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Nachrichten

Sonntag, 12. Juli 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BRAZZAVILLE: In der Republik Kongo hat die Präsidentenwahl begonnen. Nach Angaben von Augenzeugen verzögerte sich jedoch in mehreren Wahllokalen in der Hauptstadt Brazzaville die Stimmabgabe, weil die nötigen Wahlunterlagen fehlten. Wegen mutmaßlicher Unregelmäßigkeiten bei der Vorbereitung der Abstimmung hatten sechs der insgesamt 13 Kandidaten zum Boykott der Präsidentenwahl aufgerufen. Auch die Europäische Kommission kritisierte im Vorfeld die Wahlleitung des zentralafrikanischen Landes, weil die Behörden unzureichende Informationen über Registrierung und Wahllisten herausgegeben hätten. - Insgesamt sind rund 2,2 Millionen Menschen zur Stimmabgabe aufgerufen. Amtsinhaber Denis Sassou-Nguesso gilt als Favorit.

ACCRA: US-Präsident Barack Obama hat ein positives Fazit seines ersten Besuchs in Schwarzafrika seit Amtsantritt gezogen. Es sei für ihn eine "besonders bedeutsame Reise" gewesen, sagte Obama unter Verweis auf seine afrikanischen Wurzeln. Am Samstag hatte er in Ghana die Festung Cape Coast besucht, von wo aus einst tausende Sklaven nach Amerika und Europa verschifft wurden. Die Staaten Afrikas forderte Obama zu mehr Eigenverantwortung auf. Das wahre Potenzial des Kontinents könne nur bei guter Regierungsführung freigesetzt werden, sagte Obama vor dem Parlament in Accra. Zugleich sicherte er Afrika weitere Hilfe zu. Inzwischen traf der Präsident in den USA ein.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama will den Ausbau der afghanischen Sicherheitskräfte massiv vorantreiben. Armee und Polizei in Afghanistan müssten in die Lage versetzt werden, "wirklich an vorderster Front" für Sicherheit im Land zu sorgen, sagte Obama dem britischen Sender Sky News. Zwar seien die Taliban-Rebellen von den westlichen Alliierten zurückgedrängt worden, man habe aber noch "einen langen Weg" im Kampf gegen die Extremisten vor sich.

LIMA: Als Konsequenz aus den Zusammenstößen zwischen peruanischen Ureinwohnern und Polizisten hat Präsident Alan Garcia die Regierung umgebaut. Als neuen Ministerpräsidenten vereidigte er den als wirtschaftsfreundlich geltenden Parlamentspräsidenten Javier Velasquez aus seiner Apra-Partei. Zugleich ernannte er sieben neue Minister. Velasquez löst Yehude Simon ab, der wegen der Unruhen zurückgetreten war. Dabei waren Anfang Juni mindestens 34 Menschen getötet worden. Die Proteste der Indios hatten sich gegen die Politik der Regierung gerichtet, mit öffentlichen Anreizen ausländische Konzerne in die Regenwälder zu locken, um die Bodenschätze auszubeuten.

SAN JOSE: In Honduras haben tausende Anhänger des gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya für dessen Rückkehr aus dem Exil demonstriert. Sie blockierten Straßen und Brücken und marschierten zum Flughafen der Hauptstadt Tegucigalpa. Zeitgleich versammelten sich rund 1.000 Anhänger von Übergangspräsident Roberto Micheletti in Tegucigalpa zu einem Friedensgebet. Zelaya kam derweil in Washington zu Gesprächen mit dem Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten, José Miguel Insulza, und dem Lateinamerika-Beauftragten im US-Außenministerium, Thomas Shannon, zusammen. Der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro warnte vor einer Welle von Staatsstreichen in Lateinamerika, falls Zelaya nicht in sein Amt zurückkehren sollte.

PORT-AU-PRINCE: Bei einem Bootsunglück vor der Südküste Haitis sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen, Dutzende werden noch vermisst. Nach dem Kentern des vermutlich überladenen Bootes wurden nach Behördenangaben 26 Menschen gerettet. An Bord sollen etwa 60 Personen gewesen sein.

JAKARTA: Nach dem gewaltsamen Tod eines australischen Mitarbeiters des amerikanischen Bergbauunternehmens Freeport in Indonesien ist es zu einem Gefecht zwischen Sicherheitskräften und mutmaßlichen Rebellen gekommen. Dabei wurden ein Wachmann getötet und zwei angeschossen, berichtete die Polizei. Mutmaßliche Separatisten hätten eine Antiterror-Einheit überfallen, die auf der Suche nach den Mördern des Freeport-Angestellten waren. Der Zwischenfall ereignete sich in der Provinz Papua, in der zehntausende indonesische Soldaten stationiert sind. Ausländische Journalisten dürfen aus Papua nicht berichten.

ROM: Nach sechsmonatiger Geiselhaft ist ein auf den Philippinen verschleppter Rotkreuz-Mitarbeiter aus Italien wieder frei. Das bestätigte das Außenministerium in Rom. Der Chef des Roten Kreuzes auf den Philippinen, Richard Gordon, erklärte, es sei kein Lösegeld für den 62-Jährigen gezahlt worden. Der Italiener sei auf freien Fuß gesetzt worden, nachdem die philippinische Regierung mehrere Frauen und Kinder eines Anführers der Islamistengruppe Abu Sayyaf aus dem Gefängnis entlassen habe. Abu Sayyaf werden Verbindungen zum Terrornetzwerk El Kaida nachgesagt.

KÖLN: Der Fraktionschef der Partei Die Linke, Gregor Gysi, hat mehr Mitsprache für Bundestag und Bundesrat bei Entscheidungen des EU-Parlaments gefordert. Mit Blick auf die Aufforderung des Bundesverfassungsgerichts, das Begleitgesetz zum Lissabon-Vertrag nachzubessern, sagte er im Deutschlandfunk, beide Volksvertretungen müssten gegenüber der EU so viele Rechte wie möglich erhalten. Den Menschen müsse signalisiert werden, dass ihre Interessen im europäischen Einigungsprozess berücksichtigt werden. - Das Bundesverfassungsgericht hatte Ende Juni den Lissabon-Vertrag grundsätzlich für verfassungskonform erklärt, jedoch gefordert, durch Nachbesserungen am Begleitgesetz die Rechte des Bundestags in europäischen Fragen zu stärken.

ZUM SPORT: Der Leverkusener Profi-Boxer Felix Sturm bleibt Weltmeister im Mittelgewicht. Der 30 Jahre alte Champion des Box-Verbandes WBA besiegte in der neuen "Ring-Arena" auf dem Nürburgring den Armenier Khoren Gevor einstimmig nach Punkten. Sturms Bilanz weist nunmehr 33 Siege in 36 Profi-Kämpfen aus.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vom Westen her aufkommender Regen, im Osten und Süden gebietsweise Aufheiterungen. Höchstwerte zwischen 18 bis 25 Grad.

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