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Nachrichten

Sonntag, 12. Oktober 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Vor dem Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der 15 Euro-Länder und Großbritanniens zur Finanzkrise hat Bundeskanzlerin Angela Merkel um Verständnis für die milliardenschweren Hilfsmaßnahmen für angeschlagene Banken geworben. Nur ein Handeln des Staates könne jetzt das notwendige Vertrauen zurückbringen, sagte sie der 'Bild am Sonntag'. In Paris sollen zuächst gemeinsame Maßnahmen gegen die Finanzkrise beschlossen werden. Ein Notfonds der Euro-Staaten wie in den USA wird nicht erwartet. Die Bundesregierung will anschließend in einem gesetzlichen Eilverfahren ihre Planungen im Kampf gegen die Finanzkrise in Kraft setzen. Nach Informationen des 'Handelsblatts' beläuft sich das Gesamtpaket auf 300 bis 400 Milliarden Euro. Die Vergabe der Staatsgelder an Banken und Versicherungen sei an strenge Auflagen geknüpft.

WASHINGTON: Im Kampf gegen die globale Finanzkrise hat die Staatengemeinschaft Geschlossenheit demonstriert, um der weltweiten Turbulenzen rasch Herr zu werden. Alle 185 Mitgliedsstaaten des Internationalen Währungsfonds stellten sich ausdrücklich hinter einen Aktionsplan der sieben führenden Industrieländer. Auch aufstrebende Wirtschaftsnationen wie China, Indien und Brasilien sicherten zu, eine aktive Rolle bei der Stabilisierung der Märkte spielen zu wollen. IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn erklärte, er sei zuversichtlich, dass die Märkte schon bald positiv reagieren würden. Am Freitag hatten sich die Finanzminister und Notenbankchefs der G7-Staaten dazu verpflichtet, den Zusammenbruch weiterer großer Banken 'mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln' zu verhindern.

PJÖNGJANG: Nordkorea hat die Entscheidung der USA begrüßt, das Land von seiner Liste der so genannten "Schurkenstaaten" zu streichen. Nachdem die USA ihre Verpflichtungen aus den Sechs-Parteien-Gesprächen erfüllt hätten, werde Nordkorea seine Arbeiten zur Stilllegung der umstrittenen Atomanlagen in Yongbyon wieder aufnehmen, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Pjöngjang der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA. Die USA hatten das kommunistische Nordkorea am Samstag von ihrer Liste mutmaßlicher Terrorunterstützer-Staaten gestrichen. Ausschlaggebend für das Einlenken sei die Zusage Nordkoreas gewesen, künftig wieder Kontrollen seiner Atomanlagen durch die Internationale Atomenergiebehörde zu akzeptieren, teilte das Außenministerium in Washington mit. Während Südkorea die Entscheidung der USA positiv bewertete, sprach die japanische Regierung von einem bedauerlichen Schritt.

KABUL: Bei Gefechten zwischen der Armee und mutmaßlichen Kämpfern der radikal-islamischenTaliban sind im Süden Afghanistans nach Behördenangaben mehr als 60 Aufständische getötet worden. Dabei hätten die NATO-geführten Truppen Luftangriffe geflogen, sagte ein Sprecher des Gouverneurs der Provinz Helmand. Die Aufständischen hätten zuvor einen Überraschungsangriff auf die Provinzhauptstadt Laschkar Gah unternommen. Unter den afghanischen und ausländischen Soldaten gab es danach keine Opfer.

VILNIUS: In Litauen hat die Parlamentswahl begonnen. Um die 141 Mandate bewerben sich 16 Parteien und verschiedene unabhängige Kandidaten. Jüngsten Umfragen zu Folge müssen sich die regierenden Sozialdemokraten von Ministerpräsident Gediminas Kirkilas auf schwere Verluste einstellen. Gute Chancen, stärkste politische Kraft zu werden, werden dagegen dem Wahlbündnis "Ordnung und Gerechtigkeit" des ehemaligen Präsidenten Rolandas Paksas und der Arbeitspartei des russisch-stämmigen Geschäftsmannes Viktor Uspaskich eingeräumt. Die Ergebnisse der Wahl werden erst am Montag erwartet.

STUTTGART: Der designierte Parteichef der Grünen, Cem Özdemir, hat auf seinem Weg zurück in die Bundespolitik einen herben Rückschlag erlitten. Beim Landesparteitag der baden-württembergischen Grünen in Schwäbisch Gmünd scheiterte Özdemir gleich zweimal bei der Nominierung für einen Platz auf der Landesliste zur Bundestagswahl im nächsten Jahr. Der bisherige Europa-Abgeordnete soll im November zum Bundesvorsitzenden der Grünen gewählt werden.

MOSKAU: Die neue Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation ISS ist vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan aus ins All gestartet. An Bord des Sojus-Raumschiffes ist neben dem russischen Kosmonauten Juri Lontschakow und dem US-Astronauten Michael Finke auch der US-Geschäftsmann Richard Garriot. Der Sohn des US-Astronauten Owen Garriot hat als Weltraumtourist 22 Millionen Dollar für den einwöchigen Aufenthalt auf der ISS bezahlt. Die 18. Langzeitbesatzung soll nach zweitägigem Flug am Dienstag an der ISS andocken.

MEXIKO-STADT: Begleitet von heftigen Regenfällen hat der Hurrikan 'Norbert' die mexikanische Pazifikküste erreicht. Mit Windgeschwindigkeiten in der Spitze von mehr als 200 Stundenkilometern richtete der Wirbelsturm auf der Halbinsel Baja California erhebliche Schäden an. Etliche Straßen und Häuser in der Region stehen unter Wasser. Meteorologen erwarten, dass der Hurrikan auf seinem weiteren Weg an Kraft verlieren wird.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Abermals goldenes Oktoberwetter. Nur im Norden wolkig, in Küstennähe sogar etwas Regen. Die Tageshöchstwerte reichen von 15 bis 24 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: neblig, 11 Grad
Berlin: dunstig, 9 Grad
Dresden: neblig, 7 Grad
Köln/Bonn: dunstig, 11 Grad
Frankfurt am Main: regnerisch, 10 Grad
München: fast wolkenlos, 5 Grad

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