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Nachrichten

Sonntag, 12. August 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien! Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag- als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KABUL: Mit einem Aufruf zu Frieden und Zusammenarbeit ist in der afghanischen Hauptstadt die Ratsversammlung afghanischer und pakistanischer Stammesführer zu Ende gegangen. Pakistans Präsident Pervez Musharraf, der erst am letzten Tag angereist war, sprach von einem 'historischen Tag in den Beziehungen beider Länder'. Zudem räumte er ein, auch sein Land trage Verantwortung im Kampf gegen die Gewalt im Grenzgebiet zu Afghanistan. Rund 650 Delegierte hatten vier Tage lang über Möglichkeiten zur Eindämmung der El-Kaida- und Taliban-Anschläge beraten. Ursprünglich sollte Musharraf auch an der Eröffnung teilnehmen. Mit dem Verweis auf Verpflichtungen in Islamabad hatte er abgesagt. Die afghanische Regierung wirft Pakistan vor, im Grenzgebiet nicht konsequent genug gegen radikal-islamische Aufständische vorzugehen.

KABUL: Im Fall der in Afghanistan verschleppten Südkoreaner sorgen widersprüchliche Angaben über die angekündigte Freilassung zweier Geiseln durch die Taliban für Verwirrung. Während die radikal-islamischen Extremisten zunächst erklärten, zwei erkrankte weibliche Geiseln freigelassen zu haben, zogen sie diese Angabe jetzt zurück. Am Sonnabend hatten direkte Gespräche zwischen südkoreanischen Diplomaten und Vertretern der Taliban über das Schicksal der 21 Geiseln stattgefunden. Insgesamt 23 Mitglieder einer südkoreanischen Kirchengruppe waren Mitte Juli entführt worden. Zwei männliche Geiseln wurden später von ihren Entführern erschossen.

SEOUL: Aus Sorge um immer bedrohlicher werdende Lebensmittelengpässe hat Nordkoreas Staatschef Kim Jong Il zu verstärkten Anstrengungen in der Düngemittelproduktion aufgerufen. Das berichtet die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA. Um der Lebensmittelknappheit zu begegnen, müssten die landwirtschaftliche Entwicklung und die Versorgung mit Düngemitteln vorangetrieben werden, so Kim. Wegen unzureichender Lebensmittelhilfen aus dem Ausland hat sich die Hungersnot in Nordkorea laut Hilfsgruppen seit Juni verschlimmert. Südkorea hat vor einigen Wochen 400.000 Tonnen Reis in den Norden geliefert, nachdem die kommunistische Führung ihren Atomreaktor in Yongbyon abgeschaltet hatte.

WARSCHAU: Die Opposition in Polen hat die Entscheidung von Ministerpräsident Jaroslaw Kaczynski für Neuwahlen noch in diesem Herbst begrüßt. Nun müssten rasch alle nötigen Schritte eingeleitet werden, sagte der Vorsitzende des Bündnisses der Demokratischen Linken, Grzegorz Napieralski. Kaczynski hatte am Samstag nach einer Sitzung der Parteispitze seiner nationalkonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit angekündigt, dass voraussichtlich am 21. Oktober neu gewählt wird. Dazu muss zunächst das Parlament aufgelöst werden. Bereits zu Beginn der seit Wochen andauernden Krise der polnischen Regierungskoalition hatte die Opposition Anträge auf eine vorzeitige Auflösung des Parlaments gestellt. Auslöser der Regierungskrise war die Entlassung von Vize-Ministerpräsident Andrzej Lepper im Juli. Gegen den Chef der rechtsgerichteten Bauernpartei waren Korruptionsvorwürfe erhoben worden.

KÖLN: Eine schnelle Lösung im Streit um die Zukunft der serbischen Provinz Kosovo hat der scheidende Kommandeur der NATO-Friedenstruppe KFOR, Roland Kather, gefordert. Die Menschen bräuchten diese Entscheidung, um Klarheit für die Zukunft zu haben, sagte Kather im Deutschlandfunk. Diese Einstellung hätten nicht nur die Kosovo-Albaner, die 90 Prozent der Bevölkerung ausmachten, sondern auch die serbische Minderheit. Diplomaten aus der EU, Russland und den USA führen seit Freitag Gespräche mit den Konfliktparteien. Die albanisch-stämmige Bevölkerung strebt die Unabhängigkeit der Provinz an, Serbien lehnt dies kategorisch ab.

BERLIN: Nach dem Fund eines Schießbefehls gegen DDR-Flüchtlinge hat der Direktor der Stasiopfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen ein Ermittlungsverfahren gefordert. Der Historiker Hubertus Knabe sagte der Zeitung "Welt am Sonntag", der Auftrag könne als Anstiftung zum Mord oder Totschlag gewertet werden. Nach dem Ende der DDR seien die 91.000 hauptamtlichen Stasi-Mitarbeiter weitgehend ungestraft davongekommen. In dem Stasi-Dokument wird zur rücksichtslosen Anwendung der Schusswaffe aufgerufen - auch wenn die Grenzdurchbrüche mit Frauen und Kindern erfolgten. Die DDR-Führung hatte einen offiziellen Schießbefehl stets bestritten.

HOUSTON: Zwei Astronauten der US-Raumfähre 'Endeavour' haben erfolgreich ihren ersten Weltraumspaziergang absolviert. Der US-Amerikaner Rick Mastracchio und sein kanadischer Kollege Dave Williams verbrachten mehr als sechs Stunden außerhalb der Internationalen Raumstation. Dort montierten sie einen Metallausleger an der ISS, an dem ein neues Sonnensegel befestigt werden soll. Insgesamt sind bei dieser Shuttle-Mission mindestens drei Weltraumspaziergänge geplant. Sollte eine Reparatur der beschädigten Kachel des 'Endeavour'-Hitzeschilds nötig werden, könnte ein vierter Außeneinsatz hinzukommen. - Ein Schaden an der Schutzhülle hatte 2003 die 'Columbia'-Katastrophe verursacht. Die Fähre war beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglüht, sieben Astronauten kamen ums Leben.

ZUM SPORT: In der Fußball-Bundesliga hat Rekordmeister Bayern München zum Saisonauftakt die Tabellenführung übernommen. Die Elf von Trainer Ottmar Hitzfeld gewann gegen Aufsteiger Hansa Rostock 3:0. Die weiteren Ergebnisse vom Samstag: Leverkusen - Cottbus 0:0; Bochum - Bremen 2:2; Hannover - Hamburg 0:1; Frankfurt - Berlin 1:0 und Wolfsburg - Bielefeld 1:3. An diesem Sonntag empfängt Dortmund Duisburg und Nürnberg trifft auf Karlsruhe.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend freundlich. Im Tagesverlauf im Süden und Südwesten einzelne Schauer. Höchsttemperaturen 21 bis 27 Grad Celsius.

Zuletzt meldeten:

Berlin: 16°, bedeckt;
Dresden: 18°, stark bewölkt;
Köln/Bonn: 20°, fast wolkenlos;
Hamburg: 20°, bedeckt;
Frankfurt am Main: 21°, fast wolkenlos und
München: 21°, wolkig.

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