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Nachrichten

Sonntag, 11. November 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 11-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

CRAWFORD: Zum Abschluss ihrer Beratungen in Texas haben US-Präsident George W. Bush und Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Warnsignal an den Iran gerichtet. Sollte das Land im Streit um sein Atomprogramm nicht nachgeben, müsse Teheran mit weiteren Sanktionen rechnen, sagte die Kanzlerin auf der Ranch des Präsidenten in Crawford. Die Bundesrepublik sei bereit, den Handel mit dem Iran einzuschränken. Zugleich bekräftigten Bush und Merkel ihre Entschlossenheit zur friedlichen Lösung des Konflikts. In der Frage des Klimaschutzes versicherte Bush der Kanzlerin, dass er sich des Problems bewusst sei. Maßnahmen gegen die Erderwärmung dürften aber keine unzumutbare Belastung für die Wirtschaft darstellen, betonte Bush. Inzwischen kehrte die Kanzlerin nach Deutschland zurück.

BERLIN: Bundespräsident Horst Köhler startet heute zur vierten Afrika-Reise seiner Amtszeit. Erste Station ist Algerien, danach folgt Mauretanien. Bereits vor seiner Reise machte Köhler deutlich, dass die Flüchtlingsströme aus Afrika, die vor allem über das Mittelmeer in die Europäische Union drängen, ein Thema der Gespräche mit seinen Gastgebern sein werden. Millionen von jungen Menschen, die im eigenen Land nur noch Hunger und Tod erlebten, könnten nicht mehr aufgehalten werden, sagte Köhler. - In Algerien wird Köhler am Montag zusammen mit Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul an einem Partnerschaftsforum der G-8-Staaten mit afrikanischen Ländern teilnehmen.

BERLIN: Vertreter von Bundesregierung und Wirtschaft haben nochmals vor schwerwiegenden Folgen für die Konjunktur in Deutschland gewarnt, sollte die Lokführergewerkschaft -GDL- ihre Streiks im Güterverkehr fortsetzen. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos ermahnte die Tarifparteien, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Der robuste Aufschwung sei bereits durch den hohen Ölpreis und den starken Euro belastet, sagte Glos der 'Bild am Sonntag'. In dieser Situation sei ein Streik im Güterverkehr Gift für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Der Chef des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Martin Kannegießer, warnte vor Engpässen beim Materialnachschub. Die GDL will am morgigen Montag über weitere Streiks entscheiden. Sie forderte die Arbeitgeberseite ultimativ auf, vorher ein neues Angebot im Tarifkonflikt vorzulegen.

ISLAMABAD: In Pakistan hat Präsident Pervez Musharraf die Befugnisse von Militärgerichten erweitert. Bei Delikten wie Verrat oder Anstiftung zu öffentlichen Unruhen könnten die Militärgerichte nun auch Zivilpersonen aburteilen, bestätigte Generalstaatsanwalt Malik Mohammed Qayyum. Oppositionsführerin Benazir Bhutto rief ihre Landsleute zum Widerstand auf. In den nächsten Tagen will die ehemalige Regierungschefin an einem geplanten Protestmarsch von Lahore nach Islamabad teilnehmen. Von Musharraf forderte Bhutto, den vor einer Woche verhängten Ausnahmezustand unverzüglich aufzuheben.

RANGUN: Gut sechs Wochen nach der Niederschlagung der friedlichen Protestbewegung in Birma ist der UN-Menschenrechtsbeauftragte Sergio Pinheiro in das südostasiatische Land gereist. Es ist sein erster Besuch in Birma seit vier Jahren. Zwischenzeitlich hatte ihm die Militärjunta die Einreise verweigert. Pinheiro will untersuchen, wie viele Menschen während der Proteste getötet wurden. Außerdem will er sich für die Freilassung inhaftierter Regimekritiker einsetzen. Unklar ist, ob Pinheiro auch die unter Hausarrest stehende Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi treffen wird.

SANTIAGO: Der iberoamerikanische Gipfel in Chile ist mit einem Eklat zu Ende gegangen. Als der venezolanische Präsident Hugo Chavez eine Rede des spanischen Regierungschefs Jose Luiz Rodriguez Zapatero mit Zwischenrufen störte, forderte Spaniens König Juan Carlos den Linksnationalisten auf, den Mund zu halten. In seiner Rede übte Zapatero scharfe Kritik an der Chavez-Aussage, der ehemalige konservative spanische Ministerpräsident José Maria Aznar sei ein Faschist. - An dem Gipfel nahmen 20 Staats- und Regierungschefs teil. Zapatero kündigte für 2008 eine spanische Finanzhilfe für Lateinamerika in Höhe von einer Milliarde Euro an.

PRAG: Ein massives Polizeiaufgebot und hunderte Gegendemonstranten haben in Prag eine Demonstration von Neonazis durch das jüdische Viertel der tschechischen Hauptstadt verhindert. Als die Rechtsextremisten trotz eines gerichtlichen Verbots marschieren wollten, wurden sie von linken Gegendemonstranten angegriffen. Im ganzen Stadtgebiet wurden nach Polizeiangaben mindestens 250 Personen festgenommen, unter ihnen bewaffnete Neonazis. - Wie die tschechische Agentur CTK meldete, waren mindestens zwei Busse mit deutschen Rechtsextremisten nach Prag gekommen. Auch unter den Gegendemonstranten waren Deutsche.

MADRID: Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, OSZE, hat angesichts der angespannten Lage in Georgien einen Sonderbeauftragten in die Kaukasus-Republik entsandt. Wie die OSZE in Madrid mitteilte, soll der frühere Präsident des Europa-Parlaments und ehemalige spanische Minister Josep Borrell bei Regierung und Opposition in Georgien für einen friedlichen Dialog werben und sich für die Aufhebung des Ausnahmezustandes einsetzen. - Unter Vermittlung der orthodoxen Kirche kamen in Tiflis Vertreter der Opposition mit Vertrauten von Präsident Michail Saakaschwili zu einem Gespräch zusammen. Einzelheiten wurden nicht bekannt.

DUBAI: Der europäische Flugzeughersteller Airbus hat einen milliardenschweren Großauftrag aus den Vereinigten Arabischen Emiraten erhalten. Die Gesellschaft 'Emirates' teilte mit, sie habe 70 Exemplare des neuen Langstreckenflugzeugs 'A350' bestellt, sowie Optionen auf 50 weitere vereinbart. Zudem orderte 'Emirates' elf weitere Superjumbos des Typs 'A380'. Das Auftragsvolumen belaufe sich auf mehr als 30 Milliarden Dollar, heißt es.

SANTIAGO: Nach einem Besuch der Antarktis hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die Staatengemeinschaft zu einem entschiedeneren Vorgehen gegen den Klimawandel aufgerufen. Vor allem die Industrienationen müssten handeln, sagte Ban im Süden Chiles. - Bei einem Rundflug hatte sich der UN-Generalsektretär zuvor ein Bild von den Auswirkungen der Erderwärmung auf das Antarktis-Eis gemacht. Das Abschmelzen der Gletscher sei ein Notfall, der Notmaßnahmen erfordere, so Ban.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viele Wolken, nur wenige Auflockerungen und zeitweise Regen. Nordöstlich der Elbe teils Schnee und Glätte. Höchstwerte zwischen zwei und elf Grad

Zuletzt meldeten:
Hamburg: 1 Grad, Schneeregen;
Berlin und Dresden: 0 Grad, Schneefall;
Frankfurt am Main: 10 Grad, Regen;
Köln/Bonn: 9 Grad, leichter Regen und
München: 7 Grad, Regen.

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