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Nachrichten

Sonntag, 11. Juli 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PORT ELIZABETH: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat bei der FIFA-Weltmeisterschaft in Südafrika - wie schon bei der Heim-WM vor vier Jahren - den dritten Platz errreicht. Im sogenannten kleinen Finale besiegte das Team von Bundestrainer Joachim Löw die Mannschaft Uruguays 3:2. Die Tore für Deutschland erzielten Thomas Müller, Marcel Jansen und Sami Khedira. - Bundespräsident Wulf sagte der Zeitung "Bild am Sonntag", die Mannschaft habe Deutschland bei der WM absolut sympatisch vertreten. An diesem Sonntag spielen Spanien und die Niederlande im Endspiel um den WM-Titel.

PORT-AU-PRINCE: Der UN-Sondergesandte für Haiti, Clinton, ist unzufrieden mit dem Tempo des Wiederaufbaus in dem vor sechs Monaten von einem schweren Erdbeben erschütterten Karibikstaat. Von der zugesagten Milliardenhilfe sei bislang nur ein Bruchteil eingetroffen, kritisierte der ehemalige US-Präsident in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP. Noch immer seien rund 1,6 Millionen Menschen gezwungen, in Notunterkünften und Zelten zu leben, bemängelte Clinton. - Eine Geberkonferenz in New York Anfang April hatte Haiti allein für die kommenden zwei Jahre 5,3 Milliarden Dollar versprochen.

KUBA: Kuba hat nach Angaben von Angehörigen mit der zugesagten Freilassung politischer Häftlinge begonnen. Die Nachrichtenagentur AFP meldet unter Berufung auf Familienangehörige, mehrere Gefangene seien in die Hauptstadt Havanna gebracht worden. Von dort aus sollen sie nach Spanien weiterreisen, wo sie aufgenommen werden. Die kommunistische Regierung unter Staatschef Castro hatte am Mittwoch überraschend mitgeteilt, in den kommenden Monaten insgesamt 52 Oppositionelle aus der Haft zu entlassen.

ATHEN: Vom griechischen Hafen Lavrio aus ist am Samstag ein Schiff mit Hilfsgütern in Richtung Gazastreifen ausgelaufen. Der von der libyschen Gaddafi-Stiftung gecharterte Frachter hat nach Angaben der Organisatoren rund 2.000 Tonnen Medikamente und andere Hilfsgüter geladen. Darüber, wie die Hilfsgüter in das von Israel abgeriegelte Palästinensergebiet gelangen sollen, gibt es widersprüchliche Meldungen. Nach Angaben der griechischen Küstenwache will der Frachter den ägyptischen Hafen El Arisch im Norden der Sinai-Halbinsel anlaufen. Von dort aus sollen die Hilfsgüter auf dem Landweg nach Gaza gebracht werden. Von Seiten der Gaddafi-Stiftung hieß es hingegen, dass Schiff habe direkt Kurs auf den Gaza-Streifen genommen.

SARAJEVO: In Bosnien wird an diesem Sonntag mit einer internationalen Trauerfeier des Massakers von Srebrenica gedacht, bei dem vor 15 Jahren rund 8.000 muslimische Männer und Jungen von bosnisch-serbischen Milizen getötet worden waren. Zu der Zeremonie in Srebrenica werden mehr als 10.000 Menschen erwartet, unter ihnen auch Serbiens Präsident Tadic und Kroatiens Präsident Josipovic. - Das Massaker im Jahr 1995 in der UN-Schutzzone Srebrenica war das schlimmste Kriegsverbrechen in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Der dafür Hauptverantwortliche Ratko Mladic, damals Militärführer der bosnischen Serben, ist noch immer nicht gefasst. Er soll sich in Serbien versteckt halten.

WASHINGTON: Zweieinhalb Monate nach Beginn der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hat der Energiekonzern BP einen neuen Versuch gestartet, den anhaltenden Ölfluss zu stoppen. Dazu soll über das offene Bohrloch auf dem Meeresgrund ein neuer Trichter gestülpt werden. Aus ihm sollen dann Schiffe das gesamte austretende Öl absaugen. Als ersten Schritt entfernten Techniker mit Hilfe von Unterwasserrobotern den bestehenden Trichter. Bis zur Installation der neuen Vorrichtung frühestens am Montag kann damit Öl wieder ungehindert ins Meer strömen - nach Schätzung der US-Regierung bis zu 19 Millionen Liter.

FRANKFURT AM MAIN: Die hochsommerliche Hitzewelle in Deutschland und anderen europäischen Staaten hält an. Vor allem in Ostdeutschland stiegen die Temperaturen bereits am Sonntagvormittag wieder auf fast 30 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. In Großbritannien gab es nach Angaben der Gesundheitsbehörde in den vergangenen zwei Wochen - offensichtlich wegen der Sommerhitze - einige hundert Todesfälle mehr als üblich.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten durchweg sonnig und trocken. Sonst Sonne und Quellwolken und vor allem nachmittags und abends Hitzegewitter und lokal begrenzte Unwetter. - Tageshöchstwerte 32 bis 38 Grad Celsius.

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