichkeiten auf den 2. Dezember verlegt.

BERLIN: Mit Andachten und Kranzniederlegungen wird an diesem Sonntag an den Bau der Berliner Mauer vor 45 Jahren erinnert. An der Bernauer Straße in Berlin wollen Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit der Opfer der deutschen Teilung gedenken. Am 13. August 1961 hatte die DDR mit der Abriegelung der Grenzen zum Westteil Berlins begonnen.

MÜNCHEN: Der Kölner Zeitungsverleger Alfred Neven DuMont will bei der israelischen Tageszeitung 'Haaretz' einsteigen. Wie das Nachrichtenmagazin 'Focus' berichtete, wird der Verlag M. DuMont Schauberg 25 Prozent der Anteile an 'Haaretz' übernehmen. Der Kaufpreis betrage rund 25 Millionen Euro. Zur Verlagsgruppe 'Haaretz' gehören die liberal ausgerichtete Tageszeitung, Wochenblätter, eine Druckerei sowie ein Internetportal. Der israelische Verlag hatte bereits am Donnerstag mitgeteilt, dass der Einstieg eines deutschen Interessenten kurz bevorstehe. - DuMont gibt unter anderem den 'Kölner Stadt-Anzeiger' heraus und hat eine Mehrheitsbeteiligung an der 'Frankfurter Rundschau'.

ZUM FUSSBALL: Zum Auftakt der neuen Bundesliga-Saison gab es am Samstag folgende Ergebnisse:

Hamburg - Bielefeld 1:1 ,
Schalke - Frankfurt 1:1 ,
Leverkusen - Aachen 3:0 ,
Stuttgart - Nürnberg 0:3 ,
Mainz - Bochum 2:1 und
Mönchengladbach - Cottbus 2:0.

Bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Göteborg hat Ulrike Maisch aus Rostock Gold im Marathon-Lauf gewonnen. Der Leipziger Thomas Blaschek holte die Silbermedaille über 110-Meter-Hürden. Bronze gab es für Kugelstoßerin Petra Lammert aus Neubrandenburg.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bewölkt mit einzelnen Schauern und nur wenig Sonne; im Osten wie auch im Südwesten länger anhaltender Regen. Höchstwerte 18 bis 23 Grad.

Am Vormittag meldeten bei überwiegend bewölktem Himmel:

Hamburg: 15 Grad;
Berlin: 15 Grad;
Dresden: 14 Grad;
Köln/Bonn: 12 Grad;
Frankfurt am Main: 13 Grad und
München: 12 Grad.

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