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Nachrichten

Sonntag, 12. April 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ROM: Vor Zehntausenden von Gläubigen und Touristen hat Papst Benedikt XVI. auf dem Petersplatz in Rom mit der Ostermesse begonnen. Höhepunkt der Messe ist der Segen "Urbi et Orbi", zu deutsch: "Der Stadt und dem Erdkreis". Rundfunk- und Fernsehstationen übertragen den Segen und die vielsprachigen Ostergrüße des Papstes weltweit. Die Christen feiern an Ostern die Auferstehung Jesu von den Toten.

ROM: In der vom Erdbeben zerstörten italienischen Stadt L'Aquila feiert an diesem Sonntag Regierungschef Silvio Berlusconi mit den Betroffenen das Osterfest. In vielen Zelten finden Messen statt. Am Samstag waren weitere Leichen aus den Trümmern geborgen worden. Die Zahl der Todesopfer stieg auf 293. Die örtliche Staatsanwaltschaft leitete derweil Untersuchungen wegen möglichen Pfuschs am Bau ein. Eigentlich hätten die Häuser einer Erdbebenstärke von 6,3 standhalten müssen. Bauexperten begannen derweil mit der Aufnahme der Schäden an Gebäuden. Auch die Europäische Union schickt in der kommenden Woche einige Ingenieure.

BANGKOK: Die unter massiven innenpolitischen Druck geratene thailändische Regierung hat für die Hauptstadt Bangkok und die umliegenden Gebiete den Notstand ausgerufen. Nach der Verhängung des Notstands stürmten mindestens 50 regierungsfeindliche Demonstranten das Innenministerium, in dem sich der Regierungschef Abhisit Vejjajiva aufhielt. Soldaten versuchten, die Protestierenden mit Warnschüssen zu vertreiben. Einem TV-Sender zufolge gelang Abhisit die Flucht vor den Demonstranten. Der thailändische Regierungschef hatte unmittelbar zuvor erklärt, er werde hart gegen die Demonstranten vorgehen, die am Samstag den Abbruch des ASEAN-Gipfels im Küstenort Pattaya erzwungen hatten.--Bei den Demonstranten, die die Konferenzräume gestürmt hatten, handelt es sich um Anhänger des 2006 gestürzten und seitdem im Exil lebenden früheren Premiers Thaksin Shinawatra.

KABUL: Im Süden Afghanistans sind bei Gefechten mindestens 22 Kämpfer der radikal-islamischen Taliban getötet worden. Nach Polizeiangaben griffen die Extremisten in der Provinz Sabul einen gemeinsamen Konvoi afghanischer und internationaler Truppen an. Die Soldaten hätten das Feuer erwidert. Dabei seien auch US-Kampfflugzeuge zum Einsatz gekommen. Der Süden Afghanistans gilt als Hochburg der Taliban.

PESHAWAR: Mutmaßliche Taliban-Rebellen haben im Nordwesten Pakistans zwölf Lastwagen mit Nachschub für die NATO-Soldaten in Afghanistan zerstört. Bis zu 60 mit Benzinbomben bewaffnete Kämpfer stürmten laut Polizei zwei Warenlager nahe Peshawar, wo die Laster mit Ladung für die internationalen NATO-Truppen in Afghanistan über Nacht gestanden hatten. Dort überwältigten sie die Wachleute und legten Feuer.--In der Grenzregion zu Afghanistan attackieren Aufständische immer wieder NATO-Transporte. Das Militärbündnis versorgt von dort seine Truppen am Hindukusch.

MOGADISCHU: Im Geiseldrama vor der Küste Somalias wächst die Sorge um den gekidnappten US-Frachterkapitän, Richard Phillips. Er wird seit fünf Tagen von Piraten gefangen gehalten. Nach Medienberichten scheiterten Verhandlungen mit den Seeräubern. Auch ein Versuch des US-Militärs, den Kapitän zu befreien, misslang. Vertreter der Entführer haben nach Zeitungsinformationen die Gespräche abgebrochen, weil die US-Unterhändler auf einer Inhaftierung der Piraten bestanden hätten. Derweil soll sich das Rettungsboot, in dem die Piraten Phillips festhalten, der somalischen Küste genähert haben.

NEW YORK: Die fünf Vetomächte im Weltsicherheitsrat und Japan haben sich nach langem Ringen darauf geeinigt, den nordkoreanischen Raketenabschuss zu verurteilen. Sie legten dem höchsten UN-Gremium den Entwurf für eine Erklärung vor. Eine neue Resolution, wie sie die USA und Japan gefordert hatten, wird es danach nicht geben. In dem Entwurf heißt es, Nordkoreas Raketenabschuss verstosse gegen UN-Resolutionen. Die Mitglieder verlangen, dass es keine weiteren Tests gibt. Strafen gegen das kommunistische Nordkorea lehnten Russland und China aber ab.-- Nordkorea hatte Anfang April eine Rakete gestartet und erklärt, einen Satelliten ins All geschossen zu haben. Die meisten Länder der internationalen Staatengemeinschaft sehen in dem Manöver aber einen verbotenen Raketentest.

BERLIN: SPD-Chef Franz Müntefering rechnet mit einer Beteiligung des Staates beim angeschlagenen Autobauer Opel. Müntefering sagte der "Bild am Sonntag", Bundeskanzlerin Angela Merkel werde es nicht durchhalten, eine Staatsbeteiligung an Opel zu verweigern, wenn dies die einzige Möglichkeit zur Rettung des Unternehmens bedeute. Dafür gehe es um zu viele Arbeitsplätze. Müntefering fügte hinzu, auch wenn ein privater Investor gefunden worden sei, könne es notwendig sein, dass mindestens für eine Übergangszeit der Staat bei Opel helfe. Kanzlerin Merkel und die Union hatten bisher Bürgschaften für Opel angeboten, eine direkte Staatsbeteiligung aber ausgeschlossen.

EISLINGEN: Nach dem Vierfachmord in der baden-württembergischen Stadt Eislingen sind der 18-jährige Sohn der getöteten Familie und sein 19 Jahre alter Freund verhaftet worden. Sie stehen unter dringendem Tatverdacht, sagte ein Polizeisprecher. Der 18-Jährige war Mitglied im örtlichen Schützenverein. Sein 19 Jahre alter Freund war früher Mitglied in der Schützengilde. Der Sohn hatte am Karfreitagmorgen der Polizei gemeldet, dass er seine Eltern und seine zwei erwachsenen Schwestern erschossen in der Wohnung der Familie gefunden habe. Es verdichteten sich jedoch schnell Hinweise, dass er selbst zusammen mit einem Komplizen die Tat begangen haben könnte.

BERLIN: Die Friedensbewegung setzt an diesem Sonntag ihre Ostermärsche und Kundgebungen fort. Zur größten Veranstaltung werden in Wittstock in Brandenburg mehrere tausend Menschen bei der traditionellen Osterwanderung am geplanten Boden-Luft-Schießplatz - dem so genannten Bombodrom - erwartet. Die Bundeswehr will auf dem Gelände extreme Tiefflüge trainieren und Übungsbomben abwerfen. Die militärische Nutzung ist gerichtlich seit Jahren untersagt. Am Samstag hatten nach Veranstalterangaben rund 5.000 Menschen an den Märschen und Protestkundgebungen teilgenommen. Hauptthemen sind die Militäreinsätze im Irak und Afghanistan sowie die von US-Präsident Barack Obama angestrebte Abschaffung der Atomwaffen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Sonnig, im Tagesverlauf im Westen und Südwesten vereinzelt Schauer oder Gewitter. Höchstwerte 16 bis 25, an der Ostsee nur zehn bis 16 Grad.

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