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Nachrichten

Sonntag, 11. März 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag

TEHERAN: Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad will das Atomprogramm seines Landes persönlich vor dem Weltsicherheitsrat verteidigen. Der Präsident sei bereit, an einer Ratssitzung teilzunehmen und das Recht des Irans auf die friedliche Nutzung der Kernenergie zu bekräftigen, hieß es im iranischen Staatsfernsehen. Die fünf Vetomächte und Deutschland arbeiten derzeit an neuen, verschärften Sanktionen gegen den Iran. Das Land hatte wiederholt UN-Forderungen nach einem Stopp seines Programms zur Urananreicherung missachtet. Als Ratspräsidentin der Europäischen Union hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel ein stärkeres Einlenken der Führung in Teheran gefordert.

BONN: Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul hat sich gegen einen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan zum jetzigen Zeitpunkt ausgesprochen. Dem Deutschlandfunk sagte sie, dies sei ein falsches Signal, das auch in der afghanischen Bevölkerung niemand verstehen würde. Am Samstag hatte eine bislang unbekannte islamistische Extremistengruppe im Irak mit der Ermordung zweier verschleppter Deutscher gedroht, falls sich die Bundeswehr nicht innerhalb von zehn Tagen aus Afghanistan zurückziehe. Eine der beiden Geiseln hatte auf einem Video Kanzlerin Angela Merkel um Hilfe gebeten. Die Bundesregierung versicherte, alles nur Mögliche zur Freilassung der beiden zu unternehmen.

BAGDAD: Die irakische Regierung hat sich zufrieden mit dem Ergebnis der Sicherheitskonferenz für den Irak gezeigt. Man habe gute Ergebnisse erzielt, sagte Außenminister Hoschjar Sebari. Besonders positiv sei gewesen, dass es zu einem Dialog zwischen Vertretern der USA, Großbritanniens, des Irans und Syriens gekommen sei. Für Fragen der Sicherheit, der Flüchtlinge und der Energie seien Arbeitsgruppen eingerichtet worden.

WASHINGTON: US-Präsident George W. Bush hat beim Kongress weitere 3,2 Milliarden US-Dollar für Einsätze der Streitkräfte im Irak beantragt. Damit sollen nach Angaben von Präsidentensprecher Gordon Johndroe 2.400 zusätzliche Militärpolizisten und 2.000 weitere Soldaten finanziert werden. In einem Schreiben an die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, habe Bush die Abgeordneten gebeten, weniger wichtige Programme im Bildungs- und Gesundheitsbereich entsprechend zu kürzen.

GAZA-STADT: Bei neuen Kämpfen der verfeindeten Palästinensergruppen Fatah und Hamas ist im nördlichen Gazastreifen ein Hamas-Mitglied getötet worden. Sieben Personen wurden bei dem Gefecht in Beit Hanun verletzt. Beide Gruppen beschuldigten sich gegenseitig, die Schießerei begonnnen zu haben. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas will sich heute mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert treffen. Konkrete Ergebnisse werden von der Begegnung in Jerusalem nicht erwartet.

SEOUL: Vor dem jährlich stattfindenden Militärmanöver der USA und Südkoreas hat der kommunistische Norden vor Auswirkungen auf die Verhandlungen über sein Atomprogramm gewarnt. Durch das für Ende März geplante Manöver könnte die Hoffnung auf eine Beilegung der Nuklearfrage beeinträchtigt werden, heißt es in einer Erklärung des Nordens. Mitte Februar hatten sich Nord- und Südkorea sowie die USA, Japan, China und Russland auf einen schrittweisen Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms verständigt.

BOGOTA: Im Rahmen seiner Südamerikareise wird US-Präsident George W. Bush an diesem Sonntag in Kolumbien erwartet. Sein kolumbianischer Amtskollege Alvaro Uribe ist der engste Verbündete der USA in der Region. In seinem Kampf gegen linke Rebellen und Drogenhändler ist Uribe dringend auf weitere amerikanische Militär- und Finanzhilfe angewiesen. Zugleich hofft er auf die baldige Ratifizierung eines bereits unterzeichneten Freihandelsabkommens.

NOUAKCHOTT: Eineinhalb Jahre nach dem unblutigen Putsch wird in Mauretanien ein neuer Präsident gewählt. Damit erfüllt die Militärjunta ihr Versprechen, dem westafrikanischen Land wieder eine zivile Regierung zu geben. Um das Präsidentenamt bewerben sich 19 Kandidaten, von denen drei als Favoriten ins Rennen gehen.

BONN: Afrika wird nach den Worten von Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul bei dem Treffen mit ihren EU-Amtskollegen am Montag im Mittelpunkt der Diskussionen stehen. Dem Deutschlandfunk sagte sie, der Blick auf den Kontinent müsse sich verändern. Obwohl er sich insgesamt positiv entwickele, werde er meist nur als Kontinent von Krisen, Katastrophen und von Kriegen wahrgenommen. Entscheidend sei, dass das Wirtschaftswachstum auch die Armen erreiche. An der Konferenz in Bonn nehmen auch Vertreter Afrikas sowie des karibisch-pazifischen Raums teil. Die Deutsche Welle richtet eine Podiumsdiskussion aus.

WIEN: UN-Vermittler Martti Athisaari hat die Suche nach einem Kompromiss in der Frage der Zukunft der serbischen Krisenprovinz Kosovo für beendet erklärt. Athisaari kündigte an, er werde seinen Plan zur Selbstständigkeit des Kosovo jetzt dem UN-Sicherheitsrat vorlegen. Zuvor war die letzte Verhandlungsrunde zwischen der serbischen Regierung und Vertretern der Kosovo-Albaner ergebnislos zu Ende gegangen.

MADRID: Mehrere hunderttausend Menschen haben in der spanischen Hauptstadt gegen die Antiterrorpolitik der spanischen Regierung demonstriert. Die Proteste der von der oppositionellen Volkspartei PP organisierten Kundgebung richteten sich vor allem gegen die Hafterleichterungen für einen wegen Mordes verurteilten ETA-Aktivisten. Die Regierung hatte entschieden, dass der 1987 wegen 25 Morden verurteilte José Ignacio de Juana nach fast vier Monaten Hungerstreik den Rest seiner Haftstrafe unter Hausarrest verbringen dürfe.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Sonnig und trocken bei Temperaturen zwischen acht Grad am Alpenrand und 15 Grad im Rheinland.

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