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Nachrichten

Sonntag, 11. Oktober 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ISLAMABAD: In einem Überraschungsschlag haben Spezialeinheiten der pakistanischen Armee in der Garnisonsstadt Rawalpindi ein Gebäude gestürmt, in dem sich Aufständische mit mehreren Geiseln verschanzt hatten. Dabei wurden nach jüngsten Angaben des Militärs mindestens 39 Geiseln befreit und mindestens vier Rebellen getötet. Zudem kamen drei Geiseln und zwei Soldaten ums Leben. Die mutmaßlichen Taliban-Kämpfer waren am Vortag in das Armeehauptquartier in Rawalpindi eingedrungen und hatten dort Soldaten und Zivilangestellte als Geiseln genommen.

BRÜSSEL: Nach Jahrzehnten der Feindschaft haben die Türkei und Armenien einen Schritt hin zur Normalisierung ihrer Beziehungen unternommen. Die Nachbarländer unterzeichneten ein Abkommen, das die Öffnung der Grenze und die Aufnahme diplomatischer Beziehungen vorsieht. Die Europäische Union bezeichnete den Vertrag als mutigen Schritt.-- Die Türkei hatte nach der Unabhängigkeit der ehemaligen Sowjetrepublik Armenien im Jahr 1991 zunächst keine Beziehungen zu dem Land aufgenommen. Grund ist vor allem der Streit um Massaker an Armeniern zur Zeit des Osmanischen Reichs. Zudem sorgt der Konflikt um die Region Berg-Karabach für Spannungen zwischen der Türkei und Armenien.

WARSCHAU: Polen hat als vorletztes Mitglied der Europäischen Union den Ratifizierungsprozess für den Lissabon-Vertrag abgeschlossen. Staatspräsident Lech Kaczynski unterzeichnete das Abkommen im Beisein von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso in Warschau. Nun fehlt nur noch die Unterschrift des tschechischen Staatspräsidenten Vaclav Klaus, damit das Reformwerk zum Januar 2010 in Kraft treten kann. Der als EU-Kritiker bekannte Klaus hatte zuletzt die Befürchtung geäußert, nach einem tschechischen Ja zum EU-Reformvertrag könnten Angehörige der nach dem Zweiten Weltkrieg vertriebenen deutschsprachigen Minderheit Eigentumsansprüche geltend machen.

SAARBRÜCKEN: Im Saarland entscheidet sich an diesem Sonntag, welche Koalition das Bundesland künftig regiert. Zünglein an der Waage sind die Grünen. Sie wollen auf ihrem Parteitag in Saarlouis festlegen, mit wem sie über eine Regierung verhandeln. Möglich ist zum einen eine Jamaika-Koalition mit CDU und FDP, zum anderen ein rot-rot-grünes Bündnis mit SPD und Linkspartei. Beides wäre eine Premiere in Deutschland.

TEGUCIGALPA: Die Übergangsregierung in Honduras hat die Pressefreiheit nach dem Sturz von Präsident Manuel Zelaya weiter eingeschränkt. Die international nicht anerkannte Regierung verabschiedete ein Dekret, das Rundfunksendern mit der Schließung droht, sollten diese die nationale Sicherheit gefährden. Zwei Sender der Oppositionsbewegung wurden bereits geschlossen.--Präsident Zelaya war im Juni gestürzt und gegen seinen Willen vom Militär nach Costa Rica gebracht worden. Seit Ende September hält er sich wieder in der brasilianischen Botschaft in Honduras Hauptstadt Tegucigalpa auf. Gespräche zwischen den Konfliktparteien blieben bisher ohne Ergebnis.

JERUSALEM: Nach zwei Wochen der Teilsperre hat Israel den Tempelberg in Jerusalem wieder für alle muslimischen Gläubigen und andere Besucher geöffnet. Ein Polizeisprecher erklärte, damit gebe es auch wieder freien Zugang zu einer der wichtigsten islamischen Stätten, der Al-Aksa-Moschee.--Ende September hatte es vor dem jüdischen Feiertag Jom Kippur auf dem Jerusalemer Tempelberg Zusammenstöße zwischen Palästinensern und Israelis gegeben. Mindestens 30 Menschen waren verletzt worden.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama hat sein Versprechen erneuert, das Homosexualitätsverbot in den Streitkräften abzuschaffen. Das bekräftigte Obama auf einer Veranstaltung der Bürgerrechts-Organisation 'Human Rights Campaign' in Washington. Konkret versprach er, mit dem Pentagon und dem Kongress zusammenwirken zu wollen, um ein in den 90-er Jahren verabschiedetes Gesetz aufzuheben, dass Schwule und Lesben in der Armee dazu verpflichtet, ihre sexuelle Orientierung zu verschweigen. Einen Zeitplan dafür nannte Obama allerdings nicht.

GENF: Die Luftfahrtindustrie hat sich neue Klimaschutzziele gesetzt und will damit bestehende Regierungsvorschriften weit übertreffen. Nach Informationen des Branchenverbands IATA haben sich Fluglinien und Flughäfen darauf geeinigt, die Kerosin-Effizienz bis 2020 um jährlich 1,5 Prozent zu verbessern. Ab dann will die Branche ohne zusätzliche C02-Emissionen wachsen. Mitte des Jahrhunderts sollen die Emissionen nur noch 50 Prozent des Niveaus von 2005 erreichen.

MOSKAU: Nach eineinhalb Wochen im All ist der kanadische Weltraumtourist und Zirkus-Unternehmer Guy Laliberté wieder sicher auf der Erde gelandet. Die Sojus-Kapsel mit dem Gründer des "Cirque du Soleil" setzte plangemäß in der kasachischen Steppe auf. Mit Laliberté, der für seinen Weltraumflug umgerechnet rund 24 Millionen Euro zahlte, kehrten auch der Russe Gennadi Padalka und der US-Amerikaner Michael Barrett zurück. Beide hatten mehr als ein halbes Jahr auf der Internationalen Raumstation ISS verbracht.

ZUM SPORT: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft fährt zur WM 2010 nach

Südafrika. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw gewann in Russland

mit 1:0 und hat den Gruppensieg sicher. Den Siegtreffer erzielte Miroslav Klose.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet Regen oder Schauer. Nur im Süden und Südwesten sind längere trockene Abschnitte zu erwarten. Tageshöchstwerte zwischen zehn und 17 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 9 Grad, dunstig;

Berlin: 10 Grad, leichtes Nieseln;

Dresden: 11 Grad, etwas Regen;

Köln/Bonn: 12 Grad, stark bewölkt und

Frankfurt am Main und München: 11 Grad, wolkig.

Audio und Video zum Thema